Foto: Stefanie Hintermayr / pbp
Der Passauer Aktionskreis um das Frauenreferat des Bistums und den KDFB-Diözesanverband hat am Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November in der Passauer Bahnhofshalle mit der Mahnwache ein klares Zeichen gesetzt. Am Infostand wurden Passanten über das Thema informiert und ihre Fragen beantwortet.
Bereits zum zweiten Mal hat der Passauer Aktionskreis die Mahnwache zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ in der Bahnhofshalle abgehalten. Sie gilt als Höhepunkt der Aktion „Frei leben ohne Gewalt“, welche die engagierte Gruppe traditionell jedes Jahr im Bistum Passau rund um den 25. November veranstaltet mit dem Ziel, über dieses brisante Thema aufzuklären und es wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Vertreterinnen und Vertretern des Aktionskreises aus unterschiedlichen Einrichtungen und Gremien in Stadt und Landkreis Passau wollen damit auf diesen gesellschaftlichen Missstand aufmerksam machen und dagegen vorgehen. Schließlich findet psychische, physische und sexuelle Gewalt gegen Frauen täglich inmitten unserer Gesellschaft statt und passiert nicht nur „andernorts“, sondern auch in der Region Passau.
„Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Expartner getötet.”
Aufklären, Informieren, Sensibilisieren
Mit etlichen Aktionen hat der Aktionskreis auch heuer wieder ein klares Zeichen gegen häusliche Gewalt an Frauen gesetzt. Auftakt am Montag, 17. November, war ein Onlinevortrag mit dem Titel „Häusliche Gewalt – von Grenzverletzungen bis zu strafbaren Handlungen“. Am Donnerstag, 20. November, wurde zum ökumenischen Abendgebet in die evangelische Stadtpfarrkirche St. Matthäus in Passau eingeladen. Der Film „Der Gesang der Flusskrebse“ wurde dann am Freitagabend, 21. November, in verschiedenen Kinos im Bistum gezeigt. Und am Hauptaktionstag mit der Mahnwache in der Passauer Bahnhofshalle von 12 bis 16 Uhr wurde nur über das Thema informiert, sondern auch all jener Frauen gedacht, die aufgrund von häuslicher Gewalt und Femizid verstorben waren. Abschluss war ein Vortrag im evangelischen Zentrum St. Matthäus in Passau mit dem Titel „Frauenrechte in Afghanistan – wie konnte es so weit kommen?“
„Es gibt pro Jahr um die 280.000 Fälle deutschlandweit. Körperverletzungen, Übergriffe häuslicher Gewalt, die Tendenz steigend. Die Dunkelziffer wird auf das 10-fache geschätzt.”
Der Aktionskreis "Frei leben ohne Gewalt"
Der Aktionskreis gegen Gewalt an Frauen besteht aus Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Einrichtungen und Gremien in Stadt und Landkreis Passau. Zuvorderst mit dabei sind die Fachstelle Täterarbeit häusliche Gewalt von pro familia Passau, die Referate Frauen und Männer des Bistums Passau, der KDFB-Diözesanverband Passau, das evangelische Dekanatsfrauenteam, der Sozialdienst katholischer Frauen (Frauenhaus) Passau, Solwodi e.V., die Amnesti International Passau-Stadtgruppe, die Volkshochschule (vhs) Passau, der Weiße Ring, der Soroptimist International Club Passau, die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Landkreis Passau und die Universität Passau.

