Kirche vor Ort

Kantorentreffen mit Verabschiedung

Redaktion am 27.04.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Verabschiedung von Stiftskapellmeister i.R. Max Brunner, 5.v.r, aus dem Kreis der Kollegen Kantorentreffen des Bistums Passau mit Diözesanmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer, im Beisein von Stadtpfarrer Dr. Klaus Metzl, r. und Stiftskapellmeister Stephan Thinnes, 2.v.l.

Bei der Regionalkantorenkonferenz am Gedenktag des hl. Bruder Konrad von Parzham in Altötting wurde – nach einem Morgenlob in der Grabkirche des Bistumspatrons – der langjährige Regionalkantor und Stiftskapellmeister Max Brunneraus dem Kreis seiner Kolleginnen und Kollegen verabschiedet. 

Die Wür­di­gung sei­nes Wir­kens erfolg­te erst jetzt, da eine frü­he­re Ver­ab­schie­dung aus gesund­heit­li­chen Grün­den sowie infol­ge der Ein­schrän­kun­gen durch die Coro­na-Pan­de­mie nicht mög­lich gewe­sen war. Diö­ze­san­mu­sik­di­rek­tor Mari­us Schwem­mer erin­ner­te dar­an, dass Brun­ner am 29. Dezem­ber 2018 in der St. Anna-Basi­li­ka mit der Mes­se in G‑Dur D 167 von Franz Schu­bert sei­ne letz­te Orches­ter­mes­se diri­gier­te – ein mar­kan­ter Schluss­punkt sei­nes Wir­kens am Gna­den­ort. Seit 1979 war Brun­ner in Neuöt­ting und Alt­öt­ting als Kir­chen­mu­si­ker, Musik­leh­rer und Regio­nal­kan­tor tätig, seit 1990 als Stifts­ka­pell­meis­ter. In die­sen Jahr­zehn­ten präg­te er die Kapell­mu­sik nach­hal­tig: Mit der Grün­dung der Scho­la Autin­gen­sis erwei­ter­te er die Ensem­bles, stärk­te den Kapell­chor und ver­ant­wor­te­te gemein­sam mit dem Orches­ter des Mari­en­werks die regel­mä­ßi­gen Orches­ter­mes­sen an den zen­tra­len Kir­chen Alt­öt­tings. Zugleich wirk­te er über vie­le Jah­re in der Aus­bil­dung des kir­chen­mu­si­ka­li­schen Nach­wuch­ses und gab sei­ne Erfah­rung an kom­men­de Gene­ra­tio­nen wei­ter. Zahl­rei­che Schü­le­rin­nen und Schü­ler fan­den so selbst den Weg in die Kir­chen­mu­sik. Zu den Höhe­punk­ten sei­ner Amts­zeit zählt die Mit­ge­stal­tung des Besuchs von Papst Bene­dikt XVI. in Alt­öt­ting. Als Diri­gent und Orga­nist habe Brun­ner sei­nen Glau­ben in der Musik zum Aus­druck gebracht, so Schwem­mer: Er habe Wall­fah­rer ins Gebet geführt und das kirch­li­che wie kul­tu­rel­le Leben am Gna­den­ort ent­schei­dend mit­ge­prägt. Die Kol­le­gen bedank­ten sich herz­lich bei Max Brun­ner für des­sen Kol­le­gia­li­tät und dass man sich immer an ihn wen­den und auf ihn zäh­len konn­te. So ist der Kon­takt unter­ein­an­der durch die Pen­sio­nie­rung auch nicht abge­ris­sen und wird auch nicht abreißen.

Text: Refe­rat Kirchenmusik 

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