Bistum

Kloster Neustift: Kraftquelle und Kleinod

Stefanie Hintermayr am 12.08.2025

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Kraftquelle, Ort der Spiritualität und Kleinod: Das Benediktinerinnenkloster Neustift bei Ortenburg.

Das Klos­ter Neu­stift bei Orten­burg: Ein Bene­dik­ti­ne­rin­nen­klos­ter, das Vie­le im Bis­tum Pas­sau ken­nen und Eini­ge auch schon ein- oder mehr­mals besucht haben. Vie­le schät­zen die­sen Ort der Spi­ri­tua­li­tät, um bei­spiels­wei­se bei Exer­zi­ti­en Kraft auf­zu­tan­ken. Die­ses Klein­od ist aber weit mehr als ​„nur“ Kraft­quel­le. Hin­ter dem Klos­ter mit der Schwes­tern­ge­mein­schaft ver­birgt sich eine inter­es­san­te Geschich­te, die vor mehr als ein­hun­dert Jah­ren begann.

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Geschichte des Klosters

Die Geschich­te des Klos­ters Neu­stift ist eng mit der Schwes­tern­ge­mein­schaft der Bene­dik­ti­ne­rin­nen ver­wo­ben. Die Gemein­schaft wur­de ursprüng­lich im Elsass gegrün­det, im ers­ten Welt­krieg aber von dort aus­ge­wie­sen und kam so schließ­lich 1921 nach Neu­stift. Seit 1956 gehö­ren die Schwes­tern der Ordens­ge­mein­schaft der Bene­dik­ti­ne­rin­nen der Anbe­tung an und leben nach der Regel des Hei­li­gen Bene­dikt mit dem Grund­satz ​„Beten, Arbei­ten und Lesen“. So pfle­gen die Schwes­tern seit nun­mehr genau ein­hun­dert Jah­ren – seit 1925 –hier in der Kir­che St. Pius X. die eucha­ris­ti­sche Anbe­tung. Die­ses Jubi­lä­um haben die aktu­ell 29 Bene­dik­ti­ne­rin­nen, deren Lei­tung die Prio­rin Sr. Gabrie­le inne­hat, heu­er gefeiert.

Die Kirche St. Pius X.

Das Herz von Neu­stift ist die Klos­ter­kir­che St. Pius X., in der die Schwes­tern – neben der Chor­ka­pel­le – auch die eucha­ris­ti­sche Anbe­tung pfle­gen. Nach der Grund­stein­le­gung der Kir­che 1954 wur­de sie bereits zwei Jah­re spä­ter im Jahr 1956 ein­ge­weiht und ist auch heu­te noch im Ori­gi­nal­zu­stand. Nach der Umge­stal­tung in den Jah­ren 1999/ 2000 haben sich aller­dings eini­ge zen­tra­le Ele­men­te im Kir­chen­in­ne­ren ver­än­dert. Ein Blick­fang mit beson­de­rer Sym­bo­lik ist seit­her bei­spiels­wei­se der Taber­na­kel, erklärt Sr. Gabrie­le. ​„Er ist als run­de Schei­be dar­ge­stellt, als Hos­tie sozu­sa­gen, Zei­chen für die Eucha­ris­tie. Bei die­ser Schei­be sind oben auf­ge­bro­che­ne Flä­chen zu sehen, die Ähren als Zei­chen für das Brot dar­stel­len sol­len.“ Die­ses Sym­bol fin­det sich auch im dahin­ter­lie­gen­den gro­ßen ori­gi­na­len Glas­fens­ter wie­der, so die Prio­rin. ​„Auf der lin­ken Sei­te ist die Ähren­sei­te; auf der rech­ten Sei­te die Wein­trau­ben­sei­te – Brot und Wein, Zei­chen der Eucha­ris­tie. Inner­halb des gan­zen Fens­ters – wenn man von oben nach unten schaut – ist eine Son­ne, die in das Blaue, das Dunk­le hin­ein­scheint: Chris­tus, die Son­ne des Lebens. Dann kommt der Peli­kan – ein gro­ßes Zei­chen für die Eucha­ris­tie. Das nächs­te Zei­chen links oben ist das Lamm, Jesus, das Lamm Got­tes, wie der Hei­li­ge Johan­nes schon erwähnt hat. Dann kom­men zwei Fische, Ursym­bo­lik für Jesus Chris­tus. Die eher­ne Schlan­ge auf der rech­ten Sei­te, Zei­chen des Lei­dens, des Kreu­zes und der Auf­er­ste­hung. Und auf der lin­ken Sei­te der Kelch, Zei­chen des Blu­tes Chris­ti. Und hin­ter dem gro­ßen Taber­na­kel ist das Herz Jesu dar­ge­stellt mit den ver­schie­dens­ten Far­ben und kräf­ti­gen Rotfarben.“

„Beten, Arbeiten und Lesen“

Die Regel des Hei­li­gen Bene­dikt prägt das Leben der Schwes­tern maß­geb­lich. Ganz dem Grund­satz getreu ​„Beten, Arbei­ten und Lesen“ ist auch cari­ta­ti­ver Ein­satz und Gast­freund­schaft zen­tral hier im Klos­ter, betont Sr. Gabrie­le. ​„Neben der eucha­ris­ti­schen Anbe­tung, die wir in unse­rer Kir­che oder in der Chor­ka­pel­le pfle­gen, sind das Beson­de­re bei unse­rer Schwes­tern­ge­mein­schaft die cari­ta­ti­ven Tätig­kei­ten, bei­spiels­wei­se in der Schu­le und im Kin­der­gar­ten neben­an.“ Auch wer­den hier in Neu­stift regel­mä­ßig Gäs­te emp­fan­gen, zu Exer­zi­ti­en, Kur­sen, Ein­kehr­ta­gen oder Ähn­li­chem, so die Prio­rin. ​„Ein­zel­gäs­te und Grup­pen kön­nen bei uns in der klei­nen Kapel­le unse­rer geist­li­chen Zel­le zur Ruhe kom­men, Ein­kehr fin­den, zum Gebet fin­den, sich ein­fach vor Gott hinstellen.“

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Mehr zum Kloster Neustift

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen rund um das Klos­ter Neu­stift zur Geschich­te, der Schwes­tern­ge­mein­schaft und ihrem Exer­zi­ti­en­an­ge­bot sowie den Kon­takt fin­den Sie hier auf der Web­site der Benediktinerinnen:

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