Bistum

Alles bleibt anders?!

Stefanie Hintermayr am 01.07.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Über „Alles bleibt anders?! Arbeiten im Pastoralen Raum“ haben sich beim Treffen der Pastoralen Dienste am 30. Juni pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bistum Passau ausgetauscht. Referentin Ursula Stacheder gab den Teilnehmenden der Veranstaltung, bei der auch Bischof Stefan Oster SDB dabei war, Impulse zum Thema.

Dass das The­ma Arbei­ten im Pas­to­ra­len Raum“ vie­le in der Pas­to­ral Beschäf­tig­ten bewegt, zeig­te sich schon an der Teil­neh­mer­zahl. Rund 50 Frau­en und Män­ner aus dem gan­zen Bis­tum Pas­sau haben am 30. Juni bei dem nach­mit­täg­li­chen Tref­fen die Gele­gen­heit genutzt, neue Ideen und Impul­se zu die­ser The­ma­tik zu sam­meln. Mit dabei waren aber nicht nur in der Pas­to­ral beschäf­tig­te Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter aus den Pfarr­ver­bän­den, son­dern auch Mit­ar­bei­ten­de aus den Abtei­lun­gen und Refe­ra­ten des Bischöf­li­chen Ordi­na­ria­tes. Ver­tre­ten waren das Refe­rat Ehe, Fami­li­en und Kin­der, die Senio­ren- und die Beru­fungs­pas­to­ral, das Refe­rat Neue­van­ge­li­sie­rung, das Minis­tran­ten­re­fe­rat, das Refe­rat Exer­zi­ti­en und Spi­ri­tua­li­tät, die Gemein­de­ca­ri­tas und das Bibel­re­fe­rat. Aber nicht nur die posi­ti­ve Reso­nanz, son­dern auch der gute Aus­tausch der Teil­neh­men­den unter­ein­an­der sprach für sich und zeig­te, wie sehr das Arbei­ten in Pas­to­ra­len Räu­men die Gemü­ter beschäf­tigt. Dass die Mit­ar­bei­ten­den in die­sem gro­ßen Ver­än­de­rungs­pro­zess gut beglei­tet wer­den, ist auch der Bis­tums­lei­tung ein gro­ßes Anlie­gen. Bischof Ste­fan Oster, der beim Tref­fen mit dabei war, nutz­te auch hier die Gele­gen­heit, sich mit den Teil­neh­men­den auszutauschen.

Zu Beginn der Ver­an­stal­tung ver­wies die Ver­ant­wort­li­che des Pas­to­ral­tref­fens Dr. Vero­ni­ka Augus­tin von der Theo­lo­gi­schen Fort- und Wei­ter­bil­dung im Bis­tum bei ihrer Begrü­ßung auf die vie­len Ver­än­de­run­gen, sowohl in der kirch­li­chen Welt als auch im Bis­tum Pas­sau. Daher auch der Titel des Tref­fens Alles bleibt anders?!“ mit Fra­ge­stel­lun­gen wie: Was bleibt, was wird anders, was ist mit alles gemeint? Die­ses The­ma knüpft direkt an das Tref­fen der Pas­to­ra­len Diens­te vom Vor­jahr an, bei dem Ideen und Erfah­run­gen sowie Pro­ble­me und Fra­gen zum Arbei­ten in Pas­to­ra­len Räu­men aus­ge­tauscht wur­den. Basie­rend dar­auf und mit Impul­sen der Refe­ren­tin Ursu­la Sta­che­der wol­le man jetzt Ant­wor­ten erar­bei­ten, so Augus­tin. Was kann ein Weg sein, um von die­ser Unsi­cher­heit zu einer Neu- oder Wie­der­ent­de­ckung der eige­nen Beru­fung zu kom­men, wie kann der eige­ne Glau­be da bei­tra­gen, und wie kann Glau­bens­wei­ter­ga­be in gro­ßen pas­to­ra­len Räu­men gelingen?“

Als pas­to­ra­le Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sind Sie die Haupt­trä­ger die­ses Veränderungsprozesses.”

Bischof Stefan Oster SDB

Das Bis­tum Pas­sau ste­cke inmit­ten des größ­ten Ver­än­de­rungs­pro­zes­ses seit Lan­gem, beton­te dann Bischof Oster in sei­nem Gruß­wort und mein­te, an die pas­to­ra­len Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter gewandt: Sie sind die Haupt­trä­ger die­ses Ver­än­de­rungs­pro­zes­ses.“ Ein Pro­zess, der ihn aber hof­fen lässt, dass die Chan­cen min­des­tens genau­so groß sind wie die Her­aus­for­de­run­gen.“ Doch brau­che es Fle­xi­bi­li­tät, in der heu­ti­gen Zeit das Evan­ge­li­um zu ver­kün­den, beton­te er. Dan­ke für Ihren Dienst. Ich hof­fe, dass es im Sep­tem­ber (mit dem Start für die Pas­to­ra­len Räu­me, Anm. d. Red.) für Sie gut losgeht.“

Sich auf einer ande­ren Ebe­ne den Men­schen zu nähern und dort­hin zu gehen, wo die Leu­te sind, wirk­lich erfin­de­risch zu wer­den und zu schau­en: Wo ist wel­cher Ort für wen denn gut? Das sehe ich also als Chance.”

Ursula Stacheder, Gemeindereferentin mit Zusatzausbildung in Pastoralpsychologie

Impul­se mit Gedan­ken und Erfah­run­gen zur Glau­bens­wei­ter­ga­be in Pas­to­ra­len Räu­men beka­men die Teil­neh­men­den im ers­ten Teil der Ver­an­stal­tung von der ein­ge­la­de­nen Refe­ren­tin Ursu­la Sta­che­der. Die aus­ge­bil­de­te Gemein­de­re­fe­ren­tin mit Zusatz­aus­bil­dung in Pas­to­ral­psy­cho­lo­gie arbei­tet der­zeit als Refe­ren­tin für geist­li­che Beglei­tung und Super­vi­so­rin in der Beglei­tung von Ein­zel­per­so­nen und Grup­pen im Erz­bi­schöf­li­chen Ordi­na­ri­at Mün­chen. Sie gab den Frau­en und Män­nern eine spi­ri­tu­el­le, pas­to­ral­psy­cho­lo­gi­sche Metho­de an die Hand, um selbst krea­tiv zu wer­den und Ideen für das Arbei­ten in Pas­to­ra­len Räu­men zu erar­bei­ten. Um den Weg gut anzu­fan­gen oder gut wei­ter­zu­ge­hen. Damit wir dahin zurück­kom­men, was unser Kern­ge­schäft ist und das, was uns trägt: unser Glau­be, unser Ver­bun­den­sein mit Gott. Das ist ja eigent­lich die Beru­fung derer, die heu­te da sind.“

Ganz zen­tral beim Arbei­ten in gro­ßen Pas­to­ra­len Räu­men, so ihre Erfah­rung, sei­en Ehren­amt­li­che. Wich­tig ist, Ehren­amt­li­che zu schu­len, in seel­sorg­li­che Ver­ant­wor­tung zu gehen. Das ist auch ein The­ma, das man zusam­men mit den Haupt­amt­li­chen erar­bei­ten muss. Wie viel gebe ich ab, was las­se ich los, was las­se ich die ande­ren tun? Dabei ver­än­dert sich ganz viel, auch an den Rol­len. Im Prin­zip bekom­men die Teams eine ande­re Funk­ti­on.“ Die gro­ße Chan­ce im Ver­än­de­rungs­pro­zess sieht sie dar­in, neue Wege zu gehen. Sich auf einer ande­ren Ebe­ne den Men­schen zu nähern und dort­hin zu gehen, wo die Leu­te sind, wirk­lich erfin­de­risch zu wer­den und zu schau­en: Wo ist wel­cher Ort für wen denn gut? Das sehe ich also als Chan­ce.“ Nicht zuletzt sieht Sta­che­der es auch für wich­tig an, sich als Kir­che mit andern zu ver­bün­den. Wir haben ja vie­le Ver­bän­de und Ver­ei­ne. Pfarr­hei­me könn­ten bei­spiels­wei­se auch gemein­sam genutzt wer­den, sodass sie Pfarr­hei­me für alle wer­den. Da gibt es vie­le Ideen, die man aus­pro­bie­ren könnte.“

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Dass das The­ma Arbei­ten in Pas­to­ra­len Räu­men“ gut kom­mu­ni­ziert und beglei­tet wird, ist nicht zuletzt auch ein gro­ßes Anlie­gen der Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tung (MAV) des Bis­tums Pas­sau. Andre­as Nock, Vor­sit­zen­der der MAV Pas­to­ra­le Diens­te, beton­te: Wir brin­gen das The­ma Pas­to­ra­le Räu­me immer wie­der ein und haben auch die The­ma­tik für das Tref­fen der pas­to­ra­len Diens­te ange­sto­ßen. Also die Fra­ge: Wie schaut das Arbei­ten im Pas­to­ra­len Raum aus? Denn das ist leicht gesagt. Doch braucht es für die Umset­zung Zeit, Raum und Krea­ti­vi­tät.“ Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, so sein Ein­druck, gehen den Pro­zess mit, sehen aber durch aus, wo es noch Schwie­rig­kei­ten gibt und Klä­rungs­be­darf besteht, gera­de auch bei Ehren­amt­li­chen. Die Ehren­amt­li­chen sind sehr nah an der Pra­xis den Men­schen dran und brin­gen sich ent­spre­chend ein. Vie­le sehen, dass etwas getan wer­den muss und sich etwas ändern wird und gehen den Weg auch mit, möch­ten aber nicht unvor­be­rei­tet sein.“

Weitere Informationen zur Maria-Hilf-Woche

Maria-Hilf-Woche 2026

Die Maria-Hilf-Woche 2026 des Bistums Passau ist die 11. Festwoche zu Ehren der Gottesmutter. Hier finden Sie alle Informationen  zu den Veranstaltungen der Maria-Hilf-Woche, die heuer vom 25. Juni bis zum 05. Juli gefeiert wird. 

Weitere Nachrichten

Bistumsblatt
22.07.2026

Mit Action und Spaß „auf dem Weg zu Maria“

Bei der ersten Kinder-Wallfahrt aus den Pfarrverbänden ...

Bistum
20.07.2026

Synodalteam in Aufbruchstimmung

Erstes Treffen des Synodalteams des Bistums Passau mit Bischof Stefan Oster SDB und Pater Clemens Blattert SJ.

Bistumsblatt
20.07.2026

„Lehrer im Glauben und Lehrer im Leben“

54. Malteser-Wallfahrt mit Kranken und Behinderten – ...

Bistum
20.07.2026

Bufdi & FSJ - Soziales Engagement

Freiwilligendienste bei der Caritas in Passau bieten nicht nur die Möglichkeit, sich beruflich zu…