Bistum

Passauer Krippenweg

Armin Berger am 27.11.2025

Info Icon Bild: Wolfgang Bayer / pbp
Im Schaufenster des Domladens kann die Krippe aus der Partnerstadt Cagnes-sur-Mer bestaunt werden.

Krippe aus der Partnerstadt Cagnes-sur-Mer eröffnet den Passauer Krippenweg. Seltene provenzalische Tonfiguren sind in der Adventszeit im Schaufenster des Domladens zu sehen.

Der Pas­sau­er Krip­pen­weg ist eröff­net – und star­tet heu­er mit einem beson­de­ren Schatz: Im Schau­fens­ter des Dom­la­dens ist eine pro­ven­za­li­sche Krip­pe aus der fran­zö­si­schen Part­ner­stadt Cagnes-sur-Mer zu bestau­nen. Sie bil­det die ers­te von 26 Krip­pen, die ent­lang der Schau­fens­ter­rou­te durch Alt- und Innen­stadt zu ent­de­cken sind.

Info Icon Bild: Armin Berger / pbp
Dompropst Dr. Michael Bär (links) und Heinz Bauer, Ehrenpräsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft Passau, freuen sich, dass die Krippe wieder öffentlich zugänglich ist.

Die rund 50 Ton­fi­gu­ren, soge­nann­te San­tons, stel­len nicht nur die Hei­li­ge Fami­lie, Hir­ten und Tie­re dar, son­dern vor allem Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie Hand­wer­ker in tra­di­tio­nel­len süd­fran­zö­si­schen Trach­ten. Die Krip­pe zeigt das all­täg­li­che Leben, das sich um das bibli­sche Gesche­hen grup­piert – genau das ist die Absicht einer Krip­pe“, erklärt Dom­propst Dr. Micha­el Bär, der sich über die Prä­sen­ta­ti­on im Dom­la­den beson­ders freut. Eini­ge Figu­ren erin­ner­ten sogar an nea­po­li­ta­ni­sche Krip­pen: Da gibt es klei­ne Schwein­chen, Hun­de, ele­gant geklei­de­te Paa­re, jede Figur erzählt eine eige­ne Geschichte.“

Ein Geschenk der Partnerstadt

Die Krip­pe kam bereits im Dezem­ber 1981 nach Pas­sau. Damals pfleg­ten Mit­glie­der der Deutsch-Fran­zö­si­schen Gesell­schaft und enga­gier­te Pas­sau­er Fami­li­en, dar­un­ter die Fami­li­en Preuß und Kina­te­der, einen engen Aus­tausch mit der Part­ner­stadt, unter ande­rem, indem sie Christ­bäu­me und Care­pa­ke­te für bedürf­ti­ge Fami­li­en nach Süd­frank­reich brachten.

Die Bür­ger von Cagnes-sur-Mer woll­ten sich irgend­wann revan­chie­ren“, erin­nert sich Heinz Bau­er, Ehren­prä­si­dent der Deutsch-Fran­zö­si­schen Gesell­schaft Pas­sau. Sie haben damals eine Sam­mel­ak­ti­on des Part­ner­schafts­ko­mi­tees gestar­tet und von dem Geld die­se Krip­pe mit ihren etwa 50 Ton­fi­gu­ren gekauft.“ Die Über­ga­be an die Pfar­rei St. Paul erfolg­te, unter ande­rem im Bei­sein von Bischof Anto­ni­us Hof­mann und Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Emil Brichta.

Info Icon Foto: Archiv der Deutsch-Französischen Gesellschaft Passau / restauriert mit Adobe Firefly
In Passau fand die Krippe aus Südfrankreich ihren würdigen Platz in der Pfarrkirche St. Paul. Zur Eröffnung kamen im Dezember 1981 neben Bischof Dr. Antonius Hofmann und Oberbürgermeister Dr. Emil Brichta auch Stadtpfarrer Dr. Otto Mochti, Dompfarrer Franz Kufner und Stadtrat Max Mühldorfer.

Zunächst wur­de die Krip­pe in St. Paul auf­ge­baut, spä­ter jedoch ver­schwand sie wahr­schein­lich in einem Depot, bis sich Ver­eins­mit­glied Mari­an­ne Kret­schmer auf die Suche mach­te, so Bau­er: Sie hat sie tat­säch­lich wie­der­ge­fun­den. Seit­dem zeig­ten wir die Krip­pe regel­mä­ßig bei unse­ren Niko­laus­fei­ern.“ Nun ist sie erst­mals Teil des Pas­sau­er Krippenwegs.

Der Radiobeitrag dazu zum Nachhören:

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Windmühle, Handwerker, Alltagsszenen

Eine klei­ne Beson­der­heit sticht im Schau­fens­ter sofort ins Auge: eine Wind­müh­le. Wind­müh­len sind in Süd­frank­reich typisch“, erklärt Bau­er. Des­halb sei sie als mar­kan­tes Ele­ment Teil der Krip­pe geworden.

Für vie­le Besu­chen­de dürf­te gera­de die Ver­bin­dung von bibli­scher Sze­ne­rie und leben­di­gen All­tags­sze­nen den beson­de­ren Reiz aus­ma­chen. Mit ihren kunst­voll bemal­ten Figu­ren und der lie­be­vol­len Gestal­tung ist die Krip­pe eine der außer­ge­wöhn­li­chen Sta­tio­nen des dies­jäh­ri­gen Krippenwegs.

Weitere Krippen aus aller Welt

Der Pas­sau­er Krip­pen­weg prä­sen­tiert 26 Krip­pen aus ver­schie­dens­ten Län­dern und in unter­schied­lichs­ten Mate­ria­li­en – von Holz, Glas und Kera­mik bis zu Wol­le, Zinn oder sogar Scho­ko­la­de. Die Band­brei­te reicht vom tra­di­tio­nel­len Kunst­hand­werk bis zu moder­nen Interpretationen.

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