Foto: Uschi Friedenberger
Die Tussetkapelle in Philippsreut wurde einst in Erinnerung an die ursprüngliche Tussetkapelle im böhmischen Obermoldau errichtet – Nun ist auf ungewöhnlichem Weg unter ungeklärten Umständen eine Muttergottes dort eingezogen.
Philippsreut. Das Leben verläuft manchmal auf höchst ungewöhnlichen Pfaden. Eine unglaubliche Begebenheit hat sich jüngst um die Tussetkapelle in Philippsreut (Pfarrverband Haidmühle) zugetragen. Eine berührende Geschichte, die zu Herzen geht.
Die Anfahrt zu diesem schmucken Gotteshaus erfolgt durch die schöne Bayerwald-Landschaft auf eine Höhe von 981 Metern ins Dreiländereck von Deutschland, Österreich und Tschechien. Allein schon die Geschichte dieser Kapelle an sich ist spannend. Das Original der Tussetkapelle steht nämlich vor einer Felskulisse auf dem Tussetberg jenseits der Staatsgrenze im Böhmerwald. Bis zum 2. Weltkrieg war sie ein beliebtes Wallfahrtsziel gläubiger Böhmerwäldler. Nach der Vertreibung der Menschen aus dem Böhmerwald und Errichtung von Grenzsperren landete die Kapelle im entvölkerten Teil des Grenzstreifens. Heimatvertriebene aus dem Umkreis des Tussetberges hatten schließlich die Idee, einen originalgetreuen Nachbau zu erstellen. Und so entstand auf Initiative des Vertriebenen Emil Weber in Philippsreut die neue Tussetkapelle als Abbild des Originals aus dem Böhmerwald.
Der damalige Passauer Bischof Franz Xaver Eder hat sie …

