Bistum

„Lasst uns ziehen in Frieden“

Tamina Friedl am 02.02.2026

Info Icon Foto: Tamina Friedl / pbp

Im Rahmen des Pontifikalgottesdienstes zum Fest der Darstellung des Herrn erinnerte Bischof Stefan Oster an die Darstellung des Jesuskindes im Tempel von Jerusalem, 40 Tage nach seiner Geburt. Zahlreiche Gläubige entzündeten im Passauer Stephansdom ihre Kerzen und zogen bei einer Lichterprozession gemeinsam ein.

Am Tag von Mariä Licht­mess, wie das Fest der Dar­stel­lung des Herrn auch genannt wird, wird zugleich der Tag des geweih­ten Lebens gefei­ert. In sei­ner Pre­digt ver­wies Bischof Oster so zunächst auf Tho­mas von Aquin. Auf sein Werk bezie­hen sich Theo­lo­gen noch heu­te, obwohl es auf den ers­ten Blick bei­na­he lang­wei­lig daher­kom­me, so der Bischof. Bei genaue­rem Hin­se­hen jedoch wer­de deut­lich, mit welch gro­ßer Hin­ga­be und inne­rem Licht er die Din­ge beschrie­ben habe und dadurch das, was er sagen woll­te, zum Leuch­ten gebracht habe. Tho­mas von Aquin sei von Anfang an ein Gott­ge­weih­ter gewe­sen, weil er sein Leben in den Dienst Got­tes stell­te und nichts ande­res woll­te, als ihn zu ver­kün­den und auf ihn hin­zu­wei­sen: Geweih­te Men­schen suchen die Nähe, die Wirk­lich­keit zum Herrn.“

Die­se Art der Wirk­lich­keit beschrieb auch Valen­tin Tom­berg: Jeman­den lie­ben bedeu­tet das Wirk­lich­wer­den des ande­ren für mich.“ Jeder kön­ne das nach­voll­zie­hen, so Bischof Oster. Wenn man eine Per­son rich­tig gern habe, dann wer­de sie im eige­nen Leben ganz wirk­lich. Dadurch neh­me man teil am Leben einer ande­ren Per­son, tei­le Leid und Freud glei­cher­ma­ßen. In der hei­li­gen Mes­se fei­ern wird schließ­lich das Wirk­lich­wer­den Jesu im Hören sei­nes Wor­tes und in unse­rer Gemein­schaft. In gewis­ser Wei­se kön­nen wir sagen, dass wir alle gott­ge­weiht sind, weil wir alle getauft sind“, rich­tet sich der Bischof an die Gläu­bi­gen. War­um also fei­ern wir dann über­haupt die­sen Tag des geweih­ten Lebens? Weil wir Zeu­gin­nen und Zeu­gen in unse­rer Kir­che brau­chen. Men­schen, die sagen: Das, was ich suche, was mir Sinn gibt, was mir inne­re Freu­de gibt, was mir Leben und grö­ße­res Glück ver­heißt – Für das oder bes­ser für den will ich ganz leben.“ Die­se Men­schen wür­den alle ande­ren dar­auf hin­wei­sen, wohin im Grun­de jeder Getauf­te unter­wegs sei. Wir gehen auf ein Lebens­ziel zu, in dem Gott unser Leben und das von uns allen mit­ein­an­der erfül­len wird“, so der Bischof. Men­schen wie etwa Ordens­leu­te, die eine Wei­he erfah­ren haben, haben ihr Leben Gott so zur Ver­fü­gung gestellt, dass sie ande­ren genau dies zeigen. 

Geweih­te Men­schen suchen die Nähe, die Wirk­lich­keit zum Herrn.”

Bischof Stefan Oster

Die Predigt von Bischof Oster finden Sie hier zum Nachsehen und Nachhören:

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Die Wirk­lich­keit des Herrn in unse­rem Leben ver­än­dert uns“, so Bischof Ste­fan Oster. Dazu genü­ge Gott allein. Das bedeu­te nicht, dass wir kei­ne Mit­men­schen brau­chen, son­dern dass wir Gott mehr als alles ande­re brau­chen und er uns hel­fe, alle ande­ren aus ihm her­aus zu lie­ben. Bischof Ste­fan for­der­te die Gläu­bi­gen abschlie­ßend auf, sich vor­zu­stel­len, dass sie der Herr immer beglei­te. So wür­den wir Zeu­gen einer grö­ße­ren Frei­heit, wenn wir aus Lie­be zu ihm und zu den Men­schen leben.

Im Anschluss an den Wort­got­tes­dienst wur­de tra­di­tio­nell der Bla­si­us­segen gespen­det und somit um Schutz gegen Hals­krank­hei­ten gebe­ten. Musi­ka­lisch gestal­tet wur­de der Got­tes­dienst von Dom­chor und Dom­blä­sern unter der Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger gemein­sam mit Dom­kan­tor Maxi­mi­li­an Jäger an der Orgel. 

Wissenswertes rund um das Fest der Darstellung des Herrn und den Blasiussegen lesen Sie hier:

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