Bistum

Wittis beste Bohne

Redaktion am 19.02.2026

Info Icon Foto: Lisa Eichinger

„Hallo, hier von meiner Kaffeemaschine“ – so startet Pfarrer Michael Witti auf den Sozialen Medien unter „pfarrerwitti“ nicht nur persönlich, sondern ganz öffentlich in den Tag. 

Doch bleibt es nicht bei der Kaf­fee­ma­schi­ne – der beken­nen­de Kaf­fee-Influen­cer lässt sich bei jedem sei­ner kur­zen Impul­se, Spots oder Reels eine Tas­se Espres­so von sei­ner Maschi­ne brauen. 

Dass Wit­ti so affin mit den Socia­me­dia-Kanä­len gewor­den ist, ver­dankt er einer Fort­bil­dung im letz­ten Jahr. Kur­ze Bei­trä­ge ein schnel­les Sto­rytel­ling mit Wie­der­erken­nungs­wert, das kommt bei sei­nen Fol­lo­wern, inzwi­schen sind es 1528 und täg­lich wer­den es mehr, bes­tens an. 

Kaf­fee beglei­tet den heu­te 52jährigen schon seit sei­ner Stu­di­en­zeit, als er für die Kaf­fee­ver­sor­gung sei­ner Pro­fes­so­ren zustän­dig war. ​„Ohne Kaf­fee kann ich nicht in den Mor­gen star­ten“, gibt er zu. ​„Am Nacht­kastl steht mei­ne Rei­sees­pres­so­ma­schi­ne parat, die ihm schon gleich nach dem ers­ten Wecker läu­ten den ers­ten Espres­so braut. Anders komm ich nicht aus dem Bett.“ Dann geht es nach dem Duschen in die Küche, wo es nach dem Mor­gen­ge­bet den zwei­ten, viel­leicht eine drit­te Tas­se des mun­ter­ma­chen­den Getränks gibt und es erst dann aus dem Haus geht. ​„Am Nach­mit­tag noch eine Tas­se Cap­puc­ci­no, oder nach einem guten Essen, aber dann muss Schluss sein“, schmun­zelt er. Für ihn ist Kaf­fee ein Genuss und kein liter­wei­ses Trin­ken, nur weil man Kaf­fee trinkt. ​„Guter Kaf­fee hat min­des­tens so vie­le Aro­men wie ein guter Wein“, weiß Wit­ti, der ger­ne sei­ne Fähig­kei­ten in Sachen in sei­nem Whats­App Sta­tus mit allen die es sehen wol­len, teilt. 

Dass er jetzt sei­nen eige­nen Kaf­fee mit dem Namen ​„Don Miche­le“ erhal­ten hat, das ist Uli Nie­der­stei­ner zu ver­dan­ken, der sich in der Regi­on einen guten Namen mit sei­nem ​„Baruli“-Kaffee gemacht hat. Kräf­tig, säu­re­arm, voll­mun­dig und scho­ko­la­dig – so mag Wit­ti den Kaf­fee am liebs­ten – wobei der Weg zur rich­ti­gen Scho­ko­la­de nicht weit ist. ​„Für Nou­gat­scho­ko­la­de lass ich fast den Kaf­fee ste­hen“, so der Genie­ßer mit einem Augen­zwin­kern. 75 Pro­zent Ara­bica Boh­ne und 25 Pro­zent Robus­ta, das gan­ze etwa 17 Minu­ten gerös­tet und dann ruhen las­sen. ​„Das macht nicht nur wach, son­dern belebt auch die Sin­ne“, weiß der Pfar­rer, der ger­ne ​„Wit­tis bes­te Boh­ne“ in der Kaf­fee­tas­se weiß. 

Zwei Wochen hat Uli Nie­der­stei­ner getüff­telt und nach vier Röst­ver­su­chen, war der Kaf­fee, deren Roh­boh­ne aus Hon­du­ras, Indi­en und Bra­si­li­en stammt, fer­tig. Zuletzt war Nie­der­stei­ner in Indi­en und hat die Koope­ra­ti­ve, aus der er sei­ne Kaf­fee­boh­nen bezieht, einen Besuch abge­stat­tet. Auch da ist eine wei­te­re Schnitt­stel­le zum Pfarr­ver­band. ​„Die Kaf­fee­boh­nen stam­men aus der nörd­li­chen Regi­on Kera­la. Aus dem Distrikt stam­men auch die meis­ten indi­schen Seel­sor­ge­kol­le­gen, die in der Diö­ze­se Pas­sau arbei­ten“, weiß Wit­ti. Sechs bis acht Wochen braucht die Kaf­fee­boh­ne, bis sie auf dem See­weg über Ham­burg zur Alten­mark­ter Rös­te­rei kommt. ​„Wir rös­ten die Boh­ne, die als grü­nes Roh­ma­te­ri­al zu uns kommt selbst“, so Nie­der­stei­ner, der sein frü­he­res Hob­by zum Beruf gemacht hat. Nie­der­stei­ner hat sich vor Jah­ren schon sei­nen Kaf­fee in einem Trom­mel­rös­ter selbst zube­rei­tet. Als gelern­ter Redak­teur und Fil­mer, unter ande­rem beim Motor­sport­ma­ga­zin ​„Grip“ hat er sich durch vie­le Kaf­fee­sor­ten getrun­ken und nie was das Rich­ti­ge dabei. Vor elf Jah­ren hat er dann sei­ne eige­ne Rös­te­rei gegrün­det und ist seit­dem glücklich.

Dass es zum Namen ​„Don Miche­le“ gekom­men ist, war ein­fach. Schon als er vor 18 Jah­ren in den Pfarr­ver­band kam und viel mit Hans Aicher, dem jet­zi­gen Alt­bür­ger­meis­ter unter­wegs war, hat­ten die bei­den den Namen ​„Don Camil­lo und Pep­po­ne“ erhal­ten. Wäh­rend der Pep­po­ne jetzt sei­nen Ruhe­stand genießt, hofft der Pfar­rer jün­ge­res Publi­kum für sei­ne Bot­schaf­ten zu errei­chen. Auch sein Gesicht gibt Pfar­rer Micha­el Wit­ti für den Kaf­fee. Sein Kon­ter­fei samt Col­lar­hemd strahlt von der Packung und gibt so Wiedererkennungswert. 

Doch macht den Kaf­fee nicht nur eine gute Rös­tung aus, son­dern auch die Maschi­ne, die ihn zube­rei­tet. ​„Für eine Fil­ter­ma­schi­ne ist die­ser Kaf­fee nicht geeig­net“, infor­miert Nie­der­stei­ner und emp­fiehlt dafür einen Voll­au­to­ma­ten oder eine Bialetti. 

Doch ist der Kaf­fee ​„Don Miche­le“ nicht nur für den eige­nen See­len­genuß. ​„Mit dem Kauf tut man auch noch was Gutes“, so Nie­der­stei­ner und Wit­ti über­zeugt. Mit dem Kauf unter­stützt der Käu­fer die Akti­on ​„Mia san Clown“ des BDKJ. Im Jahr 2013 wur­de das Pro­jekt ins Leben geru­fen. Den Kin­dern im Kran­ken­haus soll Freu­de berei­tet wer­den. ​„Lachen bringt Lebens­qua­li­tät“, dar­über sind sich nicht nur die Macher der Akti­on, son­dern auch Wit­ti und Nie­der­stei­ner sicher. Gera­de bei chro­nisch kran­ken oder schwer­kran­ken Kin­dern sorgt ein Clown­be­such für Ent­span­nung und ein wenig Zeit, die mit ande­ren leich­te­ren Gedan­ken gefüllt wird. Das ist nicht nur bei den Kin­dern so, son­dern auch bei den Eltern, die ihren Kin­dern in der schwe­ren Zeit oft nicht von der Sei­te wei­chen. Die Akti­on, bei der Dr. Jojo jeden Mitt­woch auf der Alt­öt­tin­ger Kin­der­sta­ti­on ein Lächeln in die Gesich­ter der Kin­der und Erwach­se­nen zau­bert, wird rein aus Spen­den finanziert. 

Den Kaf­fee gibt es in der Rös­te­rei in Stein an der Traun, im Dom­la­den Pas­sau, im Online­han­del von Baru­li, im Café der Gärt­ne­rei Hög­ner in Hart/​Alz und im Feicht­ner Dorfladen. 

Text und Fotos: Tine Limmer

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Zentral am Domplatz gelegen ist unser Domladen ein Ort der Begegnung und Gespräche, eine Anlaufstelle für Suchende, eine spirituelle Oase – kurzum ein Zugang zu Leben und Religion. Christliche Literatur, geschmackvolle Geschenke, handgefertigte Kerzen, geistliche Musik, Rosenkränze und Glaubenssymbole – in einer ruhigen Atmosphäre finden Sie hier für viele Anlässe das Passende.

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