Weltkirche

Zukunft mit beruflicher Bildung

Redaktion am 16.03.2026

Info Icon Bild: Kathrin Harms / Misereor
Die Brüder Silas Teyim (links) und Ulrich Gansop machen eine Ausbildung in der Elektrowerkstatt von Bertrand Njomko in Douala in Kamerun. Der Misereor-Partner CODAS Caritas Douala unterstützt sie dabei, u.a. indem er einen Teil der Ausbildungskosten übernimmt.

Am Sonntag, dem 22. März, wird in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands für Misereor gesammelt – es ist der Höhepunkt der alljährlichen Fastenaktion am 5. Fastensonntag. Das Bischöfliche Hilfswerk ruft zur Unterstützung auf, um die Lebensbedingungen für benachteiligte Menschen weltweit dauerhaft zu verbessern – gemeinsam mit rund 3.000 Projektpartnern in 83 Ländern. In diesem Jahr richtet Misereor den Blick auf beispielhafte Projekte in Kamerun. 

Die dies­jäh­ri­ge Fas­ten­ak­ti­on steht unter dem Leit­wort Hier fängt Zukunft an“ und nimmt die Aus­bil­dung jun­ger Men­schen in benach­tei­lig­ten Regio­nen in den Fokus. Beson­ders deut­lich wird das im Mise­re­or-Part­ner­land Kame­run: Hier ist der Ein­stieg ins Berufs­le­ben für vie­le schwie­rig, Aus­bil­dungs­plät­ze sind rar und oft zu teu­er. Alar­mie­rend ist das in einem so jun­gen Land wie Kame­run. Die Mehr­heit der Men­schen ist unter 35 Jah­re alt – sie ist die Zukunft. Las­sen Sie uns gemein­sam mit der Kol­lek­te am 5. Fas­ten­sonn­tag ein kraft­vol­les Zei­chen der Soli­da­ri­tät set­zen, das jun­gen Men­schen zeigt: Wir ste­hen an Eurer Sei­te“, so der Appell von Franz Gul­de, Lei­ter der Bil­dungs­ab­tei­lung von Misereor.

Ges­tern Schü­le­rin, heu­te Vorbild

Gemein­sam mit der kame­ru­ni­schen Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on CODAS-Cari­tas Dou­a­la ermög­licht Mise­re­or jun­gen Men­schen eine qua­li­fi­zier­te beruf­li­che Bil­dung, so zum Bei­spiel auch Pau­li­ne Maï­day aus Dou­a­la: Nach ihrer Schnei­der­leh­re bei CODAS gibt sie ihr Wis­sen und ihre Erfah­rung an jun­ge Men­schen wei­ter. Ich möch­te ande­ren Frau­en Mut machen. Wenn ich es geschafft habe, kön­nen sie es auch schaf­fen. Ich möch­te Zukunft wei­ter­ge­ben“, erzählt Pau­li­ne Maï­day vol­ler Über­zeu­gung. So wird Bil­dung zur Initi­al­zün­dung für eine Ent­wick­lung, die über die nächs­te Gene­ra­ti­on hin­aus- und in die Gesell­schaft hineinwirkt.

Soli­da­ri­tät in Krisenzeiten 

Ange­sichts einer geo­po­li­ti­schen Lage, die vie­le Men­schen ver­un­si­chert, und glo­ba­ler Her­aus­for­de­run­gen wie der Kli­ma­kri­se stellt die Fas­ten­ak­ti­on die Fra­ge nach unser aller Ver­ant­wor­tung für eine gemein­sa­me Zukunft. Und nach unse­rem Zusam­men­halt: Gera­de jetzt ist es wich­tig, dass wir uns nicht abschot­ten, son­dern Ver­ant­wor­tung tei­len. Ihre Spen­de ist dabei weit mehr als Geld – sie ist geleb­te Soli­da­ri­tät, die Per­spek­ti­ven für eine lebens­wer­te Zukunft schafft“, unter­streicht Han­nah Braucks, die als Bil­dungs­re­fe­ren­tin die Fas­ten­ak­ti­on mit­ge­stal­tet. (Text: Pres­se­mit­tei­lung Misereor)

Gast aus Kame­rum im Bis­tum Passau

Bei ihrem Besuch in Bis­tum Pas­sau, der von Chris­ti­ne Kram­mer vom Refe­rat Welt­kir­che orga­ni­siert wur­de, konn­te die 36-jäh­ri­ge Pau­li­ne Maï­day von den Pro­ble­men in ihrer Hei­mat und der wich­ti­gen Unter­stüt­zung durch Mise­re­or vor Ort berich­ten. So war sie u.a. in Frey­ung beim Eine-Welt-Ver­ein Ser­ra­ni­to Frey­ung“ zu Gast, um ihr Strat-Up vor­zu­stel­len. Auch an Schu­len hielt Pau­li­ne Mai­day Vor­trä­ge. Das Gym­na­si­um Leo­pol­dinum in Pas­sau z.B. ist eine Mise­re­or­schu­le, d. h., offi­zi­el­ler Part­ner von Mise­re­or mit Fair-Trade-Pau­sen­ver­kauf, Pro­jekt­för­der­ak­tio­nen und auch Vor­trä­gen mit Gäs­ten. Pau­li­ne Mai­day refe­rier­te in der 5. Jahr­gangs­stu­fe vor ca. 60 Schü­le­rIn­nen und dann auch noch in der 11. Jahr­gangs­stu­fe mit ca. 25 SchülerInnen. 

Hier der aus­führ­li­che Arti­kel mit Radiointerview:

Weltkirche
26.02.2026

Misereor–Gast aus Kamerun

Mit einem live im ARD-Fernsehen übertragenen Gottesdienst ist am Sonntag in Hofheim die Fastenaktion von…

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