Foto: Stefanie Hintermayr / pbp
Nicht auf den Ehrenplatz, sondern – im Gegenteil – auf den wirklich letzten Platz hat sich Jesus begeben. Er ist für uns ans Kreuz gegangen. Von dort aber hat ihn Gott schließlich zum Leben erhöht. Jesu Beispiel sollten auch wir heute folgen und uns gegen das Unrecht in unserer Welt einsetzen. Ein Impuls zum 31. August 2025 von Studentenpfarrer Peter Kunz.
Kennst du das? Du setzt dich in ein Restaurant an den letzten freien Tisch – und dann ruft der Kellner quer durch den Raum: „Der ist reserviert!“ Alle schauen. Und du fühlst dich: fehl am Platz. So eine Szene ist harmlos – aber sie erinnert an Erfahrungen, die wirklich wehtun können. Wenn du im Schulsport immer als Letzter gewählt wirst. Wenn du bei Bewerbungen nur Absagen bekommst. Oder wenn alle anderen eingeladen sind – nur du nicht.
Jesus erzählt heute ein Gleichnis, das genau solche Momente aufgreift. Er spricht von Menschen, die oft übersehen werden: den Armen, den Kranken, denen ohne Einfluss. Und er lädt uns ein: „Schau auf die Welt. Schaut ihnen in die Augen.“
Ihnen entgeht ein toller Beitrag!
Wer sitzt in deinem Umfeld immer auf den „letzten Plätzen“? Wer wird übergangen, ausgelacht, vergessen? Und was kannst du tun, um jemandem zu zeigen: Du bist nicht allein. Du bist wertvoll.
Aber das ist mehr als nur gute Moral. Denn Jesus selbst hat das gelebt: Er hat nicht auf dem Ehrenplatz gesessen. Er ist ans Kreuz gegangen – auf den wirklich letzten Platz. Und von dort hat Gott ihn erhöht – zum Leben. Genau deshalb macht es Sinn, gegen das Unrecht und die Ausgrenzung in dieser Welt aufzustehen. Weil Gott selbst es getan hat. Und weil seine Liebe gerade dort beginnt, wo Menschen am Rand stehen.
Ich lade dich ein: Nimm dir diese Woche vor, jemanden bewusst einzuladen, wertzuschätzen oder aufzurichten. Denn so kommt ganz gewiss ein Stück Himmel auf die Erde.
Peter Kunz
Studentenpfarrer



