Bistum

Diaspora-Aktion 2026: Für Katholiken in Minderheit

Pressemeldung am 02.11.2026

Info Icon Bild: Bonifatiuswerk
„GLAUBEN BEZEUGEN – HOFFNUNG TEILEN“, ist das Leitwort der Diaspora-Aktion 2026.

Am 15. November ist der traditionelle Diaspora-Sonntag der katholischen Kirche: In Gottesdiensten in ganz Deutschland wird an diesem Tag die Kollekte für Katholiken in der Diaspora gesammelt. Das Bonifatiuswerk unterstützt mit diesen Spenden Projekte in Regionen, in denen Katholiken in der extremen Minderheit leben.

Das Boni­fa­ti­us­werk eröff­net die dies­jäh­ri­ge bun­des­wei­te Akti­on am 8. Novem­ber in Ful­da. Mit dem Leit­wort ​„Glau­ben bezeu­gen – Hoff­nung tei­len“ setzt das Hilfs­werk zur 60. Dia­spo­ra-Akti­on ein Zei­chen für geleb­ten Glau­ben, Soli­da­ri­tät und Nächstenliebe.

Ein beson­de­rer Ort für einen beson­de­ren Anlass: Die bun­des­wei­te Eröff­nung der Akti­on fin­det am Sonn­tag, 8. Novem­ber, um 10 Uhr im Dom St. Sal­va­tor zu Ful­da statt. Der Got­tes­dienst wird vom Dom­ra­dio (www​.dom​ra​dio​.de) und dem Fern­seh­sen­der EWTN​.TV live im Stream übertragen.

Mit Ful­da ver­bin­det das Boni­fa­ti­us­werk eine beson­de­re Geschich­te: Im Dom ist der hei­li­ge Boni­fa­ti­us begra­ben, der als ​„Apos­tel der Deut­schen“ bezeich­net wird. ​„Der hei­li­ge Boni­fa­ti­us leb­te bereits vor 1.300 Jah­ren vor, was heu­te das Mot­to unse­res Hilfs­werks ist: Kei­ner soll allei­ne glau­ben!“, sagt Mon­si­gno­re Georg Aus­ten, Gene­ral­se­kre­tär des Boni­fa­ti­us­wer­kes. Unter dem Leit­wort ​„Glau­ben bezeu­gen – Hoff­nung tei­len“ steht die Dia­spo­ra-Akti­on in die­sem Jahr ganz im Zei­chen des christ­li­chen Glau­bens, der Men­schen stärkt, Ori­en­tie­rung gibt, Gemein­schaft schafft und gera­de in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen Hoff­nung schenkt. Das Leit­wort lädt dazu ein, den Glau­ben im All­tag durch kon­kre­te Taten der Nächs­ten­lie­be erfahr­bar zu machen. Gera­de dort, wo Chris­tin­nen und Chris­ten in extre­mer zah­len­mä­ßi­ger Min­der­heit leben, sind ver­läss­li­che Gemein­schaf­ten, leben­di­ge Glau­ben­s­or­te und soli­da­ri­sche Unter­stüt­zung von beson­de­rer Bedeutung.

„Chris­tin­nen und Chris­ten sol­len wis­sen, dass sie nicht allein sind”

Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes

„Chris­tin­nen und Chris­ten sol­len wis­sen, dass sie nicht allein sind, nur weil sie vor Ort eine klei­ne Gemein­schaft bil­den. 60 Jah­re Dia­spo­ra-Akti­on sind für uns Anlass, auf das Erreich­te dank­bar zurück­zu­bli­cken – und zugleich zu fra­gen, wo unse­re Soli­da­ri­tät heu­te beson­ders gebraucht wird“, sagt Mon­si­gno­re Georg Aus­ten. Die Dia­spo­ra-Akti­on erin­ne­re uns dar­an, ​„dass wir als Chris­tin­nen und Chris­ten über Gemein­de- und Län­der­gren­zen hin­weg zusam­men­ge­hö­ren. Wir wol­len Men­schen und Gemein­den soli­da­risch stär­ken, die ihren Glau­ben unter beson­de­ren Bedin­gun­gen leben“.

Zusam­men mit den Ver­ant­wort­li­chen des Boni­fa­ti­us­werks freut sich der Ful­da­er Bischof Dr. Micha­el Ger­ber auf die bun­des­wei­te Eröff­nungs­ak­ti­on: ​„Die kirch­li­chen Hilfs­wer­ke, so gera­de auch das Boni­fa­ti­us­werk, machen beson­ders deut­lich, dass wir Kir­che als Volk Got­tes sind, das eine leben­di­ge Gemein­schaft aus vie­len Völ­kern ist. Wir enga­gie­ren uns in Soli­da­ri­tät für­ein­an­der und mit­ein­an­der – und wir ler­nen von­ein­an­der. Das wird bei der Eröff­nung in Ful­da spür­bar sein.“

Bundesweiter Diaspora-Sonntag am 15. November

Höhe­punkt der dies­jäh­ri­gen Akti­on ist der Dia­spo­ra-Sonn­tag am 15. Novem­ber. In den katho­li­schen Gemein­den Deutsch­lands wird an die­sem Tag für die Arbeit des Boni­fa­ti­us­wer­kes gesam­melt. Die Spen­den hel­fen dabei, Gemein­den und Pro­jek­te in der Dia­spo­ra zu unter­stüt­zen.

Quel­le: Boni­fa­ti­us­werk / Text von Hart­mut Salzmann

Über das Bonifatiuswerk

Das 1849 gegrün­de­te Boni­fa­ti­us­werk der deut­schen Katho­li­ken e. V. ist das Spen­den­hilfs­werk für den Glau­ben und die Soli­da­ri­tät. Unter dem Leit­wort​„Kei­ner soll allei­ne glau­ben“ unter­stützt es katho­li­sche Chris­tin­nen und Chris­ten dort, wo sie in einer extre­men Min­der­hei­ten­si­tua­ti­on, in der Dia­spo­ra, ihren Glau­ben leben. Mit sei­ner Bau‑, Verkehrs‑, Kin­­der- und Glau­bens­hil­fe för­dert es jähr­lich mehr als 1000 Pro­jek­te in Deutsch­land, Nord­eu­ro­pa und dem Baltikum.

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