Zu Beginn des letzten Monats der Bayerischen Landesausstellung „Musik in Bayern“ haben weitere Konzerte der Reihe „Musica Sacra“ der Katholischen Erwachsenenbildung Freyung-Grafenau und des Kulturkreises Freyung das Publikum begeistert.
Am 25. September waren zum letzten Mal die Diözesanblechbläser unter der Leitung von Michael Beck unter freiem Himmel auf der Bayernwerkbühne am Freyunger Rathaus zu Gast. Dort hatten sie auch bereits am 5. Juni und am 24. Juli jeweils um 14.00 Uhr die Anwesenden mit ihrer mitreißenden Musik erfreut. Zu den Konzerten kamen jeweils zwischen 45 und 60 Zuhörerinnen und Zuhörer. Sie erwartete eine abwechslungsreiche Mischung aus geistlichen Stücken, Blues, Jazz und Spirituals. Damit zeigten die Musiker eindrucksvoll, wie vielseitig Blechbläsermusik sein kann und wie gut sich geistliche und weltliche musikalische Elemente miteinander verbinden lassen. Alle drei Konzerte wurden vom Publikum mit langanhaltendem Applaus bedacht.
Einen weiteren musikalischen Akzent setzte das Kantatenkonzert der Kirchenmusik Passau am 2. Oktober in der Freyunger Stadtpfarrkirche. Unter dem Titel „Mit ganzem Herzen“ erklangen drei Kantaten von Johann Sebastian Bach: „Meine Seel erhebt den Herren“ (BWV 10), „Gott soll allein mein Herze haben“ (BWV 169) und „Der Herr denket an uns“ (BWV 196). Was die Besucherinnen und Besucher an diesem Nachmittag erlebten, war Kirchenmusik auf allerhöchstem Niveau. Unter der Leitung von Diözesanmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer musizierten die Solisten Flore van Meerssche (Sopran), Jan Jerlitschka (Altus), Oliver Kringel (Tenor) und Lorenz Schober (Bass), begleitet von Christian Müller an der Orgel und dem Orchester „La Banda“ auf historischen Instrumenten. Die herausragende Qualität sowohl der Musiker als auch der Solisten war im gesamten Konzert spürbar. Bachs Musik entfaltete in der Stadtpfarrkirche eine beeindruckende Wirkung und nahm die über 60 Anwesenden unmittelbar gefangen. Die Begeisterung des Publikums wurde am Ende in überschwänglichem Applaus und Standing Ovations ausgedrückt.
Ein besonderer Dank gilt in Zusammenhang mit diesen wunderbaren Konzerten dem Kirchenmusikreferat der Diözese Passau und dabei insbesondere Diözesanmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer. Vor allem auch durch diese große Unterstützung war und ist es möglich, die Reihe „Musica Sacra“ mit einer solch außergewöhnlichen musikalischen Qualität und mit vielen hochkarätigen Musikerinnen und Musikern aus der ganzen Diözese Passau zu gestalten.
Die Reihe wird noch bis zum Ende der Bayerischen Landesausstellung fortgesetzt. Wie bisher finden dabei weiterhin jeden Montag um 14.00 Uhr geistliche Konzerte in der Freyunger Stadtpfarrkirche statt.
Den besonderen Abschluss bildet am Samstag, 7. November die gemeinsame Veranstaltung des Hospizverein Freyung-Grafenau, der KEB und des Kulturkreises „Es ist ein Schnitter, der heißt Tod“, bei der sich viele an den Jedermann erinnert fühlen werden. In dieser außergewöhnlichen Meditation mit Theater, Musik und Gesang werden Motive des Straubinger Totentanzes aus der Friedhofskirche St. Peter in Straubing aufgegriffen. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr und endet (anders als auf Plakaten und Flyern abgedruckt) um 15.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 10 EUR.
Text: Michael Winichner

