Magdalena Lummer von der Pilgerpastoral im Bistum und Matthias Geyer (VIA NOVA Pilgerwegbegleiter) begrüßten die Pilgergruppe am 2. Juli vor der Fürstenzeller Kirche. Die 2‑te Bürgermeisterin Uschi Berchtold hieß alle willkommen und verteilte Jubiläumsstrohhüte, die an diesen heißen Tag sehr nötig waren. Pater Heinrich Haskamp erteilte der Pilgergruppe den Pilgersegen. Aus dem Ort hinaus führte zunächst Elisabeth Roth (Pilgerwegbeauftragte in Fürstenzell) die Pilger über schmale schattige Wege und erzählte dabei von der Fürstenzeller Pilgerweggeschichte. Sie und ihr Mann hatten aufgrund einer Baustelle und der heißen Tage extra einen kühlen Waldweg reaktiviert. An der Himmelreichkapelle über Göbertsham war Zeit zu verschnaufen und die herrliche Weite der Landschaft zu genießen. Magdalena Lummer gab einige Gedanken zu Frieden und Gerechtigkeit weiter. Ein Lied dazu verfestigte den Impuls. Über die Ortschaften Blasen und Königsbach war nach 12 km schon Ortenburg erreicht.
Foto: Matthias Geyer
Mit offenen Armen wurde die Gruppe von Pfarrerin Sabine Hofer und ihrem Mann im evangelischen Gemeindezentrum herzlich willkommen. Hier traf sich die Fürstenzeller Pilgergruppe mit der, die an diesem Morgen vom Kloster Neustift unter der Leitung von Hans Mandlmaier aufgebrochen war. Gestärkt durch Speis und Trank, einer Kirchenführung und dem Pilgersegen von Pfarrer Anton Haslberger ging die Pilgergemeinschaft die 8 km nach Sammarei beherzt an. Ein weiter Rundblick wurde von der Kollmann Kapelle geschenkt. Ein moderner Engel in Gestalt der Pilgerwegbegleiterin Christa Holler versorgte die Gruppe mit erfrischenden Getränken und Obst. Ein stärkender Text und ein getanztes Gebet sorgten auch für innere Erfrischung.
Ein würdiger Abschluss am Quittenbrunnen vor der Kirche in Sammarei beendete diesen Pilgertag der Hoffnung.
Diese Pilgerwanderung war Teil der Sternpilgerwanderung zum 20 Jährigen Bestehen des europäischen Pilgerwegs VIA NOVA.
Seit 2002 können Pilger auf dem europäischen Pilgerweg VIA NOVA die Landschaften in Österreich, Bayern und Tschechien genießen. Pilgern vor der Haustüre ist sehr gefragt. Anlässlich des Jubiläums wird von vielen Pilgergruppen seit Mitte Juni, fast der gesamte Weg in Bayern und Österreich begangen. Die Pilgergruppe wird mit wechselnder Besetzung die nächsten Tage die Strecke nach Mining/Burg Frauenstein begehen, wo alle Pilgergruppen zum Jubiläumsfest am Sonntag, 6. Juli willkommen geheißen werden. 28 Pilgerwegbegleiter boten über 50 Tagesetappen zum Mitpilgern an.
Text und Bild: Magdalena Lummer und Matthias Geyer



