Bild: Kathrin Harms / Misereor
Am Sonntag, dem 22. März, wird in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands für Misereor gesammelt – es ist der Höhepunkt der alljährlichen Fastenaktion am 5. Fastensonntag. Das Bischöfliche Hilfswerk ruft zur Unterstützung auf, um die Lebensbedingungen für benachteiligte Menschen weltweit dauerhaft zu verbessern – gemeinsam mit rund 3.000 Projektpartnern in 83 Ländern. In diesem Jahr richtet Misereor den Blick auf beispielhafte Projekte in Kamerun.
Die diesjährige Fastenaktion steht unter dem Leitwort „Hier fängt Zukunft an“ und nimmt die Ausbildung junger Menschen in benachteiligten Regionen in den Fokus. Besonders deutlich wird das im Misereor-Partnerland Kamerun: Hier ist der Einstieg ins Berufsleben für viele schwierig, Ausbildungsplätze sind rar und oft zu teuer. „Alarmierend ist das in einem so jungen Land wie Kamerun. Die Mehrheit der Menschen ist unter 35 Jahre alt – sie ist die Zukunft. Lassen Sie uns gemeinsam mit der Kollekte am 5. Fastensonntag ein kraftvolles Zeichen der Solidarität setzen, das jungen Menschen zeigt: Wir stehen an Eurer Seite“, so der Appell von Franz Gulde, Leiter der Bildungsabteilung von Misereor.
Gestern Schülerin, heute Vorbild
Gemeinsam mit der kamerunischen Partnerorganisation CODAS-Caritas Douala ermöglicht Misereor jungen Menschen eine qualifizierte berufliche Bildung, so zum Beispiel auch Pauline Maïday aus Douala: Nach ihrer Schneiderlehre bei CODAS gibt sie ihr Wissen und ihre Erfahrung an junge Menschen weiter. „Ich möchte anderen Frauen Mut machen. Wenn ich es geschafft habe, können sie es auch schaffen. Ich möchte Zukunft weitergeben“, erzählt Pauline Maïday voller Überzeugung. So wird Bildung zur Initialzündung für eine Entwicklung, die über die nächste Generation hinaus- und in die Gesellschaft hineinwirkt.
Solidarität in Krisenzeiten
Angesichts einer geopolitischen Lage, die viele Menschen verunsichert, und globaler Herausforderungen wie der Klimakrise stellt die Fastenaktion die Frage nach unser aller Verantwortung für eine gemeinsame Zukunft. Und nach unserem Zusammenhalt: „Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir uns nicht abschotten, sondern Verantwortung teilen. Ihre Spende ist dabei weit mehr als Geld – sie ist gelebte Solidarität, die Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft schafft“, unterstreicht Hannah Braucks, die als Bildungsreferentin die Fastenaktion mitgestaltet. (Text: Pressemitteilung Misereor)
Gast aus Kamerum im Bistum Passau
Bei ihrem Besuch in Bistum Passau, der von Christine Krammer vom Referat Weltkirche organisiert wurde, konnte die 36-jährige Pauline Maïday von den Problemen in ihrer Heimat und der wichtigen Unterstützung durch Misereor vor Ort berichten. So war sie u.a. in Freyung beim „Eine-Welt-Verein Serranito Freyung“ zu Gast, um ihr Strat-Up vorzustellen. Auch an Schulen hielt Pauline Maiday Vorträge. Das Gymnasium Leopoldinum in Passau z.B. ist eine Misereorschule, d. h., offizieller Partner von Misereor mit Fair-Trade-Pausenverkauf, Projektförderaktionen und auch Vorträgen mit Gästen. Pauline Maiday referierte in der 5. Jahrgangsstufe vor ca. 60 SchülerInnen und dann auch noch in der 11. Jahrgangsstufe mit ca. 25 SchülerInnen.
Hier der ausführliche Artikel mit Radiointerview:




