Bistumsblatt

Die Chance liegt im Kleinen

Redaktion am 27.05.2024

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Das Buch „Kleine Gemeinschaften“ von Schwester Carmen Tatschmurat beleuchtet eine fast vergessene Wirklichkeit: das Leben in kleinen, eng verbundenen Gemeinschaften.

In einer Welt, die von Individualismus geprägt ist, scheint der Glaube immer weniger Platz zu finden. Die Kirche steckt in der Krise. Klöster in Mitteleuropa kämpfen mit großen Umbrüchen. Dort hinein beleuchtet das Buch „Kleine Gemeinschaften“ von Schwester Carmen Tatschmurat eine fast vergessene Wirklichkeit: das Leben in kleinen, eng verbundenen Gemeinschaften.

„Klei­ne klös­ter­li­che Zel­len gab es schon immer“, berich­tet Schwes­ter Car­men zu Beginn des Buches. ​„Sie sind ein ganz eigen­stän­di­ges Modell geist­li­chen Lebens. Wir ver­bin­den sie nur all­zu leicht mit from­mem Ein­sied­ler­tum und längst ver­gan­ge­nen Zei­ten.“ Die Autorin hin­ge­gen ver­tritt eine ande­re Sicht: ​„Dage­gen möch­te ich zei­gen, wie gut sie in unse­re Zeit pas­sen: klein, fle­xi­bel und hoch­spi­ri­tu­ell.“ Beson­ders in einer Zeit, die von Ver­än­de­rung und Ent­frem­dung geprägt ist, könn­ten klei­ne Gemein­schaf­ten nicht nur ein Gegen­mit­tel zu die­sen Ent­wick­lun­gen bie­ten, son­dern auch auf ihre stets eige­ne Wei­se ihr Umfeld posi­tiv prä­gen. So lädt Tat­sch­mu­rat die Leser ein, den Blick auf klei­ne klös­ter­li­che Wohn­ge­mein­schaf­ten in Euro­pa zu rich­ten, die auf viel­fäl­ti­ge Wei­se in Treue ihr geist­li­ches Leben gestalten.

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