Bistum

Lorenz Hüttner feiert Priesterjubiläum

Redaktion am 09.07.2025

Info Icon Foto: Albert Hüttner
Lorenz Hüttner beim Segen

Eigentlich war eine große Feier zum 60-Jährigen im Jahr 2020 geplant. Doch das hatte Corona mit den strengen Kontakverboten verhindert. Fünf Jahre später passte alles perfekt. Wie am Tag seiner Primiz wurde Lorenz Hüttner auch bei seinem Jubiläum mit einem Gedicht und Blumen empfangen. Die Aufgabe übernahm Josefine Kolbeck.

In sei­ner Begrü­ßung blick­te Lorenz Hütt­ner auf die Zeit sei­ner Kind­heit zurück. Er freue sich, dass mit der Fei­er die­ses Jubi­lä­ums in Nonn­berg, sei­ner Hei­mat­pfar­rei, ein Kreis schließt. In die­ser Kir­che, auf den Stu­fen des Altars, war bei ihm als Bub der Gedan­ke und der Plan gebo­ren wor­den, Pries­ter zu werden.

Mit elf Jah­ren, im Sep­tem­ber 1945, wur­den sei­ne Eltern vom Orts­pfar­rer ange­spro­chen, dass das Kna­ben­se­mi­nar in Pas­sau ab Sep­tem­ber wie­der sei­ne Pfor­ten öff­net. Lorenz Hütt­ner kann sich noch gut erin­nern, dass ihn sei­ne Mut­ter nach dem Sonn­tags­got­tes­dienst dar­auf ange­spro­chen habe. Er trau­te sich nicht abzu­sa­gen, war es doch sein Wunsch Pries­ter zu werden.

15 Jah­re spä­ter, am 29. Juni 1960, erhielt er im Dom zu Pas­sau die Pries­ter­wei­he. Weni­ge Tage spä­ter, am 5. Juli, fei­er­te er in sei­ner Hei­mat­pfar­rei Nonn­berg Primiz.

Als Koope­ra­tor in Spie­gel­au und Riedl­hüt­te, Prä­fekt im Semi­nar St. Valen­tin in Pas­sau, CAJ Diö­ze­san­ka­plan, Sekre­tär des Gene­ral­vi­kars sowie Dom­vi­kar waren die ers­ten Auf­ga­ben, bevor er in der Pfar­rei Frau­en­au und Buchen­au die ers­te Pfarr­stel­le über­nahm. Von 1977 bis 1987 war er Stadt­pfar­rer in Neuöt­ting, wo er auch ab 1979 als Dekan das Deka­nat Neuöt­ting führ­te. Von 1987 bis 1990 wirk­te er als Dom­ka­pi­tu­lar (Bau- und Kunst­re­fe­rat) in Pas­sau, bevor er vom Bischof Eder zum Gene­ral­vi­kar ernannt wur­de. Nach dem Rück­tritt von Bischof Franz-Xaver Eder führ­te er bis zum Amts­an­tritt von Bischof Wil­helm Schraml die Diö­ze­se Pas­sau als Diö­ze­san­ad­mi­nis­tra­tor. 2004 ging er als Dom­propst in Ruhe.

Für sein bür­ger­li­ches Enga­ge­ment in der Seel­sor­ge wur­de Hütt­ner 1996 mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz ers­ter Klas­se aus­ge­zeich­net, die Stadt Pas­sau zeich­ne­te ihn mit ihrer Bür­ger­me­dail­le aus und schließ­lich erhielt er 2006 den Baye­ri­schen Verdienstorden.

Mar­git Hauf als Vor­sit­zen­de des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes hob bei ihrer Begrü­ßung Hütt­ners Zeug­nis von Treue, Hin­ga­be und Gna­de in 65 Jah­ren Pries­ter­tum her­vor. Zum Fest­got­tes­dienst begrüß­te sie den Nef­fen des Jubi­lars, Pfar­rer i.R. Micha­el Hütt­ner, Dom­ka­pi­tu­lar und Stadt­pfar­rer Heri­bert Schau­er, Dom­propst i.R. Hans Striedl, Prä­lat Erich Bau­mann, Wald­kir­chens Stadt­pfar­rer i.R. Alfred Ebner, Pfarr­kir­chens Stadt­pfar­rer i.R. Hans Eder sowie den Ver­band­pfar­rer Dr. Mar­tin Fohl.

Fest­pre­di­ger Hans Stiedl ging in sei­ner Pre­digt auf die vie­len Jah­re des Pries­ter­tums des Jubi­la­res ein. Er zeig­te noch­mals die Sta­tio­nen sei­nes pries­ter­li­chen Wir­kens auf. Gro­ße Bewun­de­rung schenk­te der Fest­pre­di­ger der Leis­tung, die Hütt­ner bei sei­ner sie­ben­wö­chi­gen Fuß­wall­fahrt auf dem Jakobs­weg nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la vollbrachte.

Musi­ka­lisch wur­de der Got­tes­dienst vom Gerats­kir­che­ner Män­ner­chor unter Lei­tung von Hei­di Dem­mel­hu­ber gestaltet.

In sei­nem Schluss­wort erklär­te Lorenz Hütt­ner, dass er in sei­nem Tes­ta­ment bereits vor zehn Jah­ren fest­ge­schrie­ben habe, dass sein Pri­miz­mess­ge­wand, wel­ches er an die­sem Tag auch trug, sowie der Pri­miz­kelch nach sei­nem Tod an die Expo­si­tur Nonn­berg gehen soll­ten. In den letz­ten Tagen reif­te sein Ent­schluss, dies vor­zu­zie­hen. Unmitt­al­bar nach dem Got­tes­dienst über­gab er bei­des, um es in Nonn­berg zu belassen. 

Zu der anschlie­ßen­den Fei­er im Gast­haus Reißl blick­ten die Gäs­te bei einer Bil­der­prä­sen­ta­ti­on, zusam­men­ge­stellt von Mar­git Hauf, auf die Pri­miz und die bei­den Fei­ern sei­nes 25. und 40. Pries­ter­ju­bi­lä­um zurück.

Neben allen Nef­fen und Nich­ten waren auch die bei­den noch leben­den Geschwis­ter Anni und Albert an die­sem Tag an sei­ner Sei­te. Bei der Fei­er mit dabei war auch der Alt­öt­tin­ger Land­rat Erwin Schneider.

Ein gro­ßer Dank des Jubi­lars galt sei­ner Nich­te, Anne­lie­se Schmi­de­der, die über vie­le Wochen das Fest orga­ni­siert und für die Wün­sche und Belan­ge ihres Onkels immer ein offe­nes Ohr hatte. 

Text: Albert Hüttner 

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