„Zwischen“ eröffnet in viele Richtungen Verbindungen. Zwischen zwei Städten, Ländern, Kontinenten liegen Distanzen, doch ‹Zwischen› verbindet auch Orte, Zeiten, Menschen. „Zwischen“ bezeichnet im menschlichen Bereich Nähe wie Distanz. Zwischen Menschen gibt es Harmonie oder Verstimmung. Zwischen Zeilen verbirgt sich Ungeschriebenes. Zwischen Bildern einer Serie gibt es Freiraum zum Nachdenken. Zwischen Zukunft und Vergangenheit ist das Jetzt, der Moment, der Augenblick. Ohne Ausdehnung, nicht messbar, nicht quantifizierbar und doch alles entscheidend.
Otto Heigold interessieren vor allem Wege, Prozesse und Arbeitsmethoden, welche zu seinem „Bildplaneten“, zum Reich der Bilder führen. Seine Zeichenprozesse entstehen in Stufen. Er sucht und schafft elementare Formen, Fragmente, Prototypen, Zeichen, er fügt sie zu einer Einheit zusammen und setzt sie in eine Bildfolge. Dieser Weg spiegelt Heigolds Denken, Fühlen und Handeln und löst Denkprozesse in Gang – bei ihm selber und bei denjenigen, die sich auf seine Bildsprache einlassen.
Foto: Dionys Asenkerschbaumer
Otto Heigold, Jahrgang 1943, lehrte von 1970 bis 2008 an der Hochschule Design & Kunst in Luzern. Er lebt und arbeitet in Luzern. Seine Arbeiten wurden auf zahlreiche Ausstellungen in der Schweiz und in Deutschland, u. a. in Eichtstätt und Marktl am Inn (zusammen mit Konrad Schmid und Andreas Kuhnlein), gezeigt.
Zur Ausstellung gibt es auch eine Publikation. In derem Zentrum steht Otto Heilgolds Beschäftigung mit dem „Figurenfeld“ von Alois Wünsche-Mitterecker. Dieses nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffene Mahnmal in einem Freigelände nahe Eichstätt war die Grundlage für Heigolds eindrucksvolle Druckgrafiken. Der Fotograf und Theologe Dionys Asenkerschbaumer (geb. 1955) begleitete Otto Heigold auf seinem Weg durch das Großkunstwerk und dokumentierte seine Arbeit in der Lithographie-Werkstatt Eichstätt.
Am Samstag, 13. September, gibt es von 10.30 bis 12 Uhr eine Performance mit dem Künstler in den Prunksälen der Neuen Residenz. Zur Performance ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.
- Ausstellungsdauer:
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13. September bis 31. Oktober 2025
- Ausstellungsort:
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Museum am Dom, 94032 Passau, Residenzplatz 8
- Öffnungszeiten:
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10–16 Uhr, an Sonn- und Feiertagen geschlossen
- Weitere Infos:
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Kunstreferat des Bistums, Tel 0851 393 3331


