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Schenken, so heißt es, macht Freude. Kein Wunder also, dass es auch beim größten Familienfest des Jahres im Mittelpunkt steht. Warum aber bescheren wir uns ausgerechnet am Heiligen Abend?
Weihnachten“, weiß der Liturgiewissenschaftler Guido Fuchs, der dem Heiligabend ein ganzes Buch gewidmet hat, „ist das „Geschenkfest“ schlechthin.“ Allerdings noch gar nicht so lange, wie ein Blick in seine Geschichte zeigt. Schon in der Antike überreichten sich Erwachsene zum Jahresanfang gern kleine Geschenke oder luden zum gemeinsamen Essen und Trinken. Zu römischen Zeiten war es zudem üblich, Bediensteten zum Jahreswechsel besonders zu danken. Eine Sitte, die sich bis heute erhalten hat, wenn man Müllabfuhr, Briefträger, Hausmeister oder anderen Dienstleistern mit kleinen Geschenken für ihre Arbeit dankt.
Weihnachten selbst war bis weit ins zweite Jahrtausend kein offizieller Geschenktermin. Der war im nördlichen Teil Europas am 6. Dezember, zum Fest des Heiligen Nikolaus. Oder wie heute noch in vielen mediterranen Ländern der Dreikönigstag, der 6. Januar. Theologische Gründe hatte das, waren es doch die später als „Heilige Drei Könige“ bezeichneten Magier, die …


