Das glauben wir

Gott kommt: Seid wachsam!

Redaktion am 28.11.2025

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Seid wachsam, „denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.“ So lautet die Botschaft aus dem Sonntagsevangelium zum 1. Advent am 30. November. Manchmal kommt Gott unerwartet, leise und nicht sofort auf den ersten Blick erkennbar. Also: Seid wachsam! Ein Impuls zum 1. Adventssonntag 2025 von Pastoralreferentin Magdalena Dobler.

In letz­ter Zeit fällt mir beim Spa­zie­ren­ge­hen immer häu­fi­ger etwas auf: Kame­ras. An Häu­sern, die auf Ein­fahr­ten und Gär­ten bli­cken. Oder klei­ne Gerä­te neben der Tür­klin­gel, die jeden regis­trie­ren – sei es ein Gast oder ein Paket­bo­te. Und auf Park­plät­zen erfas­sen Kame­ras bereits die Auto­kenn­zei­chen. Wach­sam sein im Sin­ne von Über­wa­chen ist heu­te sehr ver­brei­tet. Es ist eine Wach­sam­keit, die miss­trau­isch schaut: Wer nähert sich dem Haus? Wer nimmt viel­leicht etwas weg? Wer parkt zu lange? 

Und dann lese ich im Evan­ge­li­um Jesu Wor­te: ​„Seid wach­sam.“ Auf ein­mal klingt die­ses Wort ganz anders – nicht tech­nisch, son­dern exis­ten­zi­ell. 
Jesus erzählt im Sonn­tags­evan­ge­li­um vom Kom­men des Men­schen­sohns. Er sagt, von zwei Men­schen, die neben­ein­an­der arbei­ten, wird einer mit­ge­nom­men und einer zurück­ge­las­sen. Ein befremd­li­ches Bild. War­um wer­den nicht alle mit­ge­nom­men? War­um die­se Tren­nung? Han­delt es sich um einen dro­hen­den Gott, der die Rich­ti­gen erwählt und die Fal­schen zurück­lässt? Nein. Ein sol­cher Glau­be wäre kei­ne Fro­he Bot­schaft. Got­tes Gna­de ist für alle da. 

Ihnen entgeht ein toller Beitrag!

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Jesus meint etwas Ande­res. Er sagt: ​„Seid wach­sam – denn der Men­schen­sohn kommt.“ Und ich höre dar­in: Der Men­schen­sohn kommt – und er ist schon da. Aber wenn ihr nicht bereit seid, bleibt sein Kom­men unbe­merkt. Dann ver­passt ihr ihn. Es geht also um die inne­re Hal­tung, um den Glau­ben und ein offe­nes Herz für Got­tes Kom­men. Jesu Mah­nung ist kei­ne Dro­hung. Es ist ein Weck­ruf. Er warnt davor, dass das Gute geschieht und wir es über­se­hen. Dass eine Chan­ce da ist auf eine gute Tat, auf ein gutes Wort, auf eine klei­ne Ver­än­de­rung – und wir sie nicht ergreifen. 

Der Advent ist eine gute Zeit dafür, wie­der mehr auf Got­tes Kom­men in der Welt zu ach­ten. Manch­mal steht Gott vor der eige­nen Haus­tür, auch wenn wir ihn nicht mit den Augen sehen. Wenn es dafür eine Über­wa­chungs­ka­me­ra gäbe, das wäre eine tol­le Erfindung. 

Sei­en Sie wach­sam für Got­tes Dasein in der Welt. ​„Denn der Men­schen­sohn kommt zu einer Stun­de, in der ihr es nicht erwar­tet.“ 
Ich wün­sche Ihnen eine geseg­ne­te Adventszeit!

Mag­da­le­na Dobler
Pas­to­ral­re­fe­ren­tin

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