Wie in den vergangenen Jahren wird sie in großer ökumenischer Gemeinschaft gestaltet. Es laden dazu ein Prodekan Philipp Höppler, Lalling, Pfarrerin Astrid Sieber, Plattling, Diakon fr. Symeon Maria Fiegler OSB, Niederalteich, Pfarrer i.R. Alfons Eiber, Osterhofen, und Pfarrerin Susanne Kim, Bogen. Nach der Flusssegnung an der Fähranlegestelle führt eine Lichterprozession zur Basilika zum Vespergottesdienst, bei dem Prodekan Philipp Höppler die Predigt halten wird.
Musikalisch begleiten die Feier der Chorkreis Niederalteich, unter Leitung von Alexander Gsödl mit dem Organisten Christian Knödl und der ev. Posaunenchor Hengersberg/Bogen unter Leitung von Wittich Winkler. Die Teilnehmer werden gebeten, Kerzen oder Laternen mitzubringen.
Hintergrund zur Donausegnung
Die Ökumenische Donausegnung ist über die drei Jahrzehnte der jährliche Höhepunkt der monatlichen ökumenischen Schöpfungsgebete in Niederalteich. Sie nimmt die altehrwürdige Tradition der Ostkirche auf, wonach am Fest der Taufe Jesu die strömenden Wasser gesegnet werden. Die wirkmächtigen Worte der Segnung, bei der ein Kreuz drei Mal in die Donau geworfen wird, sind der orthodoxen Wasserweihe an Epiphanie entnommen. Seit mehreren Jahren gibt es am selben Tag auch eine ökumenische Donausegnung in Regensburg an der Steinernen Brücke, eine Ilzsegnung in Fischhaus und eine Segnung der Salzach in Burghausen.
Der Ökumenische Aktionskreis „Lebendige Donau“ freut sich, dass die Schöpfungsgebete am Niederalteicher Donaukreuz an jedem letzten Sonntag des Monats um 17 Uhr über all die Jahre ihre Anziehungskraft behalten haben. Sie waren im vergangenen Jahr 2025 erneut mehrfach geprägt von der Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus. Diese hat seit der Veröffentlichung vor 10 Jahren viele der Donaugebete inspiriert. Ebenso wurde das Gedenken an die Hinrichtung Dietrich Bonhoeffers durch das Nazi-Regime vor 80 Jahren mehrmals aufgenommen. Theologischen Aussagen von ihm zum politischen Widerstand haben verschiedenste Donaugebete zitiert.
Dazu kam im vergangenen Jahr die Verbindung mit den Aktionen zur Eröffnung vor 20 Jahren des VIA NOVA – Pilgerweges in der niederbayerischen Region. Sie standen ganz unter dem Leitwort des Hl. Jahres der katholischen Kirche „Pilger der Hoffnung“. 2026 werden sich mehrere Donaugebete mit dem weltweiten Gedenken des 800. Todestages vom Heiligen Franz von Assisi verbinden. Sein Leben und seine Worte haben vom ersten Gebet am Donauufer an zur Liebe und Achtung vor Gottes Schöpfung aufgerufen.
Text: Marlis Thalhammer


