Das glauben wir

Kommt her, mir nach!

Redaktion am 23.01.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Was bewegt Menschen dazu, so wie die Jünger damals Jesus radikal nachzufolgen? Bei vielen ist es eine tiefe Sehnsucht nach dem Licht, das von ihm ausgeht. In Jesu einfachem „Kommt her, mir nach“ tut sich ein Weg auf – von der Dunkelheit ins Licht. Wir müssen diesem Ruf nur folgen. Mehr dazu von Gemeindereferent Florian Kandler in seinem Impuls zum 25. Januar 2026.

Das Evan­ge­li­um die­ses Sonn­tags ver­bin­det Erin­ne­rung, Hoff­nung und Auf­bruch. Wir schla­gen eine Brü­cke der Erin­ne­rung an ein dunk­les Kapi­tel der Geschich­te: In der Erfah­rung von Ver­schlep­pung und Fremd­herr­schaft flammt die Hoff­nung nach Ret­tung auf. ​„Das Volk, das in der Fins­ter­nis ging, sah ein hel­les Licht; über denen, die im Land des Todes­schat­tens wohn­ten, strahl­te ein Licht auf.“, sagt Jesa­ja ver­hei­ßungs­voll zu. 

Durch Jesus wird die­se licht­vol­le Ver­hei­ßung Rea­li­tät. ​„Kehr um! Denn das Him­mel­reich ist nahe“ ver­kün­det er nun. Die Zeit der Fins­ter­nis ist vor­bei für jene, die Jesus nach­fol­gen. Hoff­nung macht sich breit – Hoff­nung auf das Reich Got­tes, das end­lich anbricht. Und schließ­lich zeich­net uns der Evan­ge­list Mat­thä­us eine beein­dru­cken­de Sze­ne­rie: Die Beru­fung der ers­ten Jün­ger. Es trifft die Brü­der Simon und Andre­as, und dann Jako­bus und Johan­nes – Fischer, die ihre Arbeit am See Gene­za­reth ver­rich­ten. Mit­ten ins täg­li­chen Gesche­hen hin­ein erfolgt der Ruf der Nach­fol­ge. Ein Auf­ruf genügt, und die Män­ner bre­chen auf — las­sen ihre Net­ze lie­gen, las­sen ihre Arbeit, ihr altes Leben zurück, um Jesus nachzufolgen.

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Was mag Men­schen zu so einem radi­ka­len Schritt bewe­gen? Da muss eine Sehn­sucht sein, tief in ihnen. Viel­leicht ist dort ein dunk­les Gefühl, die Erin­ne­rung an die Fins­ter­nis – und mit Jesus strahlt plötz­lich die­ses hel­le Licht auf. In sei­nem ein­fa­chen ​„Kommt her, mir nach“ tut sich für sie ein Weg auf – von der Dun­kel­heit ins Licht. Wenn ich mich so in die Jün­ger hin­ein­ver­set­ze, kommt unwei­ger­lich die Fra­ge auf: Wel­che dunk­len Erin­ne­run­gen, und gleich­sam wel­che Sehn­süch­te lie­gen in mir? Wie sieht mei­ne Hoff­nung auf so eine licht­vol­le Begeg­nung mit dem Herrn aus? 

Lie­be Schwes­tern und Brü­der – Jesus ruft uns, Sie und mich, in sei­ne Nach­fol­ge. Er ruft uns, aus der Fins­ter­nis her­aus­zu­tre­ten ins Licht. Er ruft uns, selbst Trä­ger sei­nes Lich­tes zu sein – und das Reich Got­tes Wirk­lich­keit wer­den zu las­sen, hier und heu­te, in die­ser Welt. Ich wün­sche uns allen eine gro­ße Por­ti­on Mut, die Dun­kel­heit hin­ter uns zu las­sen, uns anste­cken zu las­sen von Jesu Licht – und sei­nen Ruf zu hören.

Flo­ri­an Kand­ler
Gemein­de­re­fe­rent

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