Das glauben wir

Das Salz der Erde

Redaktion am 06.02.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Was wäre unser Leben ohne Salz?! Das elementare Würzmittel ist lebensnotwendig. Und was Salz in der Küche ist, sind wir Christen für die Menschheit. Schweiß der Nächstenliebe, Tränen des Mitleids und Blut der Märtyrer sind Beispiele dafür, wo Christen Salz in die Welt geben. Durch uns soll die Welt Geschmack am wahren Leben finden. Ein Impuls zum 8. Februar 2026 von Dompropst Michael Bär.

Da schmeckt der schöns­te Gickerl nicht“ höre ich mei­nen Vater sagen, als er von sei­ner Sol­da­ten­zeit in Russ­land erzählt. Es gab zwar immer was zu Essen, aber es kamen auch Zei­ten, da war ein­fach kein Salz auf­zu­trei­ben.“ Ihr seid das Salz der Erde“, spricht Jesus sei­ne Jün­ger, uns an. Wir ver­lei­hen dem Leben einen unver­wech­sel­ba­ren, uner­setz­li­chen Geschmack. Wür­den wir Chris­ten feh­len, dann wäre die Welt schal, lang­wei­lig, ja bei­na­he ungenießbar.

Immer wie­der ver­neh­me ich von Kol­le­gen aus den neu­en Bun­des­län­dern, dass den Men­schen dort, die nicht an Gott glau­ben, nichts fehlt, sie fin­den ihr Leben nicht schal, lang­wei­lig oder gar unge­nieß­bar. Sie rich­ten es sich nach ihren Mög­lich­kei­ten so ein, dass es ihnen gefällt – auch ohne den Glau­ben an Jesus Chris­tus. Was brin­gen wir mit unse­rem Glau­ben in die Gesell­schaft und auch in unser eige­nes Leben ein? Wel­che Wür­ze geben wir hin­zu, damit es uns und ande­ren ein seli­ges MMH ent­lockt. Du schmeckst mir?

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Jesus spricht vor allem von den guten Wer­ken, die Chris­ten voll­brin­gen. Das Tei­len ist für uns enorm wich­tig. Der Sie­ges­zug des Chris­ten­tums in den ers­ten Jahr­hun­der­ten hing vor allem mit der Cari­tas zusam­men, mit der täti­gen Nächs­ten­lie­be. Die­ser authen­ti­sche, glaub­wür­di­ge Geschmack hat nach­hal­ti­gen Ein­druck hin­ter­las­sen. Kein süßes Gela­ber und Schön­re­den, son­dern hand­fes­tes Zupa­cken im Schwei­ße des Ange­sich­tes — und Schweiß schmeckt salzig. 

Was wir in die Welt ein­brin­gen ist auch das Mit­leid. Wir Chris­ten neh­men das Leid wahr, lei­den mit, ver­su­chen das Leid zu lin­dern. Und bei­zei­ten wei­nen wir auch mit den Trau­ern­den – und Trä­nen schme­cken sal­zig. Wir spa­ren uns zuck­ri­ge Ver­trös­tun­gen. Auch Blut schmeckt sal­zig. Ihr Blut haben die Mär­ty­rer ver­gos­sen aus Lie­be zu Jesus. Am Frei­tag haben wir an Paul Miki und sei­ne Gefähr­ten gedacht, die Ende des 16. Jahr­hun­derts bei einer Chris­ten­ver­fol­gung in Japan gekreu­zigt wurden.

Wie sag­te mein Vater? Es gab Zei­ten, da war kein Salz auf­zu­trei­ben. Hof­fent­lich geschieht das nie mit unse­rem Glau­ben, der Salz für die gan­ze Erde ist. An sei­ne Stel­le wür­de Geschmack­lo­sig­keit tre­ten. Wir Chris­ten sind das Salz der Erde! Schweiß, Trä­nen, ja auch Blut sind Bei­spie­le. Durch uns soll die Welt Geschmack am wah­ren Leben finden.

Micha­el Bär
Dom­propst

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