Bischof

Künder von Gottes Menschenliebe

Stefanie Hintermayr am 26.12.2025

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Zahlreiche Gläubige haben das Hochfest des Heiligen Stephanus mit Bischof Stefan Oster SDB im Passauer Dom gefeiert. In seiner Predigt sprach der Bischof über Künder von Gottes Menschenliebe – wie den Heiligen Stephanus –, die zugleich damals wie heute zu der am stärksten verfolgten Religion gehören.

Den Hei­li­gen Ste­pha­nus, den ers­ten Mär­ty­rer der katho­li­schen Kir­che und Schutz­pa­tron des Ste­phans­doms, haben zahl­rei­che Gläu­bi­ge mit Bischof Ste­fan Oster am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag am 26. Dezem­ber in Pas­sau gefei­ert. Wie jedes Jahr zu Beginn des Got­tes­diens­tes gab es auch heu­er wie­der Glück­wün­sche für den Ober­hir­ten zum Namens­tag von Dom­propst Micha­el Bär, stell­ver­tre­tend für das gan­ze Bis­tum. Wir sind froh, dass wir Sie als ste­pha­ni­schen Für­spre­cher haben. Mut in schwie­ri­gen Zei­ten und Tat­kraft in der Cari­tas. Das sind die zwei Eigen­schaf­ten, die den Hei­li­gen Ste­pha­nus aus­ge­zeich­net haben.“ Die­se bei­den Qua­li­tä­ten lebe auch der Bischof den Gläu­bi­gen vor, so Bär. Dan­kend erwi­der­te Bischof Oster: Es ist mir eine beson­de­re Freu­de, mei­nen Namens­tag in die­ser wun­der­ba­ren Kathe­dra­le, die Ste­pha­nus‘ Namen trägt, fei­ern zu dür­fen. (…) Er starb für sei­nen Herrn und bete­te für sei­ne Feinde.“

Künder von Gottes Menschenliebe

In sei­ner Pre­digt ging der Bischof auf den Hei­li­gen Ste­pha­nus als einen Kün­der von Got­tes Men­schen­lie­be ein, der für sei­nen Glau­ben ver­folgt und schließ­lich gestei­nigt wur­de. Er nahm zuerst Bezug zur Schöp­fungs­ge­schich­te, in der ste­he: Gott schuf den Men­schen nach sei­nem Eben­bild.“ Die­ses Eben­bild wol­le Gott in Chris­tus selbst wer­den. Gott wird einer von uns. Und wir glau­ben, dass dar­in die uni­ver­sa­le Men­schen­wür­de (…) begrün­det ist. Und wir glau­ben, dass des­we­gen vom Weih­nachts­fest eine Frie­dens­bot­schaft aus­geht. Und wir wün­schen uns eigent­lich, dass die­se Frie­dens­bot­schaft jeder Mensch ist“, so Bischof Oster.

Doch hei­ße es im Mat­thä­us­evan­ge­li­um: „‘Ihr wer­det mei­net­we­gen gehasst wer­den.‘ Wo ist da die Frie­dens­bot­schaft hin?“ Das wer­de auch am Bei­spiel des Pau­lus deut­lich, der oft Opfer von Gewalt und schließ­lich geköpft wur­de, weil er immer wie­der bekräf­tig­te Kyri­os ist Chris­tus“, also Der Herr ist Chris­tus“, erklär­te der Bischof: Wenn das stimmt, lie­be Schwes­tern und Brü­der, dann ent­mach­tet die­ser Herr alle ande­ren Ansprü­che auf Herr­schaft, und zwar auch in mei­nem eige­nen Herzen.“

Ihnen entgeht ein toller Beitrag!

Ohne die Ver­wen­dung von Coo­kies kann die­ser Bei­trag nicht ange­zeigt wer­den. Coo­kies sind klei­ne Datei­en, die von Ihrem Web­brow­ser gespei­chert wer­den, um Ihnen ein opti­ma­les Erleb­nis auf die­ser Web­site zu bieten.

Andern­falls wür­den wir in der Regel einem Göt­zen fol­gen, wie heut­zu­ta­ge bei­spiels­wei­se beruf­li­chem Erfolg, Mate­ri­el­lem oder gesell­schaft­li­cher Aner­ken­nung. Die Erfah­rung der Chris­ten aber sei eine ande­re, so Bischof Oster: Wenn du ihn den Herrn sein lässt, indem du ihm folgst, ihn liebst, ihm glaubst, dann lernst du, dei­ne Lie­ben anders und neu und tie­fer zu lie­ben (…), weil du auch ein Men­schen­kind bist mit Wür­de, die dir von Gott geschenkt ist.“ Chris­tus wol­le der Herr unse­res Her­zens sein. Die­se uni­ver­sell gül­ti­ge Wür­de sei aber kein Auto­ma­tis­mus, beton­te Bischof, der sogleich auf das Chris­ten­tum als am meis­ten ver­folg­te Reli­gi­on heu­te verwies.

Vor dem Hin­ter­grund von Ste­pha­nus‘ Zeug­nis, der im Ster­ben für sei­ne Fein­de gebe­tet habe, lud er die Gläu­bi­gen schließ­lich ein: Beten wir für die­je­ni­gen, unse­re Glau­bens­ge­schwis­ter, die auf der gan­zen Welt ver­folgt wer­den. Und rin­gen wir per­sön­lich um die Fra­ge: Darf der Herr sel­ber auch der Herr mei­nes eige­nen Her­zens sein? Hei­li­ger Ste­pha­nus, bit­te für uns!“

Die Predigt als Podcast zum Nachhören

Ihnen entgeht ein toller Beitrag!

Ohne die Ver­wen­dung von Coo­kies kann die­ser Bei­trag nicht ange­zeigt wer­den. Coo­kies sind klei­ne Datei­en, die von Ihrem Web­brow­ser gespei­chert wer­den, um Ihnen ein opti­ma­les Erleb­nis auf die­ser Web­site zu bieten.

Musi­ka­lisch stim­mungs­voll gestal­tet wur­de der Got­tes­dienst vom Dom­chor, dem Domor­ches­ter und den Solis­ten Eva Zettl, Mario Eck­mül­ler und Bern­hard Fors­ter unter der Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger. Musi­ziert wur­de die Mes­se in G‑Dur 167 von Franz Schu­bert. An der Orgel spiel­te Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel. Allen Kir­che­mu­si­ke­rin­nen und Kir­chen­mu­si­kern sowie allen, die an der Gestal­tung der Weih­nachts­fei­er­lich­kei­ten im Dom betei­ligt waren, galt schließ­lich Bischof Osters beson­de­rer Dank.

Weitere Nachrichten

Bistum
12.01.2026

Ausbildungsplatz und Arbeitgeber Kirche

Bistum Passau informiert bei der Berufsinformationsmesse an den Gisela-Schulen Niedernburg.

Bistum
12.01.2026

Trauer um Georg Hifinger

Das Bistum Passau trauert um Herrn Georg Hifinger, der am 19. Dezember 2025 verstorben ist.

Das glauben wir
09.01.2026

Mariä Lichtmess, Tag des geweihten Lebens und Blasiussegen

Am 2. Februar wird das „Fest der Darstellung des Herrn“, „Mariä Lichtmess“, gefeiert. Damit verbunden ist der…

Kirche vor Ort
09.01.2026

Ökumenische Donausegnung

Am Sonntag, den 11. Januar 2026, 17 Uhr,  findet am Donauufer in Niederalteich die Feier der ...