Soziales

Hoffnung für geschändete Kinderherzen

BAY am 20.10.2025

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Im Mittelpunkt des diesjährigen Monats der Weltmission stehen die Philippinen – ein Land, in dem Armut, Gewalt und politische Repression das Leben vieler Menschen bestimmen. Die Menschenrechtslage bleibt alarmierend: Kinderprostitution, Missachtung der Kinderrechte und häusliche Gewalt gehören noch immer zum Alltag.

Zu Gast im Bis­tum Pas­sau war Schwes­ter Ailyn Bin­co vom Orden der Good She­p­herd Sis­ters und berich­te­te im Fest­saal von St. Maxi­mi­li­an vor rund 30 treu­en Spen­de­rin­nen und Spen­dern über die Arbeit ihres Ordens. In einem Schutz­haus nahe Mani­la betreut sie mit Mit­schwes­tern und vier Sozi­al­ar­bei­te­rin­nen rund fünf­zig Mäd­chen zwi­schen sie­ben und fünf­zehn Jah­ren, die Opfer sexu­el­ler Gewalt gewor­den sind. Als Good She­p­herd Sis­ter glau­be ich fest dar­an, dass jeder Mensch das Recht auf ein erfüll­tes Leben hat“, sagt sie. Vie­le der Kin­der, die in ihr Haus kom­men, sei­en unter­ernährt, ohne Schul­bil­dung und medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Die meis­ten wur­den vom eige­nen Vater miss­braucht oder von Bekann­ten – man­che sogar von der eige­nen Mut­ter, die ihr Kind zu Hand­lun­gen vor der Kame­ra zwingt.“

Bevor Ailyn Bin­co Ordens­schwes­ter wur­de, arbei­te­te sie als Sozi­al­ar­bei­te­rin für die Cari­tas Mani­la. Sie weiß, was es heißt, Kin­dern eine zwei­te Chan­ce zu geben. Fünf Jah­re blei­ben die Mäd­chen im Schutz­haus, bis sie – wenn mög­lich – wie­der in ihre Fami­lie zurück­keh­ren oder in ein selbst­stän­di­ges Leben star­ten kön­nen. Es ist ein Teu­fels­kreis“, sagt sie lei­se, wäh­rend sie von den Zustän­den in ihrem Land erzählt kom­men ihr mehr­mals die Trä­nen und es bricht ihre Stim­me. Unse­re Mäd­chen sind Opfer von Opfern. Aber wir glau­ben dar­an, dass Hei­lung mög­lich ist. Es ist unse­re Mis­si­on, für ihre Rech­te ein­zu­tre­ten und ihnen zu zei­gen, dass Gott bei ihnen ist.“

Radio-Interview mit Sister Ailyn Binco:

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Auch Bischof Ste­fan Oster zeig­te sich tief berührt von der Arbeit der phil­ip­pi­ni­schen Ordens­frau. Mich rührt es zutiefst, wenn ich höre, wie sie die­sen Kin­dern hilft, ins Leben zurück­zu­fin­den – durch ech­te, auf­rich­ti­ge Zuwen­dung“, sag­te er beim Tref­fen mit mis­sio-Prä­si­dent Wolf­gang Huber in Pas­sau. Der Bischof erin­ner­te dar­an, dass auch die Kir­che in Deutsch­land aus ihrer eige­nen Geschich­te her­aus ver­pflich­tet sei, Miss­brauch auf­zu­ar­bei­ten, zu ver­hin­dern und Betrof­fe­ne zu beglei­ten. Das ist Arbeit an der Wür­de des Men­schen – ein gro­ßes Zeug­nis unse­res Glaubens.“

Hier können Sie schnell und unkompliziert helfen:

Der Monat der Welt­mis­si­on, die welt­weit größ­te Soli­da­ri­täts­ak­ti­on der Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken, ruft in die­sem Okto­ber dazu auf, die Pro­jek­te von mis­sio auf den Phil­ip­pi­nen zu unter­stüt­zen – für eine Zukunft, in der kein Kind mehr Opfer von Gewalt sein muss.

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v.l. Bischof Dr. Stefan Oster, missio Schutzengel Vanessa, Schwester Ailyn Binco, missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber und Christine Krammer, Leiterin des Referats Mission und Weltkirche
Über missio München:

Als Internationales Katholisches Hilfswerk steht missio an der Seite der Ärmsten und verbessert so die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Die Vision von missio ist eine gerechte Welt, in der alle Menschen in Würde leben können.

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