Kirche vor Ort

Licht-Andachten „ganz menschlich“

Redaktion am 12.02.2026

Info Icon Foto: Michael Witti

Zu Beginn der Fastenzeit bietet die Pfarrei Heiligkreuz die Möglichkeit über das eigene Leben nachzudenken und so die Beziehung zu anderen Menschen und zu Gott zu verbessern. Dazu wird von Donnerstag, 19. Februar bis Samstag, 21. Februar jeweils um 18.30 Uhr und 20 Uhr eine ganz besondere „Licht-Andacht“ in der Pfarrkirche Heiligkreuz angeboten. 

Die Idee zur audio­vi­su­el­len Show durch die Fas­ten­zeit hat der Pfarr­ge­mein­de­rat. Die­se wur­de von Pfar­rer Micha­el Wit­ti auf­ge­grif­fen und wird nun mit dem Pfarr­ver­band Burg­hau­sen samt Pfar­rer Erwin Jaindl zu einem beson­de­ren Erleb­nis erst­ma­lig umgesetzt. 

Kilo­me­ter an Kabel und 50 Strah­ler wol­len die bei­den Ver­an­stal­tungs­tech­ni­ker Micha­el Rus­sin­ger und Johan­nes Schimpf­hau­ser in der Hei­lig­kreu­zer Kir­che ver­bau­en und auf­stel­len und wer­den dabei mit auf­wen­di­ger und aus­ge­feil­ter Tech­nik und Pro­jek­tio­nen den Kir­chen­raum in unter­schied­li­che Stim­mun­gen ver­set­zen. Etwa eine hal­be Stun­de lang wird unter ande­rem ein Ster­nen­him­mel, der Kos­mos und ein Hoff­nungs­licht im Got­tes­haus sug­ge­riert. Dafür ver­wen­den sie ein Video­sys­tem und drei Hoch­leis­tungs­bea­mer, mit denen sie die Bil­der auf die Archi­tek­tur des Innen­raums der Kir­che Hei­lig­kreuz pro­ji­zie­ren und so die archi­tek­to­ni­schen Beson­der­hei­ten, Struk­tu­ren, Wöl­bun­gen und Flä­chen in Sze­ne set­zen. Damit wird der Raum vir­tu­ell-real und als ​„Licht-Raum“ ganz neu erfahr­bar. Vie­le Aben­de und noch mehr Stun­den haben die bei­den inves­tiert, um die­sen Lich­ter­raum erfahr­bar zu machen. Als Grund­la­ge für die Pro­gram­mie­rung dien­te ein Foto von den drei Spots ​„Jesus am Kreuz“ im Altar­raum, ​„Piè­ta“ am lin­ken Sei­ten­al­tar und ​„Madon­na“ vor der Mit­tel­säu­le der Kir­che. Vor Ort wird das Gan­ze dann am Faschings­diens­tag ange­passt. Doch nicht nur das. Auch der Kreuz­weg an den Sei­ten­wän­den der Kir­che und auch der Kirch­turm an sich soll illu­mi­niert wer­den. ​„Obwohl ich schon seit 30 Jah­ren in der Ver­an­stal­tungs­tech­nik tätig bin, ist es das ers­te Pro­jekt die­ser Art, dass wir aus­pro­bie­ren wol­len“, so Micha­el Rus­sin­ger, der auch schon den Wald­markt und das Thea­ter­stück ​„das schwar­ze Jahr“ in Hals­bach ins rech­te Licht gesetzt hat. Auch eine Pink Floyd Cover Band hat er schon ins Licht gerückt und in Win­hö­ring und Alt­öt­ting mit einer Laser­show auf sich auf­merk­sam gemacht. 

Die außer­ge­wöhn­li­che Illu­mi­na­ti­on wird mit Musik unter­malt. Musi­ker und Gemein­de­re­fe­rent Kon­rad Rai­schl sowie Regio­nal­kan­tor Hein­rich Wim­mer auf der Orgel wer­den exklu­siv die Lich­ter­an­dacht erar­bei­ten und arran­gie­ren. ​„Ich wer­de in kur­zen medi­ta­ti­ven Bei­trä­gen über Gott spre­chen, der ​‚ganz mensch­lich‘ in die­ser Welt war und ist“, so Wit­ti und ergänzt, dass die Kir­che neu als spi­ri­tu­el­ler Raum erfahr­bar wer­den soll. ​„Der Kir­chen­raum hat Platz für die Sehn­sucht der Men­schen von heu­te. Er gibt aber auch Gebor­gen­heit in den Fra­gen und Sor­gen der Zeit und des eige­nen Lebens“, ist Wit­ti überzeugt. 

Vor und nach den Andach­ten bie­tet der Pfarr­ge­mein­de­rat auf dem Kirch­platz die Mög­lich­keit zur Begeg­nung und zum Aus­tausch. Der Ein­tritt zu den Andach­ten ist frei. Spen­den für die­ses neu­ar­ti­ge Pro­jekt wer­den ger­ne entgegengenommen.

Text: Tine Limmer

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