Soziales

50 Jahre Dreiflüsse-Werkstätten der Caritas

Redaktion am 26.10.2026

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Zusammen geht in den Dreiflüsse-Werkstätten was. Beim Jubiläum: Klaus Weidinger, stv. Landrat, Pfarrer Martin Prellinger, Helmut Weber und Astrid Wegerbauer und Helmut Weber, Caritas Abteilungsleiter, Werstättenchef Josef Wenk, Christian Lindinger MdL, Caritasdirektorin Andrea Anderlik, Oberbürgermeister Andreas Rother, Caritasvorstand Stefan Seiderer, Sabrina Dirlinger, Werkstattrat, Bezirksrat Stephan Gawlik und MdL Josef Heisl.

Inklusion, Miteinander und Heimat für Menschen mit Behinderung. Dafür stehen seit 50 Jahren die Passauer Dreiflüsse-Werkstätten; ein hochmoderner Systemlieferant der Caritas für die Industrie. Am Samstag, 24. Oktober, konnten sich Angehörige, Festgäste und viele Besucher:innen davon überzeugen. 

Die Men­schen mit Han­di­cap und das Werk­stät­ten-Team stell­ten ihre Arbeit. In den sie­ben Mon­ta­ge- und Ver­pa­ckungs­grup­pen, in der Pul­ver­be­schich­tung, der Schwei­ße­rei, Zer­spa­nung, Stan­ze­rei und Dru­cke­rei herrsch­te dich­tes Gedrän­ge. Auch in der Inten­siv­grup­pe zeig­ten die Mitarbeiter:innen ihr Kön­nen. Die 248 Mit­ar­bei­ten­den mit Han­di­cap, die aktu­ell 64 Per­so­nen beglei­tet und geför­dert wer­den waren rich­tig stolz, ihre Leis­tun­gen einem gro­ßen Publi­kum zu zei­gen. Mit Recht. Denn neben der BMW Group ver­las­sen sich vie­le regio­na­le Unter­neh­men und Part­ner­fir­men auf die Zusam­men­ar­beit in indus­tri­el­len und hand­werk­li­chen Berei­chen. Schö­ner als der Werk­statt­chor hät­te man es bei der Eröff­nung nicht sagen kön­nen. Wel­che Arbeit­neh­mer sin­gen schon beim Fir­men­ju­bi­lä­um ​„Wie schön, dass es die Werk­statt gibt“. 

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Werkstätten-Leiter Josef Wenk, (re.) erläutert die Arbeiten: Caritasvorstand Stefan Seiderer, Caritas-Abteilungsleiter Helmut Weber, Bezirksrat Stephan Gawlik, OB Oberbürgermeister Andreas Rother, Klaus Weidinger, stv. Landrat, Caritasvorständin Andrea Anderlik, MdL Christian Lindinger.

Zei­chen­haft eröff­ne­ten Sabri­na Dir­lin­ger, die Vor­sit­zen­de des Werk­statt­ra­tes, und der Lei­ter Josef Wenk gemein­sam den Tag. ​„Wir leis­ten gute und nach­hal­ti­ge Arbeit im Mit­ein­an­der und wün­schen, die­se Gemein­schaft auch in die Zukunft zu tra­gen. Wir hof­fen dabei auf die Unter­stüt­zung der Gesell­schaft und Poli­tik“. Die Cari­tas-Vor­stän­din Andrea Ander­lik beton­te ent­spre­chend der Cari­tas-Jah­res­kam­pa­gne ​„Zusam­men geht was in der Arbeit, in der Gemein­schaft und in der Ent­wick­lung seit 50 Jah­ren“. Und es gehe in der Cari­tas-Ein­rich­tung auch die Post ab. Die Cari­tas-Direk­to­rin an die Mit­ar­bei­ten­den gerich­tet: ​„Sie leis­ten jeden Tag Außer­ge­wöhn­li­ches an ihren qua­li­fi­zier­ten Arbeits­plät­zen. Sie arbei­ten mit Aus­dau­er, mit Prä­zi­si­on und Lei­den­schaft. Es geht wirk­lich etwas in den Drei­flüs­se-Werk­stät­ten. Und wir sind dar­auf rich­tig stolz. Ehren­gäs­te, Fami­li­en, Ange­hö­ri­ge und vie­le Besucher:innen haben sich beim ​„Tag der offe­nen Tür“ davon überzeugt. 

Ander­lik unter­strich wei­ter: Inklu­si­on dür­fe kei­ne Wort­hül­se blei­ben. Gera­de in Zei­ten, da Res­sour­cen knapp wer­den und wirt­schaft­li­cher Druck stei­ge ​„dür­fen die Men­schen mit Behin­de­rung nicht ver­ges­sen wer­den“. Sie beton­te gleich­zei­tig, die Werk­stät­ten sei­en ein ​„spe­zi­fi­scher Ort von Kir­che“. Hier wer­de Barm­her­zig­keit gelebt in der Hin­wen­dung zum Nächs­ten, in der beru­hi­gen­den Hand, dem stüt­zen­den Arm. Des­halb sprach sie von einem ​„star­ken Stück der Kir­che von Passau“.

Andre­as Rother, der Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Pas­sau, Klaus Wei­din­ger, stell­ver­tre­ten­der Land­rat, sowie Bezirks­rat Ste­phan Gaw­lik mach­ten in ihren Gruß­wor­ten die Bedeu­tung der Cari­tas-Werk­stät­ten für die Men­schen in der Regi­on deut­lich. Sie wür­dig­ten das Enga­ge­ment und den Team­geist in den Werk­stät­ten. Sie sei­en ein Ort, der Hei­mat ver­mitt­le. Pfar­rer Mar­tin Prel­lin­ger brach­te das bun­te Mit­ein­an­der mit einem Puz­zle-Bild aller Werk­statt-Grup­pen zum Aus­druck. Beim Rund­gang mit den Ehren­gäs­ten stell­te der Lei­ter, Josef Wenk, die Betriebs­ab­läu­fe vor und erläu­ter­te die För­der­mög­lich­kei­ten. Der ​„Tag der offe­nen Tür“ war mit hun­der­ten von Gäs­ten ein vol­ler Erfolg.

Die Ein­rich­tung wur­de unter dem Dach des Diö­ze­san-Cari­tas­ver­ban­des Pas­sau e.V. 1976 gegrün­det. Die Cari­tas hat­te in der Regi­on ab 1970 schritt­wei­se ein Netz an Werk­stät­ten für Men­schen mit Han­di­cap auf­ge­baut; 1970 in Pocking, 1973 in Alt­öt­ting und 1975 in Frey­ung, bevor 1976 der Stand­ort in Pas­sau-Grub­weg folg­te. Heu­te gehö­ren zu die­sem Ver­bund in Pas­sau auch die Donau­hof-Werk­stät­ten und die Werk­statt in Pas­sau (WiP). Wie alle aner­kann­ten Werk­stät­ten für behin­der­te Men­schen (WfbM) ent­stand die Ein­rich­tung mit dem gesetz­li­chen Auf­trag, Men­schen mit Han­di­cap, die nicht auf dem frei­en Arbeits­markt tätig sein kön­nen, eine pro­fes­sio­nel­le beruf­li­che Reha­bi­li­ta­ti­on, För­de­rung und Teil­ha­be am Arbeits­le­ben zu bieten.

Text: can/​wd

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