Soziales

Ein Freizeichen in dunklen Stunden

BAY am 25.09.2025

Info Icon Foto: Bayer / pbp
Franz-Xaver Hirschenauer, Monika Winter, Marianne Kopfinger, Pater Ludger Werner, Sabine Müller und Cordula Barth begrüßten Landrat Raimund Kneidinger ganz herzlich bei der Passauer Telefonseelsorge.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Telefonseelsorge Passau überbrachte Landrat Raimund Kneidinger die herzlichsten Glückwünsche im Namen des Landkreises an Pater Ludger Werner, den Leiter der Einrichtung, sowie an seine hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Sabine Müller (stellv. Leitung), Pastoralreferentin Monika Winter und Marianne Kopfinger.

In einer gro­ßen Gesprächs­run­de berich­te­ten auch die bei­den lang­jäh­ri­gen Ehren­amt­li­chen Cor­du­la Barth und Franz-Xaver Hir­schen­au­er bewe­gend von ihrer Arbeit am Seel­sor­ge­te­le­fon – einer Arbeit, die oft unsicht­bar bleibt, aber unzäh­li­gen Men­schen in Momen­ten tiefs­ter Not ein Stück Halt und Zuver­sicht schenkt. Die größ­te Her­aus­for­de­rung sei hier­bei die Erreich­bar­keit, nicht jeder Anru­fen­de kommt sofort durch und das sei natür­lich ein sys­tem­im­ma­nen­tes Pro­blem, das sich nie ganz lösen lässt: Wir sind nur erreich­bar, wenn wir nicht tele­fo­nie­ren“, so Pater Ludger.

Seit 1975 ist die Tele­fon­seel­sor­ge in Pas­sau ein Ort des Zuhö­rens und Mit­ge­hens: anonym, ver­trau­lich und kos­ten­frei – und das rund um die Uhr, 24 Stun­den am Tag, 365 Tage im Jahr. Mög­lich wird dies durch das gro­ße Herz und die Hin­ga­be von rund 90 ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern. Vie­le von ihnen sind bereits im Ruhe­stand und schen­ken den­noch ihre Zeit, damit nie­mand in der Nacht oder am Tag mit sei­ner Sor­ge allein­blei­ben muss. Neben dem Gespräch am Tele­fon ist die Tele­fon­seel­sor­ge in Pas­sau eine der weni­gen von 105 Dienst­stel­len in Deutsch­land, die auch die Mög­lich­keit zu einem per­sön­li­chen Bera­tungs­ge­spräch vor Ort anbie­tet. Die­se Gesprä­che wer­den von Pater Lud­ger, Sabi­ne Mül­ler oder Moni­ka Win­ter geführt, die dar­über hin­aus auch für die Aus­bil­dung und Super­vi­si­on der Ehren­amt­li­chen zustän­dig sind.

Land­rat Knei­din­ger war bewegt von Art und Umfang des Ehren­amts. Beson­ders berühr­te ihn, mit wel­chen Sor­gen die Anru­fen­den sich mel­den: von Ein­sam­keit und Bezie­hungs­fra­gen über psy­chi­sche Belas­tun­gen und sui­zi­da­le Gedan­ken bis hin zu Glau­bens- und Lebens­kri­sen. Gera­de das The­ma der Ver­ein­sa­mung in unse­rer Gesell­schaft, nicht nur bei älte­ren Men­schen, son­dern auch schon unter Jugend­li­chen, mache ihn sehr betrof­fen und nachdenklich.

Die Tele­fon­seel­sor­ge im Bis­tum Pas­sau ist ein Ange­bot der Kir­che, das allen Men­schen offen­steht – unab­hän­gig von Her­kunft oder Kon­fes­si­on. Der Besuch des Land­rats war ein sicht­ba­res Zei­chen der Wert­schät­zung für jene Frau­en und Män­ner, die mit viel Ein­füh­lungs­ver­mö­gen und christ­li­cher Nächs­ten­lie­be seit fünf Jahr­zehn­ten da sind für Men­schen, die jeman­den brau­chen, der ein­fach zuhört.

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