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Weltkirche

Kindermissionswerk stellt 133.000€ Nothilfe für Südsudan bereit

Pressemeldung am 22.01.2020

Suedsudan Fluechtlingscamp Wau Winniy Familie Harms 468 info-icon-20px Foto: Kathrin Harms / Kindermissionswerk

Das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ begrüßt die seit vergangenen Mittwoch (15. Januar) geltende Waffenruhe im Südsudan, auf die sich Regierung sowie alle Oppositionsgruppen geeinigt haben. Die Unterzeichner verpflichten sich damit zugleich, sichere Korridore für Hilfslieferungen aus dem Ausland zu ermöglichen.

Und die­se sind drin­gend not­wen­dig. Mil­lio­nen Men­schen lei­den in dem ost­afri­ka­ni­schen Land unter den Fol­gen des Bür­ger­krie­ges, unter Hun­ger und Natur­ka­ta­stro­phen. Das Kin­der­mis­si­ons­werk stellt 133.000 Euro für Not­hil­fe­maß­nah­men sei­ner Part­ner vor Ort bereit. Mit dem Geld wer­den Lebens­mit­tel für 4.200 Kin­der und deren Fami­li­en in der Diö­ze­se Wau im Nord­wes­ten des Lan­des bereit­ge­stellt sowie Schul­un­ter­richt für Geflüch­te­te in abge­le­ge­nen Dör­fern ermöglicht.

Suedsudan Fluechtlingscamp Stefanie Harms 512 info-icon-20px Foto: Kathrin Harms / Kindermissionswerk
Stefanie Frels mit drei sudanesischen Kindern.

Die jetzt ver­ein­bar­te Waf­fen­ru­he ist ein wich­ti­ges Signal und ein hof­fent­lich ers­ter Schritt hin zu einem dau­er­haf­ten Frie­den“, sagt Ste­fa­nie Frels, Süd­su­dan-Län­der­re­fe­ren­tin im Kin­der­mis­si­ons­werk, die sich Ende ver­gan­ge­nen Jah­res ein Bild von der Lage vor Ort mach­te. Wenn die Waf­fen schwei­gen, kön­nen wir die betrof­fe­nen Men­schen viel leich­ter errei­chen, ihnen die so drin­gend not­wen­di­ge Hil­fe zukom­men las­sen und das Leid, vor allem der Kin­der, etwas lin­dern. Es gibt seit Mona­ten viel zu wenig zu essen. Und die Lebens­mit­tel, die da sind, sind maß­los über­teu­ert“, so Frels. Grün­de für den gro­ßen Man­gel an Grund­nah­rungs­mit­teln sind die seit Jah­ren andau­ern­den gewalt­tä­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen, extre­me Dür­ren und mas­si­ve Über­schwem­mun­gen in wei­ten Tei­len des Lan­des, die gan­ze Ern­ten ver­nich­tet haben.

Die Not­hil­fe­maß­nah­men in der Diö­ze­se Wau kom­men vor allem Kin­dern aus stark benach­tei­lig­ten Fami­li­en zu Gute. Dazu zäh­len Fami­li­en, deren Fami­li­en­vor­stän­de auf­grund kör­per­li­cher oder geis­ti­ger Behin­de­rung nicht mehr zum Lebens­un­ter­halt bei­tra­gen kön­nen. Die­se Fami­li­en sind häu­fig obdach­los und leben vom Betteln.

Gemein­sam mit sei­nen loka­len Part­nern, den Schwes­tern der Con­gre­ga­ti­on of the Holy Fami­ly (CHF) und der Diö­ze­se, stellt das Kin­der­mis­si­ons­werk Lebens­mit­tel für einen Zeit­raum von fünf Mona­ten zur Ver­fü­gung. Zudem wer­den in fünf abge­le­ge­nen Dör­fern süd­lich der Stadt Wau ein­fa­che, tem­po­rä­re Schul­räu­me gebaut, um die Kin­der wie­der unter­rich­ten und ihnen eine war­me Mahl­zeit am Tag anbie­ten zu können.

Bereits im Dezem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res hat­te das Kin­der­mis­si­ons­werk nach den ver­hee­ren­den Über­flu­tun­gen im Süd­su­dan 90.000 Euro für eine Not­hil­fe zur Ver­fü­gung gestellt. Mit dem Geld konn­te den Men­schen in den von Hoch­was­ser betrof­fe­nen Gebie­ten in der Diö­ze­se Mala­kal mit 1.500 gro­ßen Schutz­pla­nen zum Bau von Hüt­ten sowie 3.000 Mos­ki­to­net­zen zum Schutz vor Mala­ria gehol­fen werden.

Hintergrund:

Der Süd­su­dan ist das jüngs­te Land der Welt und hat­te im Som­mer 2011 sei­ne Unab­hän­gig­keit vom Sudan erklärt. Zwei Jah­re spä­ter, im Dezem­ber 2013, begann in dem ost­afri­ka­ni­schen Land ein Bür­ger­krieg. Ein im Sep­tem­ber 2018 unter­zeich­ne­tes Frie­dens­ab­kom­men hat­te zu einer Abschwä­chung der Kämp­fe geführt, aller­dings waren an der Ver­ein­ba­rung nicht alle süd­su­da­ne­si­schen Rebel­len betei­ligt gewe­sen. Mit dem neu­es­ten Abkom­men hat sich erst­mals die Regie­rung mit allen Oppo­si­ti­ons­grup­pen auf eine Waf­fen­ru­he verständigt.

Bil­der und Text: Kindermissionswerk