Foto: Resi Hanreich
Einen besonderen Höhepunkt der Maria-Hilf-Woche im Bistum Passau erlebte die Wallfahrtskirche Stubenberg am Sonntagabend. Bei herrlichem Sommerwetter konnte Pfarrer Dr. Florian Schwarz den Passauer Bischof Dr. Stefan Oster SDB zur feierlichen Pontifikal-Marienandacht willkommen heißen.
Gemeinsam mit Domdekan Dr. Hans Bauernfeind, Diakon Andreas Ragaller, Diakonanwärter Iona Fecheta sowie den Ministrantinnen und Ministranten des Pfarrverbandes Ering zog der Bischof feierlich in die Wallfahrtskirche ein. Die musikalische Gestaltung übernahm der Pfarrverbandschor. Mit dem Stubenberger Wallfahrtslied wurde die Andacht eröffnet. In seiner Begrüßung zeigte sich Pfarrer Florian Schwarz erfreut über den Besuch des Passauer Oberhirten und würdigte dessen Kommen als Zeichen der Verbundenheit mit der Wallfahrtsgemeinde.
Anschließend hieß die Gesamt-PGR-Vorsitzende Maria Gibis Bischof Stefan Oster, Domdekan Dr. Hans Bauernfeind und alle Mitfeiernden herzlich willkommen. Sie dankte dem Bischof, dass er im Rahmen der Maria-Hilf-Woche nach Stubenberg gekommen war. Die Wallfahrtskirche sei seit jeher ein Ort, an dem die Gläubigen die Gottesmutter verehren und ihr ihre Anliegen anvertrauen. Maria sei Vorbild im Glauben, Mutter der Kirche und Mutter aller Christen. Sie führe die Menschen immer tiefer zum Glauben und zu ihrem Sohn Jesus Christus. In seinem Grußwort erinnerte Bischof Dr. Stefan Oster daran, dass er vor elf Jahren die Maria-Hilf-Woche im Bistum Passau ins Leben gerufen habe. Seither richte sich in diesen Tagen der hoffnungsvolle Blick der Gläubigen auf Maria, die Hilfe der Christen. Sie schenke Orientierung, Zuversicht und begleite die Menschen auf ihrem Glaubensweg. Das Evangelium verkündete Diakon Andreas Ragaller.
In seiner Predigt stellte Bischof Oster die Gottesmutter Maria als Vorbild des Glaubens und des Vertrauens auf Gott in den Mittelpunkt. Wer ein inniges Verhältnis zu ihr pflege, finde leichter zu einer tieferen Beziehung zu Jesus Christus und gewinne Sicherheit im eigenen Glauben. Maria wolle nie auf sich selbst verweisen, sondern die Menschen zu ihrem Sohn führen. Der Bischof ermutigte die Gläubigen deshalb, durch das Gebet eine lebendige Beziehung zur Gottesmutter aufzubauen und den Glauben im Alltag glaubwürdig zu leben. Im weiteren Verlauf der Andacht erinnerte Pfarrer Dr. Florian Schwarz daran, dass die Kirche auch heute Frauen und Männer brauche, die bereit seien, dem Ruf Gottes zu folgen. Gemeinsam mit der Gottesdienstgemeinde wurde deshalb das Gebet um geistliche Berufungen gesprochen. Die Anrufungen Mariens wurden von Sidsil Friedlmeier und Hans Niedermeier gesungen.
Anschließend betrachteten betend Pfarrer F. Schwarz und Pfarreisprecherin von Stubenberg, Petra Held gemeinsam mit den Gläubigen die Rosenkranzgeheimnisse. Es folgt das gemeinsame Gebet zur Maria-Hilf-Woche mit Bischof Stefan. Zum Abschluss sprach stellvertretender Gesamt-PGR-Vorsitzender Tobias Scheiblhuber herzliche Worte des Dankes. Er bedankte sich bei Bischof Dr. Stefan Oster für dessen Besuch und die eindrucksvollen Gedanken der Predigt. Diese hätten deutlich gemacht, wie wichtig es sei, Maria nachzufolgen, zu ihr zu beten und eine vertrauensvolle Beziehung zu ihr aufzubauen.
Sein Dank galt ebenso Domdekan Dr. Hans Bauernfeind, Pfarrer Dr. Florian Schwarz, Diakon Andreas Ragaller, den Ministrantinnen und Ministranten, allen liturgischen Diensten sowie den zahlreichen Gläubigen, die trotz der hochsommerlichen Temperaturen nach Stubenberg gekommen waren. Gleichzeitig lud er zum Stehempfang ein, den der Frauenbund Stubenberg vorbereitet hatte. Den feierlichen Schlusspunkt setzte der gemeinsame Gang von Bischof Dr. Stefan Oster, Pfarrer Dr. Florian Schwarz und Diakon Andreas Ragaller zum Marienaltar. Mit dem Marienlied „Segne du, Maria“ ehrte die Gemeinde die Gottesmutter und beendete eine eindrucksvolle Pontifikal-Marienandacht, die als Höhepunkt der diesjährigen Maria-Hilf-Woche den Gläubigen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Text und Bild: Resi Hanreich


