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Übergangszeiten werden fast immer von einer Mischung aus Erwartung und Unsicherheit begleitet. Vor allem die großen Übergänge im Leben, zum Beispiel zwischen Schule und Ausbildung, sind immer mit einem Abschied und Neubeginn verbunden. Glaube und Gebet können in diesen Zeiten Kraft und Stärke geben. Mehr dazu von Pastoralreferentin Teresa Aigner in ihrem Impuls zum Sonntag.
Ich kann mich noch gut daran erinnern. An die Zeit, in der ich Fahranfängerin war. Ich weiß noch, dass die Kupplung und ich anfangs keine Freunde waren. Und es hat wirklich gedauert, bis wir es wurden. So war zu der Zeit jedes Stehen an der Ampel eine Herausforderung. Vor allem wenn die Ampel von rot auf gelb geschaltet hat. Diese Erwartung, dass es bald grün wird und die damit verbundene Angst vorm Losfahren. Haut das mit dem Kuppeln hin? Oder stirbt mir das Auto ab?
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Diese Mischung aus gespannter Erwartung und Angst, die haben irgendwie alle Übergangszeiten so an sich. Ob es nur diese kurze Zeit an der Ampel ist oder ob es andere Übergangszeiten im Leben sind. Zum Beispiel die Zeit zwischen Schulabschluss und Ausbildung oder Studium. Oder die Zeit zwischen zwei Jobs.
Neben der Erwartung und der Angst sind Übergangszeiten Zeiten, in denen ich mich sammeln kann, mich vorbereiten auf das, was da kommt.
Von so einer Übergangszeit hören wir auch am heutigen Sonntag im Gottesdienst. Die Apostel kehren nach Jerusalem zurück. Jesus ist in den Himmel aufgefahren. Die Zeit des Unterwegs seins mit Jesus als seine Jünger ist vorbei. Er hat ihnen zwar versprochen, dass sie einen Beistand, die Geistkraft Gottes, bekommen werden, aber Pfingsten ist noch innerlich weit weg. So stecken die Freundinnen und Freunde Jesu in einer Übergangszeit fest. Sie sind keine Jüngerinnen und Jünger mehr, die direkt mit Jesus unterwegs sind. Sie sind aber auch noch keine Zeuginnen und Zeugen seiner Botschaft.
Sie warten. Sie verkriechen sich in einem Haus in Jerusalem. Sie haben Angst, sind unsicher. Und gleichzeitig voller Erwartung, was kommen wird. Wann dieser Beistand, von dem Jesus gesprochen hat, da sein wird. Und was machen sie? Sie bleiben zusammen und sie beten. So gestalten sie diese Übergangszeit. Gemeinsam beten stärkt und gibt Kraft. Gemeinsam beten, das machen auch wir jeden Sonntag gemeinsam im Gottesdienst. Auch der Gottesdienst ist so eine Übergangszeit. Zwischen alter und neuer Woche. Ich kann mich beim Gebet sammeln und vorbereiten. Und dann: quasi bei Grün gestärkt losfahren in eine neue Woche.
Teresa Aigner, Pastoralreferentin



