Bild: Bonifatiuswerk
Am 15. November ist der traditionelle Diaspora-Sonntag der katholischen Kirche: In Gottesdiensten in ganz Deutschland wird an diesem Tag die Kollekte für Katholiken in der Diaspora gesammelt. Das Bonifatiuswerk unterstützt mit diesen Spenden Projekte in Regionen, in denen Katholiken in der extremen Minderheit leben.
Das Bonifatiuswerk eröffnet die diesjährige bundesweite Aktion am 8. November in Fulda. Mit dem Leitwort „Glauben bezeugen – Hoffnung teilen“ setzt das Hilfswerk zur 60. Diaspora-Aktion ein Zeichen für gelebten Glauben, Solidarität und Nächstenliebe.
Ein besonderer Ort für einen besonderen Anlass: Die bundesweite Eröffnung der Aktion findet am Sonntag, 8. November, um 10 Uhr im Dom St. Salvator zu Fulda statt. Der Gottesdienst wird vom Domradio (www.domradio.de) und dem Fernsehsender EWTN.TV live im Stream übertragen.
Mit Fulda verbindet das Bonifatiuswerk eine besondere Geschichte: Im Dom ist der heilige Bonifatius begraben, der als „Apostel der Deutschen“ bezeichnet wird. „Der heilige Bonifatius lebte bereits vor 1.300 Jahren vor, was heute das Motto unseres Hilfswerks ist: Keiner soll alleine glauben!“, sagt Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Unter dem Leitwort „Glauben bezeugen – Hoffnung teilen“ steht die Diaspora-Aktion in diesem Jahr ganz im Zeichen des christlichen Glaubens, der Menschen stärkt, Orientierung gibt, Gemeinschaft schafft und gerade in schwierigen Lebenssituationen Hoffnung schenkt. Das Leitwort lädt dazu ein, den Glauben im Alltag durch konkrete Taten der Nächstenliebe erfahrbar zu machen. Gerade dort, wo Christinnen und Christen in extremer zahlenmäßiger Minderheit leben, sind verlässliche Gemeinschaften, lebendige Glaubensorte und solidarische Unterstützung von besonderer Bedeutung.
„Christinnen und Christen sollen wissen, dass sie nicht allein sind”
„Christinnen und Christen sollen wissen, dass sie nicht allein sind, nur weil sie vor Ort eine kleine Gemeinschaft bilden. 60 Jahre Diaspora-Aktion sind für uns Anlass, auf das Erreichte dankbar zurückzublicken – und zugleich zu fragen, wo unsere Solidarität heute besonders gebraucht wird“, sagt Monsignore Georg Austen. Die Diaspora-Aktion erinnere uns daran, „dass wir als Christinnen und Christen über Gemeinde- und Ländergrenzen hinweg zusammengehören. Wir wollen Menschen und Gemeinden solidarisch stärken, die ihren Glauben unter besonderen Bedingungen leben“.
Zusammen mit den Verantwortlichen des Bonifatiuswerks freut sich der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber auf die bundesweite Eröffnungsaktion: „Die kirchlichen Hilfswerke, so gerade auch das Bonifatiuswerk, machen besonders deutlich, dass wir Kirche als Volk Gottes sind, das eine lebendige Gemeinschaft aus vielen Völkern ist. Wir engagieren uns in Solidarität füreinander und miteinander – und wir lernen voneinander. Das wird bei der Eröffnung in Fulda spürbar sein.“
Bundesweiter Diaspora-Sonntag am 15. November
Höhepunkt der diesjährigen Aktion ist der Diaspora-Sonntag am 15. November. In den katholischen Gemeinden Deutschlands wird an diesem Tag für die Arbeit des Bonifatiuswerkes gesammelt. Die Spenden helfen dabei, Gemeinden und Projekte in der Diaspora zu unterstützen.
Quelle: Bonifatiuswerk / Text von Hartmut Salzmann
Über das Bonifatiuswerk
Das 1849 gegründete Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e. V. ist das Spendenhilfswerk für den Glauben und die Solidarität. Unter dem Leitwort„Keiner soll alleine glauben“ unterstützt es katholische Christinnen und Christen dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben. Mit seiner Bau‑, Verkehrs‑, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es jährlich mehr als 1000 Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.



