Das glauben wir

Niko­lo, bum, bum, der Niko­lo geht um!

BAY am 04.12.2025

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Für viele Kinder gehört das sehnsüchtige Warten auf den 6. Dezember fest zur Adventszeit. Dann steht der heilige Bischof Nikolaus im Mittelpunkt – jener Mann, der für seinen Einsatz für Menschen in Not verehrt wird. Eine Person, die diese christliche Tradition seit über vier Jahrzehnten lebendig hält, ist Thomas Weggartner. Im Radiostudio sprach er mit Redakteur Wolfgang Bayer über seine besondere Aufgabe.

Tho­mas Weg­gart­ner berich­te­te, dass er bereits mit acht­zehn Jah­ren erst­mals als Niko­laus im bischöf­li­chen Kna­ben­se­mi­nar Burg­hau­sen unter­wegs war. ​„Seit damals hat mich die­ser Dienst nicht mehr los­ge­las­sen“ und des­halb besu­che er – in ver­schie­de­nen Pfar­rei­en und seit vie­len Jah­ren in sei­ner Hei­mat­pfar­rei – unzäh­li­ge Fami­li­en. Beson­ders wich­tig sei ihm dabei, ​„als ech­ter Bischof Niko­laus und nicht als Weih­nachts­mann auf­zu­tre­ten“. Sei­ne Haupt­mo­ti­va­ti­on sei es, die Bot­schaft des hei­li­gen Man­nes zu den Men­schen zu brin­gen: Wär­me, Ermu­ti­gung und Wertschätzung.

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„Niko­lo, bum, bum, der Niko­lo geht um! Drau­ß’n is so huscherl­kalt, der Niko­lo, der kimmt scho bald, und kehrt bei uns g’wiß ei’, drum müaß’ ma recht brav sei’!”

Altes bayerisches Kinderlied

Im Gespräch erklär­te Tho­mas Weg­gart­ner, dass sich der Niko­laus­be­such in Fami­li­en über die Jah­re stark ver­än­dert habe. Frü­her sei er mit­un­ter ​„eine Neben-Attrak­ti­on“ gewe­sen. Heu­te dage­gen wür­den Fami­li­en den Besuch viel bewuss­ter gestal­ten: Man sin­ge mit­ein­an­der, lade Groß­el­tern ein und neh­me sich Zeit. Auch in Kin­der­gär­ten und Schu­len erle­be er neue For­men – etwa Begeg­nun­gen im Wald, die sich in jün­ge­rer Zeit gro­ßer Beliebt­heit erfreuten.

Tho­mas Weg­gart­ner erzähl­te zudem von berüh­ren­den Momen­ten sei­ner lan­gen Tätig­keit. Eine beson­ders ein­drucks­vol­le Erin­ne­rung sei der Besuch bei einem klei­nen Jun­gen gewe­sen, des­sen Vater ver­stor­ben war. ​„Die rich­ti­gen Wor­te zu fin­den, damit ein Kind wie­der Kind sein darf, ist eine gro­ße Her­aus­for­de­rung“, sag­te er. Gleich­zei­tig gebe es immer wie­der humor­vol­le Begeg­nun­gen – etwa wenn Kin­der den Niko­laus mit schlag­fer­ti­gen Kom­men­ta­ren überraschen.

Für Kinder: Nikolausgeschichten und Ausmalbilder

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