Weltkirche

Synodenteams-Treffen in Rom

Redaktion am 31.10.2025

Info Icon Bild: dbk

Aufbruchstimmung nach Treffen der Synodenteams. Von 24. bis 26. Oktober 2025 hatten sich mehr als 2.000 Vertretungen aus allen Kontinenten in Rom getroffen. Auch aus dem Bistum Passau war eine Delegation eingeladen. Diözesanratsvorsitzender Markus Biber spricht im Interview über die Ergebnisse.

Papst Leo XIV. hat­te im Rah­men des Hei­li­gen Jah­res zu einer Begeg­nung mit Got­tes­dienst und Gesprä­chen vom 24. – 26. Okto­ber in die Ewi­ge Stadt ein­ge­la­den. Das Tref­fen befass­te sich inhalt­lich mit der Umset­zungs­pha­se der Leit­li­ni­en, die im Abschluss­do­ku­ment der XVI. Ordent­li­chen Gene­ral­ver­samm­lung der Bischofs­syn­ode for­mu­liert wur­den. Unter den über 2.000 Ver­tre­tern aus der gan­zen Welt, die sich mit der Umset­zung des syn­oda­len Pro­zes­ses in ihren Hei­mat­diö­ze­sen befas­sen, war auch der Diö­ze­san­rats­vor­sit­zen­de im Bis­tum Pas­sau, Mar­kus Biber. Er war Teil der Pas­sau­er Delagation.

Info Icon Bild: Markus Biber Privat
Repräsentierten das Bistum Passau in Rom (im Bild v.l.: Dr. Johanna Skiba, Markus Biber, Bärbel Benkenstein-Matschiner, Birgit Geier, Hans Käser)

Interview mit Markus Biber (Diözesanratsvorsitzender im Bistum Passau)

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Mit einem Got­tes­dienst im Peters­dom ist dann am Sonn­tag die Fei­er der welt­wei­ten Syn­oden­teams zu Ende gegan­gen. Aus Deutsch­land nah­men neben meh­re­ren diö­ze­sa­nen Dele­ga­tio­nen, Initia­ti­ven sowie der Bewe­gung Wir sind Kir­che“ eine Dele­ga­ti­on der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz mit Mit­glie­dern des Zen­tral­ko­mi­tees der deut­schen Katho­li­ken (ZdK) und wei­te­ren Per­so­nen teil.

In sei­ner Pre­digt wür­dig­te Papst Leo XIV. den Ein­satz der Syn­oden­teams und Mit­wir­kungs­gre­mi­en in der welt­wei­ten Kir­che. Die­se sei­en ein­ge­la­den, das Geheim­nis der Kir­che zu betrach­ten und neu zu ent­de­cken, die weder ein­fach eine reli­giö­se Ein­rich­tung ist noch mit den Hier­ar­chien und ihren Struk­tu­ren gleich­zu­set­zen ist. Wie uns das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil in Erin­ne­rung geru­fen hat, ist die Kir­che viel­mehr das sicht­ba­re Zei­chen der Ver­ei­ni­gung zwi­schen Gott und der Mensch­heit, sei­nes Plans, uns alle in einer ein­zi­gen Fami­lie von Brü­dern und Schwes­tern zu ver­sam­meln und uns zu sei­nem Volk zu machen.“ Er füg­te hin­zu: Die Syn­oden­teams und Mit­wir­kungs­gre­mi­en sind ein Bild die­ser Kir­che, die in Gemein­schaft lebt. Und heu­te möch­te ich euch dazu auf­for­dern: Helft uns im Hin­hö­ren auf den Hei­li­gen Geist, im Dia­log, in Geschwis­ter­lich­keit … zu ver­ste­hen, dass wir in der Kir­che vor allen Unter­schie­den von Geschlecht und Auf­ga­ben dazu beru­fen sind, gemein­sam auf der Suche nach Gott zu vor­an­zu­schrei­ten, Kle­ri­ka­lis­mus und Gel­tungs­sucht abzu­le­gen und die Gesin­nung Chris­ti in uns zu hegen. Helft uns, den kirch­li­chen Raum zu erwei­tern, damit er kol­le­gi­al und ein­la­dend wird. Dies wird uns hel­fen, mit Zuver­sicht und neu­em Geist die Span­nun­gen zu bewäl­ti­gen, die das Leben der Kir­che durch­zie­hen – zwi­schen Ein­heit und Ver­schie­den­heit, Tra­di­ti­on und Erneue­rung, Auto­ri­tät und Teil­ha­be –, indem wir zulas­sen, dass der Hei­li­ge Geist sie ver­wan­delt, damit sie nicht zu ideo­lo­gi­schen Gegen­sät­zen und schäd­li­chen Pola­ri­sie­run­gen wer­den“, so Papst Leo.

Bir­git Mock, Vize­prä­si­den­tin des ZdK, zog als Mit­glied der Dele­ga­ti­on eben­falls ein posi­ti­ves Resü­mee: Die Begeg­nun­gen auf der inter­na­tio­na­len Ebe­ne waren sehr bewe­gend. Der Syn­oda­le Weg in Deutsch­land ist kein Son­der­weg. Im Gegen­teil: Es gibt ganz vie­le syn­oda­le Wege welt­weit. Ein­heit in Viel­heit. Unity in diver­si­ty – das ist das Mot­to, das wir hier in Rom von vie­len Ver­ant­wort­li­chen hören. Die­sen Ansatz neh­men wir als deut­sche Dele­ga­ti­on mit in die Vor­be­rei­tung einer Syn­odal­kon­fe­renz. Er wird uns ermu­ti­gen, Expe­ri­men­tier­räu­me zu eröff­nen, und als Lai­en und Bischö­fe die Kul­tur eines syn­oda­len Mit­ein­an­ders fort­zu­set­zen“, so Bir­git Mock. 

Wäh­rend des Hei­lig-Jahr-Jubi­lä­ums der welt­wei­ten Syn­oden­teams stan­den in Work­shops und Dis­kus­si­ons­run­den der Erfah­rungs­aus­tausch der Orts­kir­chen im Vor­der­grund. Dabei ging es auch dar­um, das Abschluss­do­ku­ment der Welt­syn­ode vom Okto­ber 2024 wei­ter­hin in die Arbeit vor Ort zu imple­men­tie­ren. Ins­ge­samt zog die deut­sche Dele­ga­ti­on eine posi­ti­ve Bilanz, wonach sich die welt­wei­ten syn­oda­len Pro­zes­se und Wege in guter Wei­se mit den Inhal­ten des Syn­oden­do­ku­men­tes verbinden.

Text: dbk/​pbp

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