Das glauben wir

Jeder ist Adressat!

Redaktion am 16.01.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Der erste Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth kann als Segenswunsch angesehen werden. Paulus richtet sich darin an die Kirche Gottes, in der jeder ein berufener Heiliger ist und die Gemeinschaft mitgestaltet. Für uns heute bedeutet das: Auch ich bin ein Adressat! Ein Impuls zum 18. Januar 2026 von Pfarrer Peter Kieweg.

Die zwei­te Lesung schenkt uns an die­sem ers­ten grü­nen Sonn­tag des Kir­chen- und Kalen­der­jah­res den Anfang des ers­ten Brie­fes des Apos­tels Pau­lus an die Gemein­de in Korinth: Absen­der, Adres­sat und Gruß. Rei­ne Form­sa­che? — Auch, aber eine mit bereits viel Gehalt. Der, oder bes­ser die Absen­der: Pau­lus bezeich­net sich als durch Got­tes wil­len beru­fe­nen Apos­tel Chris­ti Jesu“ und hält fest, dass er nicht allein arbei­tet, son­dern in com­mu­nio; für die Abfas­sung des Brie­fes und des­sen Inhalt zeich­net sich bei­spiels­wei­se Bru­der Sóste­he­nes mitverantwortlich.

Der Brief rich­tet sich an die Kir­che Got­tes, die in Korinth ist“, deren Glie­der als Gehei­lig­te in Chris­tus Jesus“ bezeich­net wer­den, als beru­fe­ne Hei­li­ge“ — und zugleich erfährt die Adres­se eine Aus­wei­tung: dass sich alle ange­schrie­ben füh­len dür­fen, die Jesu Namen anru­fen, also auch wir, nicht nur ört­lich, son­dern vor allem zeit­lich weit ent­fernt. Der Gruß schließ­lich ist viel mehr als nur ein höf­li­ches Hal­lo“, der Gruß ist Segens­wunsch, Gebet: Gna­de sei mit euch und Frie­de!“ So ken­nen wir es von der Lit­ur­gie her, aber auch von unse­rer baye­ri­schen Gepflo­gen­heit des Grüß Gott“ — Gott seg­ne Dich, er seg­ne unse­re Begeg­nung, unser Miteinander!“

Ihnen entgeht ein toller Beitrag!

Ohne die Ver­wen­dung von Coo­kies kann die­ser Bei­trag nicht ange­zeigt wer­den. Coo­kies sind klei­ne Datei­en, die von Ihrem Web­brow­ser gespei­chert wer­den, um Ihnen ein opti­ma­les Erleb­nis auf die­ser Web­site zu bieten.

Wir sehen: Bereits viel Inhalt in die­sen For­ma­li­en. Und da kommt ja im eigent­li­chen Brief­kor­pus noch so viel, etwa die Rede von Chris­tus als dem Gekreu­zig­ten („Got­tes Kraft und Got­tes Weis­heit“), das Kir­chen­bild vom Leib mit den vie­len Glie­dern, die über­lie­fer­ten ers­ten Glau­bens­be­kennt­nis­se (Jesus als der Herr, das Zeug­nis von der Auf­er­ste­hung), der ältes­te Bericht über das Letz­te Abend­mahl, nicht zuletzt das Hohe­lied der Liebe.

Der Brief­an­fang, den wir an die­sem Sonn­tag hören, könn­te uns doch dazu ver­an­las­sen, eine Bibel zu neh­men, die­se auf­zu­schla­gen und die­ses kost­ba­re Glau­bens­zeug­nis ganz zu lesen. Denn, so sag­ten wir zu Beginn, auch ich bin ein Adres­sat, ein beru­fe­ner Hei­li­ger. Die­se Beru­fung zur Hei­lig­keit will ja gelebt wer­den, unter ande­rem durch das Lesen der Hei­li­gen Schrift, der­art, dass sie zur Begeg­nung wird, unse­re Bezie­hung zu Gott ver­tieft. Des­halb soll­ten wir vor allem die­sen Brief so lesen: Weni­ger fra­gend, was Pau­lus den Korin­thern damals sagen woll­te, son­dern: Was will Gott mir heu­te ins Herz geben, in mein auf ihn hören­des Herz?

Peter Kie­weg
Pfar­rer Pfarr­ver­band Vilshofen

Weitere Nachrichten

Das glauben wir
13.02.2026

Freiheit ist kein Autopilot!

Die Predigt zum 15. Februar 2026 von Studentenpfarrer Peter Kunz zum Thema "Frei sein im christlichen Sinn".

Soziales
12.02.2026

Hoffnung zwischen Olivenhainen

Dokumentation des Regionalfernsehens Oberbayern über die Arbeit von Diakon Günther Jäger auf Lesbos.

Bistumsblatt
12.02.2026

„Aufs Ganze gehen“

Sich ganz Gott anvertrauen – Frauen und Männer, die sich ...

Kirche vor Ort
12.02.2026

Licht-Andachten „ganz menschlich“

Zu Beginn der Fastenzeit bietet die Pfarrei Heiligkreuz die Möglichkeit über ...