Foto: Maria Müller
Das Wetter hat es mit den Pilgern aus dem neu gegründeten „Pastoralen Raum Pocking“, gut gemeint. An dem wunderbar sonnigen Samstag am 19.09.2026 haben sich fast 50 Pilgerinnen und Pilger aus Pocking, Rotthalmünster, Bad Füssing, Bad Griesbach und Haarbach aufgemacht, um von Kirchham nach Parzham zu gehen.
Die neue Struktur des Pastoralen Raums in der kath. Kirche soll eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Pfarrverbänden ermöglichen und stärken. So entstand auch die Idee, sich ganz real gemeinsam auf den Weg zu machen. Die Pilgerbegleiter aus dem Pastoralen Raum hatten dazu jeweils eine Station mit Themen aus dem Leben des Hl. Franz von Assisi vorbereitet.
Am Morgen versammelte man sich in der Kirche St. Martin in Kirchham, betete den Pilgersegen und bekam ein Pilgerkreuz als Zeichen für Gottes Begleitung auf unseren Lebenswegen. In regem Gespräch war die erste Etappe bis nach Rotthalmünster leicht bewältigt. Nach einer kleinen Pause kehrten die Pilger in der Wieskapelle ein. Die Geschichte dieser Kapelle ist verbunden mit dem Gedächtnis der Kriege in unserem Land und so erzählte Gemeindereferent Josef Zwicklbauer von der Friedensmission des Hl. Franziskus, der während eines Kreuzzuges den Sultan aufsuchte, um Frieden zu schaffen. Von Franziskus können wir lernen, über Grenzen hinweg miteinander das Gespräch zu suchen.
Foto: Maria Müller
Auf dem weiteren Weg Richtung Asbach auf der Via Nova lud Pilgerbegleiter Frank Bosch um mit allen Sinnen wahrzunehmen zu einem Abschnitt im Schweigen ein.
In Asbach wurde die Gruppe mit Kuchen und Kaffee zur Mittagspause empfangen, bevor sie nach einer kurzen Kirchenführung der Frage nachgegangen ist, was Kirche-Sein bedeutet. Die Pilgerbegleiter Gabi Bruckmeier und Hans Mandlmaier hatten diese Impulse für uns vorbereitet. Es war leicht, an diesem wunderbaren Tag auf der Brücke über die Rott das Lob Gottes mit dem Sonnengesang zu singen.
Man glaubt kaum, dass Franz von Assisi dieses jubelnde Lied in einer seiner bedrängtesten Zeiten, als er schon fast blind und von Krankheit geplagt war, einem Begleiter diktiert hatte.
Foto: Maria Müller
Schon nahe an Parzham lud Pilgerbegleiterin Reserl Asbeck bei der heimeligen Kapelle „Maria im Thal“ dazu ein, am Beispiel von Franziskus darüber nachzudenken, was wir denn wirklich zum Leben brauchen und was uns zufrieden und glücklich macht.
Zufrieden und glücklich sind schließlich auch alle am Bruder-Konrad-Hof in Parzham angekommen. Bei einem abschließenden Gebet in der Stube wurde das Vater-unser mit Gedanken des Hl. Franziskus meditiert. Pastoralreferentin Maria Müller bedankte sich bei allen Pilgern für das gute Miteinander sowie bei den Pilgerbegleiterinnen, die alle so gut für diesen Tag gesorgt hatten.
Mit guter Stimmung und fröhlichen Gesprächen ließen die Pilgerinnen bei einer kleinen Brotzeit im Bruder-Konrad-Hof den Tag ausklingen, bevor sie der Bus zum Ausgangspunkt in Kirchham zurückbrachte.
Alle waren sich einig: dass dies ein rundum gelungener Tag war, der sich hoffentlich auch im nächsten Jahr wiederholen lässt.
Text: Maria Müller

