Soziales

KDFB Unterstützung für Fonds Frauen in Not

Redaktion am 04.11.2026

Info Icon Foto: KDFB
KDFB-Diözesanvorsitzende Claudia Seibold (links) und Geschäftsführerin Kathrin Plechinger bitten um Unterstützung für den Fonds „Frauen in Not“.

Finanzielle Rücklagen des KDFB-Hilfsfonds schwinden, Frauenbund ruft zu Spenden für Fonds „Frauen in Not“ auf.

Finan­zi­el­le Not hat vie­le Gesich­ter. Eine schwe­re Erkran­kung, eine Tren­nung oder der uner­war­te­te Ver­lust des Arbeits­plat­zes kön­nen Grün­de dafür sein, war­um Geld für das Nötigs­te fehlt. Dann kommt der Fonds ​„Frau­en in Not“ des Katho­li­schen Deut­schen Frau­en­bun­des (KDFB) in der Diö­ze­se Pas­sau ins Spiel. Der Fonds ist seit vie­len Jah­ren eine wich­ti­ge Anlauf­stel­le für Frau­en und Fami­li­en, die unver­schul­det in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten gera­ten sind. Doch nun ist der Fonds selbst auf Hil­fe angewiesen.

Rund 273.500 Euro hat der KDFB von 2015 bis 2025 aus dem Fonds aus­be­zahlt. ​„In die­sem Jahr haben wir in Not gera­te­ne Frau­en bereits mit mehr als 20.000 Euro unter­stützt“, berich­tet Geschäfts­füh­re­rin Kath­rin Plechin­ger. Doch wäh­rend der Bedarf an Unter­stüt­zung hoch ist, blei­ben die Spen­den­ein­nah­men deut­lich hin­ter den Aus­zah­lun­gen zurück. ​„Bis­lang haben wir 2026 nur 6.500 Euro Spen­den­ein­nah­men erhal­ten. Bereits seit eini­gen Jah­ren müs­sen wir fest­stel­len, dass immer weni­ger Spen­den auf dem Kon­to des Fonds ein­ge­hen“, führt Plechin­ger aus. Die­se Ent­wick­lung hat zur Fol­ge, dass die Rück­la­gen des Fonds schrump­fen. Damit wird es für den Frau­en­bund zuneh­mend schwie­ri­ger, die bis­he­ri­ge Unter­stüt­zung aufrechtzuerhalten.

Zuschüs­se für Lebens­mit­tel, eine neue Bril­le oder eine Wasch­ma­schi­ne für eine fünf­köp­fi­ge Fami­lie – in Fäl­len wie die­sen greift der Fonds bis­lang unter die Arme. ​„Dabei sind uns zwei Fak­to­ren beson­ders wich­tig: Die Hil­fe muss unkom­pli­ziert und schnell erfol­gen“, betont Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Clau­dia Sei­bold. In Not gera­te­ne Frau­en kön­nen über die jewei­li­ge Zweig­ver­eins­vor­sit­zen­de, die Deka­nats­lei­te­rin sowie über kirch­li­che und staat­li­che Bera­tungs­stel­len Hil­fe bean­tra­gen. Die Anträ­ge wer­den umge­hend von einem Gre­mi­um des Diö­ze­san­vor­stan­des, das der Schwei­ge­pflicht unter­liegt, geprüft; wird die Hil­fe bewil­ligt, erfolgt zeit­nah die Aus­zah­lung. Neben der Unter­stüt­zung von Ein­zel­per­so­nen hilft der KDFB mit dem Fonds bereits seit mehr als zwan­zig Jah­ren Ein­rich­tun­gen, die sich an Not gera­te­ne Frau­en wen­den. ​„All­jähr­lich spen­den wir je 1.000 Euro an das Pas­sau­er Frau­en­haus und die Pas­sau­er Bera­tungs­stel­le von ​‚Sol­wo­di‘. Bei­de Ein­rich­tun­gen rech­nen fest mit die­sen Spen­den und wis­sen, dass sie sich auch unter dem Jahr auf uns ver­las­sen kön­nen“, so Sei­bold. So unter­stützt der KDFB zusätz­lich kon­ti­nu­ier­lich Frau­en, die von häus­li­cher Gewalt betrof­fen sind und im Frau­en­haus Schutz suchen. Im Rah­men der soge­nann­ten Opfer­hil­fe erhal­ten sie eine finan­zi­el­le Sofort­hil­fe, um die Zeit bis zur Bewil­li­gung staat­li­cher Leis­tun­gen, bei­spiels­wei­se durch das Job­cen­ter, zu über­brü­cken. ​„Damit wol­len wir ver­hin­dern, dass Frau­en in einer aku­ten Kri­se durch finan­zi­el­le Sor­gen zusätz­lich belas­tet wer­den“, betont Seibold.

Um die­se Unter­stüt­zung auch künf­tig leis­ten zu kön­nen, ist der KDFB auf ver­läss­li­che Spender*innen ange­wie­sen. Eini­ge Unter­neh­men enga­gie­ren sich bereits seit Jah­ren für den Fonds. ​„Sehr wert­voll sind für uns regel­mä­ßi­ge Spen­den. Bei­spiels­wei­se hat es schon Tra­di­ti­on, dass die Dreisessel-Apo­the­ke Neu­rei­chen­au zusam­men mit der Arni­ka-Apo­the­ke sind wir sehr dank­bar.“ Ins­ge­samt jedoch ist das Spen­den­auf­kom­men deut­lich zu nied­rig. Des­halb hat sich der KDFB ent­schie­den, regio­na­le Unter­neh­men und die Bevöl­ke­rung direkt um Hil­fe zu bit­ten. ​„Die Spen­de­rin­nen und Spen­der kön­nen sich sicher sein, dass ihr Geld zu 100 Pro­zent bei in Not gera­te­nen Frau­en ankommt“, ver­si­chert Clau­dia Seibold.

Text: KDFB

Wer den Fonds unterstützen möchte, kann direkt auf folgendes Konto spenden:

Spen­den­kon­to ​„Fonds Frau­en in Not“ 
Liga Bank 
IBAN DE66 7509 0300 0104 3578 41 
BIC GENODEF1M05

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