Foto: KDFB
Finanzielle Rücklagen des KDFB-Hilfsfonds schwinden, Frauenbund ruft zu Spenden für Fonds „Frauen in Not“ auf.
Finanzielle Not hat viele Gesichter. Eine schwere Erkrankung, eine Trennung oder der unerwartete Verlust des Arbeitsplatzes können Gründe dafür sein, warum Geld für das Nötigste fehlt. Dann kommt der Fonds „Frauen in Not“ des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) in der Diözese Passau ins Spiel. Der Fonds ist seit vielen Jahren eine wichtige Anlaufstelle für Frauen und Familien, die unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Doch nun ist der Fonds selbst auf Hilfe angewiesen.
Rund 273.500 Euro hat der KDFB von 2015 bis 2025 aus dem Fonds ausbezahlt. „In diesem Jahr haben wir in Not geratene Frauen bereits mit mehr als 20.000 Euro unterstützt“, berichtet Geschäftsführerin Kathrin Plechinger. Doch während der Bedarf an Unterstützung hoch ist, bleiben die Spendeneinnahmen deutlich hinter den Auszahlungen zurück. „Bislang haben wir 2026 nur 6.500 Euro Spendeneinnahmen erhalten. Bereits seit einigen Jahren müssen wir feststellen, dass immer weniger Spenden auf dem Konto des Fonds eingehen“, führt Plechinger aus. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass die Rücklagen des Fonds schrumpfen. Damit wird es für den Frauenbund zunehmend schwieriger, die bisherige Unterstützung aufrechtzuerhalten.
Zuschüsse für Lebensmittel, eine neue Brille oder eine Waschmaschine für eine fünfköpfige Familie – in Fällen wie diesen greift der Fonds bislang unter die Arme. „Dabei sind uns zwei Faktoren besonders wichtig: Die Hilfe muss unkompliziert und schnell erfolgen“, betont Diözesanvorsitzende Claudia Seibold. In Not geratene Frauen können über die jeweilige Zweigvereinsvorsitzende, die Dekanatsleiterin sowie über kirchliche und staatliche Beratungsstellen Hilfe beantragen. Die Anträge werden umgehend von einem Gremium des Diözesanvorstandes, das der Schweigepflicht unterliegt, geprüft; wird die Hilfe bewilligt, erfolgt zeitnah die Auszahlung. Neben der Unterstützung von Einzelpersonen hilft der KDFB mit dem Fonds bereits seit mehr als zwanzig Jahren Einrichtungen, die sich an Not geratene Frauen wenden. „Alljährlich spenden wir je 1.000 Euro an das Passauer Frauenhaus und die Passauer Beratungsstelle von ‚Solwodi‘. Beide Einrichtungen rechnen fest mit diesen Spenden und wissen, dass sie sich auch unter dem Jahr auf uns verlassen können“, so Seibold. So unterstützt der KDFB zusätzlich kontinuierlich Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind und im Frauenhaus Schutz suchen. Im Rahmen der sogenannten Opferhilfe erhalten sie eine finanzielle Soforthilfe, um die Zeit bis zur Bewilligung staatlicher Leistungen, beispielsweise durch das Jobcenter, zu überbrücken. „Damit wollen wir verhindern, dass Frauen in einer akuten Krise durch finanzielle Sorgen zusätzlich belastet werden“, betont Seibold.
Um diese Unterstützung auch künftig leisten zu können, ist der KDFB auf verlässliche Spender*innen angewiesen. Einige Unternehmen engagieren sich bereits seit Jahren für den Fonds. „Sehr wertvoll sind für uns regelmäßige Spenden. Beispielsweise hat es schon Tradition, dass die Dreisessel-Apotheke Neureichenau zusammen mit der Arnika-Apotheke sind wir sehr dankbar.“ Insgesamt jedoch ist das Spendenaufkommen deutlich zu niedrig. Deshalb hat sich der KDFB entschieden, regionale Unternehmen und die Bevölkerung direkt um Hilfe zu bitten. „Die Spenderinnen und Spender können sich sicher sein, dass ihr Geld zu 100 Prozent bei in Not geratenen Frauen ankommt“, versichert Claudia Seibold.
Text: KDFB
Wer den Fonds unterstützen möchte, kann direkt auf folgendes Konto spenden:
Spendenkonto „Fonds Frauen in Not“
Liga Bank
IBAN DE66 7509 0300 0104 3578 41
BIC GENODEF1M05



