Weltkirche

Kirchen fordern sofortige humanitäre Hilfe an griechisch-türkischer Grenze

Pressemeldung am 10.03.2020

Info Icon Bild von Jose Conejo Saenz auf Pixabay

Der evangelisch-lutherische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx haben die politisch Verantwortlichen zu sofortiger humanitärer Hilfe an der griechisch-türkischen Grenze aufgefordert. Treffen von Evangelisch-Lutherischer Landeskirche und Freisinger Bischofskonferenz.

„Anstatt huma­ni­tä­re Lösun­gen zu fin­den, bei denen alle Län­der Euro­pas Ver­ant­wor­tung über­neh­men, hält man sich Män­ner, Frau­en und Kin­der, die Schutz suchen, mit Trä­nen­gas vom Leib. Es ist erbärm­lich, was sich an der tür­kisch-grie­chi­schen Gren­ze der­zeit abspielt“, sag­te Bedford-Strohm beim tur­nus­ge­mä­ßen Tref­fen der Frei­sin­ger Bischofs­kon­fe­renz und der Kir­chen­lei­tung der Evan­ge­lisch-Luthe­ri­schen Kir­che am Mon­tag, 9. März, in München. 

„Es geht nicht um eine unkon­trol­lier­te Grenz­öff­nung, son­dern dar­um, die kon­kre­te Not nicht aus den Augen zu ver­lie­ren“, erklär­te der Münch­ner Erz­bi­schof Marx, der Vor­sit­zen­der der katho­li­schen baye­ri­schen Bischö­fe ist. Bei dem Tref­fen zeig­ten sich die Bischö­fe besorgt über die Poli­tik des tür­ki­schen Prä­si­den­ten, der ein zyni­sches Spiel betrei­be, indem er Men­schen an die Gren­ze locke. Den­noch habe die Tür­kei, ein mus­li­mi­sches Land, 3,7 Mil­lio­nen Men­schen auf­ge­nom­men. Dage­gen sei es unver­ständ­lich, dass sich das christ­li­che Euro­pa wei­ge­re, 5.000 Kin­der auf­zu­neh­men. (kel)

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