Bistum

Vom wachsenden Glauben zum Friedensstifter

Redaktion am 25.12.2025

Info Icon Foto: Zieringer / pbp

Diese Weihnachtsgeschichte ist die schönste und wichtigste Geschichte, die je geschrieben worden ist. Mit einem Zitat des Schriftstellers Martin Walser leitete Bischof Stefan Oster die diesjährige Predigt in der Christmette ein. 

Die Hir­ten auf den Fel­dern rund um Beth­le­hem erleb­ten eine spek­ta­ku­lä­re himm­li­sche Insze­nie­rung: einen Engel, der ihnen sagt, sie sol­len kei­ne Angst haben und der ihnen die eine gro­ße Freu­de ver­kün­det. Frie­de auf Erden den Men­schen sei­nes Wohl­ge­fal­lens. Es hat dann noch 30 Jah­re gedau­ert bis Jesus sein Wir­ken beginnt, bis dahin ver­bringt die Hei­li­ge Fami­lie ein Leben in der Ver­bor­gen­heit. Der Schöp­fer des Uni­ver­sums kommt in unser klei­nes Leben um uns nahe zu sein. Er gibt sich uns in unfass­bar zärt­li­cher Wei­se dar als ein klei­nes Kind, das sich uns buch­stäb­lich ans und ins Herz legen will“, so der Bischof. Die­ses klei­ne Kind kön­nen wir in uns erwach­sen wer­den las­sen, so wie Jesus als erwach­se­ner Mann anfängt vom Reich Got­tes zu erzäh­len, Wun­der zu tun und von dem die Men­schen den Ein­druck haben, dass er tief in der Wahr­heit Got­tes steht. Ein Mensch, der sich von die­ser Wahr­heit berüh­ren lässt, spürt, dass er nicht mehr nur für die­se Welt lebe, son­dern eine Her­kunft habe, die Vater heißt und eine Zukunft, die Reich Got­tes heißt. Das Reich der Lie­be.“ Der Bischof lud die Men­schen ein, sich Gott ans Herz gehen zu las­sen, ihn bes­ser ken­nen­zu­ler­nen, sein Sakra­ment zu hören und vor allem auch selbst zu denen zu gehen, die ihn noch nicht ken­nen: Zu denen gut sein und in die Demut des Die­nens fin­den. Wenn das in uns pas­siert, dann wer­den wir Men­schen des Frie­dens sein.“ Die Sehn­sucht Got­tes ist es, dass wir drau­ßen in der Welt Frie­dens­men­schen wer­den, Weih­nachts­men­schen wer­den, weil die­se zer­ris­se­ne Welt nichts mehr braucht als weih­nacht­li­che Men­schen, die wis­sen wor­um es geht, wenn es um den Frie­den geht, der von Gott kommt.“

Hier können Sie sich die Predigt von der Christmette im Dom anhören:

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Vom Wort und der Wahrheit

Am Hoch­fest der Geburt des Herrn sprach Bischof Ste­fan Oster in der Pre­digt über die Bedeu­tung des Wor­tes, des Logos“ und führ­te dazu meh­re­re Aspek­te an. Zum einen: Alles ist durch das Wort, durch die Ver­nunft gewor­den. Alles hat Sinn“, so der Bischof mit Blick auf die Natur und ihre Geset­ze, durch sie sie zu uns spricht. Die Welt ist wort­haft. Ein zwei­ter Aspekt ist, dass sich Gott selbst durch das klei­ne Kind in der Krip­pe zeigt. Durch Jesus und durch sein gan­zes Leben hin­durch sagt der Vater aus Lie­be das, was er der Welt zu sagen hat. Mehr noch: Men­schen, die Jesus nahe­ge­kom­men sind, haben den Ein­druck: Er ist das Wort Got­tes. Als drit­ten Aspekt nennt Bischof Ste­fan die Tat­sa­che, dass ein Baby immer in eine Sprach­fa­mi­lie hin­ein­ge­bo­ren wird. Ein Baby kann noch nicht spre­chen, es kommt nach und nach ins Spre­chen durch die engs­ten Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen, die dem Kind ein Welt­bild und ein Welt­ver­ständ­nis ver­mit­teln. Ein Kind wächst in eine Sprach­fa­mi­lie und ein Welt­ver­ständ­nis hin­ein. So bekommt ein Kind auch ein Ver­hält­nis von Erken­nen einer­seits, aber auch ein Ver­hält­nis dazu, was wahr ist. Was die Eltern sagen, das ist auch irgend­wie die Welt“, so der Bischof. Kei­ne Fami­lie sei aber ganz heil und frei von Vor­ur­tei­len oder Wer­tun­gen, die viel­leicht ver­kehrt sind und die an Kin­der wei­ter­ge­ge­ben wer­den, so Oster, der in die­sem Zusam­men­hang von einer eige­nen Kind­heits­er­fah­rung berich­tet. Als klei­ner Jun­ge habe er in einen Brief­kas­ten in der Nach­bar­schaft Krö­ten gelegt, weil er dach­te damit sei­nen Eltern einen Gefal­len zu tun, da das Ver­hält­nis zu die­sen Nach­barn etwas schwie­rig war. Dass er dafür Haus­ar­rest bekom­men habe, habe er zunächst gar nicht ver­ste­hen kön­nen, so der Bischof mit einem Schmunzeln. 

Sprechen mit dem liebenden Blick

Wie erging es dem Sohn Got­tes? Einem Kind, das mit hei­li­gen Eltern in einer Klein­stadt in Gali­läa auf­wächst? Das das Leben der Men­schen ken­nen­lernt und den Hand­werks­be­ruf des Vaters erlernt. Was erfährt der, der selbst das Wort des Vaters ist, über das Spre­chen? Jesus spricht aus tie­fer Frei­heit, ohne gute Mie­ne zum bösen Spiel zu machen oder irgend­wie kom­pro­miss­haft zu sein.“ Und gera­de dar­in geht der, der sich schon in der Krip­pe so unfass­bar ver­de­mü­tigt hat, in völ­li­ger Frei­heit für die Sei­nen aus Lie­be ans Kreuz, lässt sich fol­tern und töten. In die­sem Lie­bes­wort ist alles geschaf­fen und wer sich davon anspre­chen lässt, kann in die­sem Wort Erlö­sung fin­den“, so der Bischof. Las­sen wir uns von die­sem Wort unser eige­nes Spre­chen kor­ri­gie­ren. Wie spricht der, der von Jesus berührt wird? Hof­fent­lich so, dass er zunächst ein Hören­der ist. Drei­ßig Jah­re lang hör­te Jesus den Men­schen zu, bevor er zum ers­ten mal zu ihnen spricht. Bemü­hen wir uns um ein Spre­chen mit dem lie­ben­den Blick auf den ande­ren. Um ein Spre­chen, das auf­rich­tet und auf­baut und im eige­nen Spre­chen und Die­nen bezeugt, dass es von dem berührt ist, der das ewi­ge Wort ist.“

Hier können Sie sich die Predigt am 1. Weihnachtsfeiertag im Dom anhören:

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Die Weih­nachts­got­tes­diens­te wur­den von Dom­chor und Domor­ches­ter fei­er­lich umrahmt. Sie musi­zier­ten die Salz­bur­ger Stil­le Nacht” Mes­se des frü­he­ren Eich­stät­ter Dom­ka­pell­meis­ters Wolf­ram Men­schick. Neben Wer­ken von Prae­to­ri­us, Will­cocks, und Unter­gug­gen­ber­ger erklang in der Christ­met­te das berühm­te Tran­sea­mus“ von Joseph Schna­bel. Bas­so­list war Bern­hard Fors­ter. Am ers­ten Weih­nachts­fei­er­tag musi­zier­te das Vokal­ensem­ble Cap­pel­la Cathe­dra­lis gemein­sam mit dem Domor­ches­ter die Pas­tor­al­mes­se“ von V. E. Horák. Zudem erklang das inni­ge Pue­ri Con­ci­ni­te“, vor­ge­tra­gen von Mat­thi­as Deger, Tenor, und die Arie Gro­ßer Gott und star­ker König“ aus J. S. Bachs Weih­nachts­ora­to­ri­um, gesun­gen vom Bas­sis­ten Lorenz Scho­ber. Das Trom­pe­ten­so­lo über­nahm Micha­el Lako­ta. An der Orgel spiel­te Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel. Die Lei­tung lag ihn Hän­den von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unterguggenberger.

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