Foto: Bayer / pbp
Heute Mittag wurden die neu vergoldeten Kreuze und Turmkugeln der Wallfahrtskirche Mariahilf feierlich von Domdekan Dr. Hans Bauernfeind gesegnet. Die beiden Kreuze mit den Strahlenkränzen und den Monogrammen „IHS“ und „Maria“ sowie die zwei Turmkugeln bilden somit künftig wieder ein weithin sichtbares Zeichen des Glaubens über der Dreiflüssestadt.
Für Seelsorgeamtsleiter Hans Bauernfeind ist die Wallfahrtskirche etwas ganz Besonderes: Seit Jahrhunderten übe Mariahilf auf die Menschen, die nach Passau kommen, eine besondere Anziehungskraft aus. Die Kirche lade ein, den Weg hinaufzugehen, innezuhalten und zu beten. Die gesegneten Kreuze seien daher nicht nur ein Schmuck der Kirche, sondern sollen „zum Segen werden für alle Besucher und für ganz Passau“.
„In cruce salus, in cruce vita, in cruce spes.”
In seiner Ansprache erinnerte Bauernfeind an die zentrale Bedeutung des Kreuzes für den christlichen Glauben: „Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung.“
Auch der Prior des Klosters und Wallfahrtsrektor Pater Jakob sprach von einem geschichtsträchtigen Moment. „Wir sind heute Zeugen eines historischen Augenblicks: Die Wallfahrtskirche erhält ihre gesegneten Kreuze zurück, die weit über die Stadt Passau hinaus sichtbar sind“.
Ergänzt werden die beiden Kreuze durch die ebendfalls neu vergoldeten Turmkugeln. In jede Kugel wurde eine Zeitkapsel eingelegt. Darin wurden zahlreiche Zeugnisse der heutigen Zeit hinterlegt. Dazu gehören unter anderem Euromünzen, eine Urkunde, ein persönliches Schreiben des Diözesanbaumeisters, Ausgaben des Passauer Bistumsblatts und der PNP, Fotos mit dazugehöriger Dokumentation sowie eine aktuelle Gottesdienstordnung.
Die Inhalte sollen kommenden Generationen einen Einblick in das kirchliche und gesellschaftliche Leben der Gegenwart geben. Sie soll Menschen in fünfzig oder hundert Jahren davon erzählen, „wie wir geglaubt, gelebt und gearbeitet haben“, so der Stadtpfarrer der Innstadt und Prior des Klosters.



