Soziales

Rektorenwechsel im Caritas-Förderzentrum

Redaktion am 24.07.2026

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Thomas Deschner im Kreis der Laudatorinnen und Laudatoren sowie seiner Familie.

Kurz vor dem Ende des Schuljahres hat das Caritas-Förderzentrum St. Severin in Passau den Wechsel an der Spitze der Schule gefeiert. Thomas Deschner beendet seinen Dienst als Sonderschulrektor. Benedikt Wagner übernimmt künftig die Verantwortung für das Förderzentrum mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Der feierliche Stabwechsel fand am Donnerstag, 23. Juli, statt.

Cari­tas­vor­stän­din Andrea Ander­lik wür­dig­te Desch­ner als einen Päd­ago­gen, der es ver­stan­den habe, ​„immer den Men­schen mit sei­nen indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen in den Mit­tel­punkt zu stel­len“. Sein Blick auf das Wohl der Kin­der, sein Ein­füh­lungs­ver­mö­gen für die Sor­gen der Eltern und sei­ne wert­schät­zen­de Art gegen­über sei­nem Team hät­ten ihn zu einer geschätz­ten Füh­rungs­per­sön­lich­keit gemacht. 

Desch­ner habe bei der Cari­tas nicht nur sein Fach­wis­sen ein­ge­bracht, son­dern auch ​„mit viel Empa­thie und Weit­blick dazu bei­getra­gen, dass unzäh­li­ge Kin­der und ihre Fami­li­en die best­mög­li­che schu­li­sche Unter­stüt­zung erhal­ten“. Sein Ein­satz für die För­der­schu­le St. Seve­rin sei weit mehr als ein Beruf gewe­sen: ​„Es war eine Berufung.“

Ander­lik bezeich­ne­te Desch­ner als ​„einen beson­de­ren Men­schen, der über vie­le Jah­re hin­weg mit Herz­blut, Fach­kom­pe­tenz und uner­müd­li­chem Enga­ge­ment das Cari­tas För­der­zen­trum geprägt hat“. Zugleich hieß sie Wag­ner herz­lich will­kom­men und führ­te ihn offi­zi­ell in sei­ne neue Auf­ga­be als Son­der­schul­rek­tor ein. 

Eine beson­ders per­sön­li­che Form der Wür­di­gung wähl­te die Regie­rungs­schul­di­rek­to­rin der Regie­rung von Nie­der­bay­ern, Susan­ne Zel­ler-Fries. Sie nahm die Fest­ge­mein­de mit auf eine musi­ka­li­sche Zeit­rei­se durch die ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te. Aus den jewei­li­gen Num­mer-eins-Hits der Jah­re gestal­te­te sie eine eben­so ori­gi­nel­le wie wert­schät­zen­de Lau­da­tio auf Deschner. 

Auch Wag­ner stand im Mit­tel­punkt des Fest­akts. Die Red­ne­rin­nen und Red­ner hie­ßen ihn als künf­ti­gen Schul­lei­ter herz­lich will­kom­men und wünsch­ten ihm für die ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be viel Glück und gutes Gelin­gen. Wag­ner gehört dem Kol­le­gi­um von St. Seve­rin bereits seit vie­len Jah­ren an und ist mit der Schu­le, den Men­schen und den beson­de­ren Anfor­de­run­gen des För­der­zen­trums bes­tens ver­traut. In sei­ner neu­en Rol­le will er Bewähr­tes erhal­ten, die Schu­le zugleich wei­ter­ent­wi­ckeln und mit einer eige­nen Hand­schrift neue Impul­se setzen.

Wag­ner selbst nahm auch einen akti­ven Part im Rah­men­pro­gramm ein: An der Gitar­re spiel­te er gemein­sam mit der Schul­band Stü­cke von Haind­ling, James Tay­lor, Ennio Mor­rico­ne, Litt­le Feat und Geor­ge Gershwin. 

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Große Überraschung und große Freude: Frank O. Mantel überreichte im Namen der Dr. Hans-Karl Fischer Stiftung einen Scheck über 35.000 Euro für einen neuen Schulbus. Von links: Frank O. Mantel, Andrea Anderlik, Thomas Deschner und Benedikt Wagner.

Wei­te­re Gruß- und Abschieds­wor­te spra­chen der stell­ver­tre­ten­de Land­rat Klaus Wei­din­ger, der Drit­te Bür­ger­meis­ter der Stadt Pas­sau Oli­ver Robl, die Vor­sit­zen­de des För­der­ver­eins Sig­rid Moser sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tung und der Schü­ler­mit­ver­ant­wor­tung. Sie wür­dig­ten Desch­ner als einen beson­de­ren Men­schen und als Schul­lei­ter, der stets den ein­zel­nen Men­schen und des­sen Poten­zi­al gese­hen habe. Mit sei­ner ver­bind­li­chen Art habe er das Kol­le­gi­um zusam­men­ge­führt und der gesam­ten Schul­ge­mein­schaft Halt und Ori­en­tie­rung gegeben. 

Her­vor­ge­ho­ben wur­de zudem sein gro­ßer Ein­satz für die Zukunft der bei­den Cari­tas För­der­zen­tren in Pas­sau-Grub­weg. Desch­ners päd­ago­gi­sche Erfah­rung, sein Fach­wis­sen und sei­ne genaue Kennt­nis der Bedürf­nis­se der Schü­le­rin­nen und Schü­ler sei­en in die Pla­nun­gen für den Neu­bau und die Erwei­te­rung ein­ge­flos­sen. Das rund 70 Mil­lio­nen Euro umfas­sen­de Groß­pro­jekt für etwa 350 Schü­le­rin­nen und Schü­ler sieht einen Ersatz­neu­bau für St. Seve­rin, die Erwei­te­rung der Don-Bosco-Schu­le sowie neue Sport- und Bade­ein­rich­tun­gen vor. 

Desch­ner selbst dank­te sei­nen Weg­ge­fähr­tin­nen und Weg­ge­fähr­ten. Sein beson­de­rer Dank galt Ander­lik für das Ver­trau­en und die Mög­lich­keit, St. Seve­rin mit­ge­stal­ten zu kön­nen. Eben­so dank­te er sei­nem Team, der Stadt Pas­sau, dem Schul­amt und allen Part­nern, die die Arbeit der Schu­le über vie­le Jah­re beglei­tet und unter­stützt haben. 

Der größ­te Dank, beton­te Desch­ner, gel­te jedoch sei­ner Fami­lie. Sie habe ihm über all die Jah­re den Rücken frei­ge­hal­ten und viel Ver­ständ­nis dafür auf­ge­bracht, dass die Auf­ga­be eines Schul­lei­ters nicht mit dem Ende des Unter­richts oder dem Schul­schluss erle­digt sei. Gesprä­che, Pla­nun­gen, Ent­schei­dun­gen und die Ver­ant­wor­tung für die Schul­ge­mein­schaft hät­ten häu­fig auch Aben­de und freie Zeit bean­sprucht. Ohne den Rück­halt, die Geduld und die Unter­stüt­zung sei­ner Fami­lie wäre sein Ein­satz in die­ser Form nicht mög­lich gewesen. 

Desch­ner kam 2010 nach St. Seve­rin. Zuvor war er in Eggen­fel­den, Hau­zen­berg und Land­au an der Isar tätig, zuletzt als Lei­ter einer son­der­päd­ago­gi­schen Ein­rich­tung. Sei­nen Dienst in St. Seve­rin hat­te er vor Kur­zem mit den Wor­ten beschrie­ben: ​„Hier darf ich der Mensch sein, der ich bin.“ Das sei viel­leicht das Schöns­te, was man über eine Schu­le sagen könne. 

Nicht eine Dia­gno­se bestim­me den Wert eines Men­schen, beton­te Desch­ner: ​„Ent­schei­dend ist: Da ist ein Mensch – mit sei­nem Lachen, sei­nem Cha­rak­ter, sei­nen Ideen, sei­nen Stär­ken und sei­ner ganz eige­nen Per­sön­lich­keit.“ Für eine beson­de­re Über­ra­schung sorg­te Frank O. Man­tel, Steu­er­be­ra­ter und Vor­sit­zen­der des Stif­tungs­vor­stan­des der Dr. Hans-Karl Fischer Stif­tung. Er über­reich­te einen Scheck über 35.000 Euro für die Anschaf­fung eines Schul­bus­ses für das Cari­tas-För­der­zen­trum St. Seve­rin. Damit geht ein Her­zens­wunsch Desch­ners in Erfüllung. 

Gestal­tet wur­de die Fei­er von den Kin­dern und Jugend­li­chen sowie den Mit­ar­bei­ten­den des För­der­zen­trums. Die Tanz­grup­pe von St. Seve­rin führ­te einen Bän­der­tanz zu ​„We Are the World“ auf. Mode­riert wur­de die Ver­an­stal­tung von Karl Bischof, Schul­lei­ter der Don-Bosco-Schu­le in Pas­sau. Schul­pfar­rer Franz Schol­le­rer run­de­te die Fei­er humor­voll ab und spen­de­te zum Abschluss den Segen.

Text: can/​mr

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