Bild: Thomas König
Nach Abschluss umfangreicher Arbeiten an den beiden Dom-Glocken „Stürmerin“ und „Misericordia“ erklingt das Passauer Domgeläut wieder in gewohnter Stärke und Harmonie. Herzliche Einladung zum Dom-Glocken-Konzert am 14. November mit Experteninfos zum Domgeläut - am Domplatz in Passau.
Kirchen und Glocken gehören einfach zusammen. Selbst diejenigen, die ein Gotteshaus nicht so oft besuchen, hören zumindest das Glockengeläut, das ständig im Alltag begleitet. Die Glockengießerei Perner aus Passau inspiziert regelmäßig das Passauer Domgeläut. Hier wirken mächtige Kräfte, wenn ein Glockenklöppel auf eine mehre Tonnen schwere Glocke schlägt. „Bei Wartungsarbeiten hat man dann festgestellt, unsere älteste Glocke, die Stürmerin, die schlägt nicht mehr richtig. Da fehlt es am Klöppel, der dann an die Bronzewand der Glocke schlägt“, erklärt Dompropst Dr. Michael Bär. Auch das Joch bereitete den Experten Sorgen — ein Glockenjoch ist die tragende Drehachse, an der eine Kirchenglocke im Glockenstuhl aufgehängt ist. Es bildet den mechanischen Dreh- und Angelpunkt, um die Glocke sicher in Schwung zu bringen und ihren Klang optimal zu entfalten. Das heutige Joch für die „Stürmerin“ war ursprünglich gar nicht für diese Glocke gebaut worden, sondern ist noch weit älter, erklärt der Dompropst weiter. Auch bei der Glocke „Misericordia“ gab es Auffälligkeiten. Kurzum — Handlungsbedarf und damit ein Job für die Experten der Glockengießerei Perner. Jetzt – nach Abschluss der Arbeiten an den beiden Dom-Glocken „Stürmerin“ und „Misericordia“ erklingt das Passauer Domgeläut wieder in gewohnter Stärke und Harmonie.
Mehr Informationen zu den Arbeiten und zum Dom-Glocken-Konzert erhalten Sie im Interview mit Dompropst Dr. Michael Bär:
Ihnen entgeht ein toller Beitrag!
Dom-Glocken-Konzert mit Experteninfos
Um die acht Glocken, die in den beiden Westtürmen der Passauer Stephanskathedrale hängen, kennenzulernen, lädt das Bistum Passau herzlich auf den Domplatz ein. Am Samstag, den 14. November 2026 ab 15.00 Uhr wird u.a. ein Dom-Glocken-Konzert aufgeführt. Außerdem werden die Experten Rudolf Perner, Inhaber der Glockengießerei Perner und Rudolf Bürgermeister, Glockensachverständiger des Bistums Passau die Glocken vorstellen.
Dom-Glocken-Konzert in Passau
- Wann:
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Samstag, 14.11.26
- Wo:
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Domplatz Passau
- 15.00 Uhr
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Sonntagsanläuten wie jeden Samstag
- 15.15 Uhr
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Begrüßung Dompropst Dr. Michael Bär
- 15.20 Uhr
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Vorstellung der Glocken des Domgeläutes mit Läuteproben
- 15.45 Uhr
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Vorstellung verschiedener Läuteprogramme
- 16.00 Uhr
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Gesamtgeläut
- 16.15 Uhr
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Ende
- Glocken-Experten:
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Rudolf Perner (Glockengießerei Perner)
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Rudi Bürgermeister (Glockensachverständiger Bistum Passau)
Hintergrund zum Domgeläut
Die prominenteste Vertreterin des achtstimmigen Domgeläutes ist die 7750 kg schwere Pummerin mit einem Durchmesser von 2,32 m. Sie wurde 1951 als größte Glocke Süddeutschlands von der Glockengießerei Perner gegossen. Im Südturm über ihr hängt mit der Stürmerin die älteste Glocke im Dom. Sie wurde 1733 von Drackh gegossen, wiegt 5,3 t und beeindruckt durch Ihren schweren, wuchtigen Klang auf a0. Im Jahr 1999 wurde das Geläut durch den Ton g0 mit der 6 t schweren Misericordia erweitert. Die tiefe Halbtonreibung mit dem fis0 der Pummerin ist für den Hörer nahezu greifbar. In der oberen Glockenstube des Nordturms befinden sich über der Misericordia die vier „kleineren“ von L. Lorenz 1896/1897 gegossenen Glocken ab 3,4 t Gewicht und eine fünfte Glocke von Perner mit 500 kg, die Konrad-Glocke.
Kennen Sie die Glockendatenbank des Bistums Passau? Hier können Sie ihr eigens zusammengestelltes Geläut zum Klingen bringen. Rudolf Bürgermeister, Glockensachverständiger des Bistums Passau, erklärt die Datenbank – und Sie können auch selber loslegen:




