Zu Beginn der Fastenzeit bietet die Pfarrei Heiligkreuz die Möglichkeit über das eigene Leben nachzudenken und so die Beziehung zu anderen Menschen und zu Gott zu verbessern. Dazu wird von Donnerstag, 19. Februar bis Samstag, 21. Februar jeweils um 18.30 Uhr und 20 Uhr eine ganz besondere „Licht-Andacht“ in der Pfarrkirche Heiligkreuz angeboten.
Die Idee zur audiovisuellen Show durch die Fastenzeit hat der Pfarrgemeinderat. Diese wurde von Pfarrer Michael Witti aufgegriffen und wird nun mit dem Pfarrverband Burghausen samt Pfarrer Erwin Jaindl zu einem besonderen Erlebnis erstmalig umgesetzt.
Kilometer an Kabel und 50 Strahler wollen die beiden Veranstaltungstechniker Michael Russinger und Johannes Schimpfhauser in der Heiligkreuzer Kirche verbauen und aufstellen und werden dabei mit aufwendiger und ausgefeilter Technik und Projektionen den Kirchenraum in unterschiedliche Stimmungen versetzen. Etwa eine halbe Stunde lang wird unter anderem ein Sternenhimmel, der Kosmos und ein Hoffnungslicht im Gotteshaus suggeriert. Dafür verwenden sie ein Videosystem und drei Hochleistungsbeamer, mit denen sie die Bilder auf die Architektur des Innenraums der Kirche Heiligkreuz projizieren und so die architektonischen Besonderheiten, Strukturen, Wölbungen und Flächen in Szene setzen. Damit wird der Raum virtuell-real und als „Licht-Raum“ ganz neu erfahrbar. Viele Abende und noch mehr Stunden haben die beiden investiert, um diesen Lichterraum erfahrbar zu machen. Als Grundlage für die Programmierung diente ein Foto von den drei Spots „Jesus am Kreuz“ im Altarraum, „Pièta“ am linken Seitenaltar und „Madonna“ vor der Mittelsäule der Kirche. Vor Ort wird das Ganze dann am Faschingsdienstag angepasst. Doch nicht nur das. Auch der Kreuzweg an den Seitenwänden der Kirche und auch der Kirchturm an sich soll illuminiert werden. „Obwohl ich schon seit 30 Jahren in der Veranstaltungstechnik tätig bin, ist es das erste Projekt dieser Art, dass wir ausprobieren wollen“, so Michael Russinger, der auch schon den Waldmarkt und das Theaterstück „das schwarze Jahr“ in Halsbach ins rechte Licht gesetzt hat. Auch eine Pink Floyd Cover Band hat er schon ins Licht gerückt und in Winhöring und Altötting mit einer Lasershow auf sich aufmerksam gemacht.
Die außergewöhnliche Illumination wird mit Musik untermalt. Musiker und Gemeindereferent Konrad Raischl sowie Regionalkantor Heinrich Wimmer auf der Orgel werden exklusiv die Lichterandacht erarbeiten und arrangieren. „Ich werde in kurzen meditativen Beiträgen über Gott sprechen, der ‚ganz menschlich‘ in dieser Welt war und ist“, so Witti und ergänzt, dass die Kirche neu als spiritueller Raum erfahrbar werden soll. „Der Kirchenraum hat Platz für die Sehnsucht der Menschen von heute. Er gibt aber auch Geborgenheit in den Fragen und Sorgen der Zeit und des eigenen Lebens“, ist Witti überzeugt.
Vor und nach den Andachten bietet der Pfarrgemeinderat auf dem Kirchplatz die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch. Der Eintritt zu den Andachten ist frei. Spenden für dieses neuartige Projekt werden gerne entgegengenommen.
Text: Tine Limmer



