Ministrantinnen und Ministranten aus dem Pastoralen Raum Pocking erlebten am Münchner Flughafen einen Tag voller spannender Eindrücke, in Gemeinschaft und mit neuen Freundschaften.
Eingeladen waren alle Ministrantinnen und Ministranten – gefolgt waren dem Aufruf zahlreiche Minis aus den Pfarrverbänden Bad Füssing, Bad Griesbach, Rotthalmünster und Pocking. Früh morgens startete der Bus von Bad Griesbach und Pocking aus mit Ziel Landeshauptstadt. Erste Station des erlebnisreichen Tages war der Flughafen München. Nach einer kurzen Pause im Besucherpark, in der der dortige Spielplatz ausgiebig getestet wurde, wartete bereits das erste Highlight: Der Gang durch die Sicherheitskontrolle, der bei einigen Teilnehmern für spürbare Knisterstimmung und Aufregung sorgte.
Faszinierende Einblicke hinter die Kulissen des Airports
Anschließend ging es mit dem Flughafenbus direkt auf das Rollfeld. Der versierte Flughafenführer Philipp nahm die Gruppe mit auf eine eindrucksvolle Tour über das gesamte Areal und glänzte mit erstaunlichen Fakten. Die Minis erfuhren unter anderem, wer Eigentümer des Flughafens ist – nämlich zu 51 % der Freistaat Bayern, zu 23 % die Stadt München und der Rest die Bundesrepublik Deutschland – und dass auf dem Gelände rund 36.000 Menschen arbeiten. Auch über die dort stationierte Hubschrauberstaffel der bayerischen Polizei und die werkseigene Turbinentesthalle gab es Aufschlussreiches zu hören.
Besonders staunten die Jugendlichen über die Zahlen rund um den Airbus A380: Das Gigant-Flugzeug rollt auf 22 Reifen, die nach rund 50 Landungen gewechselt werden müssen. Eine einzige Enteisung des Riesen kostet satte 12.000 Euro. Nach der Corona-Pause wurden in München wieder acht dieser Maschinen reaktiviert; sieben davon bedienen Ziele in Nordamerika, eine fliegt nach Delhi.
Philipp hatte auf jede Frage eine passende Antwort: Vom Nachtflugverbot, das das Frachtaufkommen reguliert, über die Nutzungsdauer von Flugzeugen (ca. 30 Jahre für Passagiere, danach oft noch 30 – 40 Jahre als Frachter) bis hin zur Mindestmasse für Flugzeuge am Airport (2 Tonnen). Für Staunen sorgten auch Randnotizen wie die Tatsache, dass der kleine Staat San Marino die größte Privatjetflotte besitzt, obwohl er gar keinen eigenen Flughafen hat oder dass die Flughafenfeuerwehr im Schnitt zu 12 Alarmen pro Tag ausrückt.
Rallye durch das Herz der Landeshauptstadt
Nach dem aufregenden Vormittag steuerte die Gruppe die Münchner Innenstadt an. Nach etwas Zeit zur freien Verfügung für kleine Einkäufe und eine Stärkung ging es ab dem Spielzeugmuseum in sieben gemischten Gruppen zur großen Stadtrallye.
Mit kniffligen Fragen und abwechslungsreichen Aufgaben ausgerüstet, erkundeten die Minis die Altstadt. So führten die Wege sie unter anderem zum Marienplatz, in die Residenz, an den Viktualienmarkt, zur Frauenkirche und für viele zum ersten Mal in das berühmte Hofbräuhaus.
Gemeinschaft gestärkt
Am Ende des Tages waren sich alle einig, dass der Ausflug München von seinen verschiedensten Facetten gezeigt hat. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen zeigte sich Pastoralpädagogin Silvia Lenger begeistert vom Engagement der Kinder und Jugendlichen: Die Minis seien mit enormer Freude dabei gewesen, wodurch pfarreiübergreifend viele neue Kontakte geknüpft und erste Freundschaften geschlossen werden konnten. Ein rundum gelungener Tag, der noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Text und Fotos: Silvia Lenger



