Foto: Stefanie Hintermayr/pbp
Herr, lehre uns beten! – Das baten die Jünger einst Jesus. Denn Beten lernt man auch nur durchs Tun selbst. Und zwar ohne Show und perfekte Sätze, sondern einfach ehrlich. Beim Beten braucht es schließlich nur: Dich! Ein Impuls zum 27. Juli 2025 von Studentenpfarrer Peter Kunz.
‚Herr, lehre uns beten.‘ Das haben die Jünger damals gesagt – und ganz ehrlich: Ich versteh’s. Denn Beten ist gar nicht so einfach, wie viele denken. Und viele beten heute… gar nicht mehr. Klar, es gibt diesen Spruch: Not lehrt beten. Aber mal ehrlich: Not lehrt auch fluchen, zweifeln oder weglaufen. Beten lernt man anders. Nicht automatisch durch Krisen – sondern durch Menschen, die es tun. Und durchs Tun selbst. Beten lernt man nur beim Beten.
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Viele denken beim Beten an Wunschzettel: ‚Lieber Gott, mach dass der Chef nett ist, die Bahn pünktlich und ich keine Steuererklärung machen muss. Amen.‘ Aber Gebet ist kein Wunschautomat. Sondern Beziehung. Ein Gespräch – mit dem, der mich geschaffen hat. Der mich kennt. Und gerade deshalb auch zuhört.
Der wahre Wert des Gebets ist nicht, was ich bekomme – sondern, dass ich gehört werde. Dass ich nicht allein bin. Dass da jemand ist, der mein Chaos aushält. Und mein Herz kennt – besser als ich selbst.
Also: Fang an! Ehrlich. Einfach. Ohne Show. Gott braucht keine perfekten Sätze. Nur dich. Denn: Wer betet, steht nicht mehr allein, sondern vor Gott. Und das ist der Anfang von allem.
Peter Kunz
Studentenpfarrer

