Sehr beschäftigen wird die Verantwortlichen der Pfarrei in den nächsten Wochen und Monaten die Renovierung der Wallfahrtskirche „Maria Himmelfahrt“ in Atzberg, die vor wenigen Wochen in Angriff genommen wurde. Vielen Pfarrangehörigen ist diese Tatsache natürlich bereits aufgefallen. Die Kirche ist während der Renovierungszeit geschlossen und nicht zugänglich. Anlässlich einer genauen fachlichen Begutachtung des Gebäudezustandes wurde ein größerer Sanierungsbedarf als zunächst vermutet festgestellt.
Foto: Marianne Hahn
Zum Start verwandelten die Verantwortlichen der Pfarrei und freiwillige Helfer die Kirche in eine Baustelle. Fast Täglich sind nun Handwerker von den ausführenden Firmen und freiwillige Helfer der Pfarrei vor Ort, um Hand anzulegen. Nach umfangreichen Abdeckungsarbeiten werden nun die Bauschäden in Angriff genommen. In großem Umfang sind die Dachkonstruktion, der Bereich im Glockenturm und die Außenmauern betroffen. Im Zuge der Sanierung werden auch mehrere Bereiche beim Innenputz in der Kirche wieder auf Vordermann gebracht. Zahlreiche Gespräche, Analysen und Bewertungen in Passau und vor Ort ergaben Kostenschätzungen in Höhe von etwa 300 000 Euro. Anfang des Jahres hat das Bistum Passau die Maßnahmen genehmigt und einen Zuschuss von 150 000 Euro bewilligt. Ebenfalls zugestimmt hat nach Besichtigung das Landesamt für Denkmalpflege. Die Genehmigungen und der Zuschuss sind natürlich sehr erfreulich, so der Tenor um Kirchenpfleger Josef Kellhuber. Der zu erbringende Eigenanteil von 150 000 Euro bedeutet für die Pfarrei trotzdem eine außerordentliche finanzielle Belastung und Herausforderung, so Josef Kellhuber. Um die Kosten entsprechend im Rahmen zu halten hoffe man wieder auf entsprechende Eigenleistung und so haben fleißige Helfer bereits einen Fundamentabschnitt saniert und schadhaften Innenputz erneuert.
Ebenso soll in Eigenleistung das Traufgesims instand gesetzt und der Schutt und Staub im Dachraum entfernt werden. Natürlich haben sich die Verantwortlichen im Vorfeld viele Gedanken gemacht, ob man die Sanierung in Angriff genommen werden soll und ob sie finanziell zu stemmen ist. Letztendlich war man einheitlich der Meinung, dass ein weiteres Aufschieben dieser dringlichen Maßnahme aus baufachlicher Sicht zur Vermeidung größerer Folgeschäden nicht akzeptiert werden kann. Auch wegen der zu erwartenden künftigen Herabsetzung der Förderquote für Nebenkirchen durch das Bistum kam eine Verzögerung nicht in Betracht. Mit dieser Maßnahme wolle die Pfarrei auch den schon seit vielen Jahren eingeschlagenen Weg beibehalten und ein Zeichen setzen, in Verantwortung stehendende Gebäude wie die Kirche St. Johannes, das Pfarrheim und auch den Pfarrhof in sauberen und wertschätzenden Zuständen zu halten. Fakt und Tatsache ist zudem, dass die Marienkirche in Atzberg noch regelmäßig und vielfältig im gesamten Jahreskalender genutzt wird. Sei es für Gottesdienste, Maiandachten, Rosenkranzgebete, Bittgänge, Taufen und Hochzeiten in einem besonderen Ambiente. Auch viele Pilger auf dem vorbeiführenden Jakobsweg machen dort stets Rast und genießen die innerliche Einkehr in einer besonderen Stätte zum Herrgott und Maria, verbunden mit dem Pilgerstempel.
Zum Start verwandelten die Verantwortlichen der Pfarrei und freiwillige Helfer die Kirche in eine Baustelle. Fast Täglich sind nun Handwerker von den ausführenden Firmen und freiwillige Helfer der Pfarrei vor Ort, um Hand anzulegen. Nach umfangreichen Abdeckungsarbeiten werden nun die Bauschäden in Angriff genommen. In großem Umfang sind die Dachkonstruktion, der Bereich im Glockenturm und die Außenmauern betroffen. Im Zuge der Sanierung werden auch mehrere Bereiche beim Innenputz in der Kirche wieder auf Vordermann gebracht. Zahlreiche Gespräche, Analysen und Bewertungen in Passau und vor Ort ergaben Kostenschätzungen in Höhe von etwa 300 000 Euro. Anfang des Jahres hat das Bistum Passau die Maßnahmen genehmigt und einen Zuschuss von 150 000 Euro bewilligt. Ebenfalls zugestimmt hat nach Besichtigung das Landesamt für Denkmalpflege. Die Genehmigungen und der Zuschuss sind natürlich sehr erfreulich, so der Tenor um Kirchenpfleger Josef Kellhuber. Der zu erbringende Eigenanteil von 150 000 Euro bedeutet für die Pfarrei trotzdem eine außerordentliche finanzielle Belastung und Herausforderung, so Josef Kellhuber.
Außerdem zählt die Wallfahrtskirche zu den ältesten Denkmälern der Pfarrei und Gemeinde, die im Volksmund früher „Mies“-, oder „Moos“-Kirchlein genannt wurde. Moos ist an der Kirche jedoch nicht zu sehen, stattdessen ein sehr gut erhaltenes Kleinod und außerdem ein altes liebevoll renoviertes sowie denkmalgeschütztes Mesnerhaus. Früher kümmerte sich hier ein Einsiedler um vorbeiziehende Wallfahrer. Einem Eremiten, der hier während des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1643 eine kleine – mit Moos bewachsene – Holzkapelle und Klause errichtet hatte, verdankt die Wallfahrt an diesem Ort offenbar ihre Entstehung. Der Bau der barocken Kirche folgte im Jahr 1680 – gestiftet von den Herren Wening-Ingenheim auf Hirschhorn – jedenfalls ist genau belegt und noch bis in das 19. Jahrhundert hinein hütete ein Einsiedler das Anwesen. Um den Erhalt dieses architektonischen und spirituellen Kleinods für die Pfarrei und der gesamten Region sicher zu stellen, hoffen die Verantwortlichen der Pfarrei natürlich von möglichst Förderern.
Man sei stark auf Spenden und Zuwendungen angewiesen, um finanziell solide über die Runden zu kommen. So wurden in diesen Tagen auch alle Pfarrangehörigen, Vereine und sonstige Gruppierungen mit einem Schreiben angesprochen diese kostenträchtige Maßnahme zu unterstützen, trotz einer besonderen Zeit, wo vieles innerhalb der Kirche kritisiert wird. Spenden können auf die Konten der „Pfarrkirchenstiftung Mitterskirchen“ unter dem Kennwort „ Spende Kirche Atzberg“ überwiesen werden bei der Sparkasse Rottal Inn (IBAN DE66 7435 1430 0000 2901 89), sowie auch bei der Raiffeisenbank Neumarkt St. Veit- Reischach (IBAN DE41 7016 9530 0000 1620 35).
Text: Marianne Hahn


