Er ist mit grünen Eibenblättern umkränzt, die rote Früchte tragen. Auf der Stirnmitte glänzt ein kleines schwarzes Kreuz: ein grauer, schmaler Frauenschädel mit schadhaftem Gebiss aus dem Fundus der Anthropologischen Staatssammlung. Wie verletzlich und zart er vor 42 Jahren in seiner Ausstellungsvitrine im Münchner Stadtmuseum am Jakobsplatz wirkte. Dort bin ich Anna Heigl das erste Mal persönlich begegnet, in der Ausstellung„Die letzte Reise. Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern“. Bei meinen Recherchen entdeckte ich ihren Totenkopf auf einem Foto wieder, den der …



