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Soziales

Katholiken im Bistum Passau spenden 78.300 Euro für die Diaspora

Pressemeldung am 29.05.2020

Bonifatiushaus Foto Patrick Kleibold3 info-icon-20px Foto: Patrick Kleibold

Bonifatiuswerk veröffentlicht Jahresbericht 2019 – Spenden und Kollekten sind stabil geblieben – das ermöglicht Solidarität auch in herausfordernden Zeiten

Mit 14 Mil­lio­nen Euro hat das Boni­fa­ti­us­werk im Geschäfts­jahr 2019 Katho­li­ken in der deut­schen, nord­eu­ro­päi­schen und bal­ti­schen Dia­spo­ra unter­stützt. Das im Jahr 1849 gegrün­de­te Spen­den­hilfs­werk konn­te im 170. Jahr sei­nes Bestehens 1.203 Pro­jek­te för­dern. Die Spen­den und Kol­lek­ten sei­en erfreu­li­cher­wei­se sta­bil geblie­ben, auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie zeig­ten sich jedoch bereits in die­sem Jahr ers­te Rück­gän­ge bei den Ein­nah­men. Zukünf­tig müs­se sogar von einem erheb­li­chen Rück­gang aus­ge­gan­gen wer­den. Zen­tra­le Auf­ga­be des Hilfs­wer­kes für den Glau­ben“ ist die Soli­da­ri­tät mit den Glau­bens­schwes­tern und ‑brü­dern in der Dia­spo­ra sowie die Glau­bens­wei­ter­ga­be in einer zuneh­mend säku­la­ren und plu­ra­lis­tisch gepräg­ten Gesell­schaft. Vor­ge­stellt wur­de der Jah­res­be­richt am heu­ti­gen Frei­tag im Bis­tum Hildesheim.

Die katho­li­schen Chris­ten aus dem Bis­tum Pas­sau haben 78.300 Euro in Kol­lek­ten und Ein­zel­spen­den für die Dia­spor­a­hil­fe gespen­det. Bei der tra­di­tio­nel­len Kol­lek­te zum Dia­spo­ra-Sonn­tag wur­den im Bis­tum Pas­sau 38.000 Euro und bun­des­weit 2,2 Mil­lio­nen Euro gesam­melt. Erst­kom­mu­ni­on­kin­der und Firm­be­wer­ber sam­mel­ten 20.000 Euro und 1.300 Euro für Kin­der und Jugend­li­che in der Diaspora.

Wir sind dank­bar für ein gutes Geschäfts­jahr 2019. Somit kön­nen wir in die­ser belas­ten­den Zeit – mit vie­len Um- und Abbrü­chen sowie Unwäg­bar­kei­ten – wei­ter­hin unse­ren Pro­jekt­part­nern hel­fend und ver­läss­lich zur Sei­te ste­hen. Wie alle gesell­schaft­li­chen und kirch­li­chen Berei­che ist auch das Boni­fa­ti­us­werk von der Coro­na-Kri­se betrof­fen. Wir bedau­ern die Absa­gen der Erst­kom­mu­ni­on- und Firm­fei­ern sowie ande­rer Ver­an­stal­tun­gen und Aktio­nen, die aus ver­ständ­li­chen Grün­den zum Schutz der Men­schen getrof­fen wur­den und hof­fen, dass die­se bald nach­ge­holt wer­den kön­nen. Zugleich befürch­ten wir einen erheb­li­chen Rück­gang unse­rer Ein­nah­men. Doch bei allen Betrach­tun­gen soll­ten wir zuerst die Men­schen mit ihren Sor­gen, Hoff­nun­gen und Exis­tenz­ängs­ten sehen. Unse­re Soli­da­ri­tät ist gera­de jetzt gefor­dert und not­wen­dig. Grund­la­ge unse­rer Arbeit und Hil­fe sind stets die Men­schen, die auf der Suche nach Lebens­per­spek­ti­ven, Ori­en­tie­rung und nach Halt in unse­rer Glau­bens­ge­mein­schaft sind“, sag­te Gene­ral­se­kre­tär Mon­si­gno­re Georg Austen.

In den Dia­spo­ra­ge­bie­ten Deutsch­lands, Nord­eu­ro­pas und in den bal­ti­schen Staa­ten Est­land und Lett­land wur­den 72 Bau­pro­jek­te mit 2,9 Mil­lio­nen Euro, 1.017 Pro­jek­te der Kin­der- und Jugend­hil­fe mit 1,8 Mil­lio­nen Euro und 74 Pro­jek­te der Glau­bens­hil­fe mit 569.000 Euro unter­stützt. Durch die Ver­kehrs­hil­fe konn­ten 40 BONI-Bus­se mit 745.000 Euro für die Gemein­de­ar­beit geför­dert wer­den. In mis­sio­na­ri­sche Initia­ti­ven sowie in die reli­giö­se Bil­dungs­ar­beit flos­sen 1,9 Mil­lio­nen Euro, in die Pro­jekt­be­glei­tung 430.000 Euro, in die Unter­stüt­zung der Seel­sor­ge 150.000 Euro und in die zweck­ge­bun­de­ne För­de­rung 1,1 Mil­lio­nen Euro. Aus zweck­ge­bun­de­nen Mit­teln des Dia­spo­ra-Kom­mis­sa­ri­ats wur­den 4,5 Mil­lio­nen Euro an Pro­jek­te in Nord­eu­ro­pa weitergeleitet.

Das Boni­fa­ti­us­werk ist ein aus­ge­spro­chen wich­ti­ger Part­ner für uns in der Dia­spo­ra: immer wie­der hilfs­be­reit, ver­läss­lich und großzügig”

Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim, bei der Vorstellung des Jahresberichts in Hildesheim.

Ohne die­se kon­ti­nu­ier­li­che und unver­zicht­ba­re För­de­rung wäre Glau­bens­le­ben in vie­len Regio­nen unse­res Bis­tums nur sehr ein­ge­schränkt mög­lich. Bischof Wil­mer dank­te dem Boni­fa­ti­us­werk dafür, dass es uns dabei unter­stützt, die Fro­he Bot­schaft‘ in die Gesell­schaft zu tragen.“

Die För­de­rung der Pro­jek­te finan­ziert das Boni­fa­ti­us­werk durch Ein­nah­men aus Kol­lek­ten (4,9 Mil­lio­nen Euro), Spenden/​Beiträgen/​Vermächtnissen und Schen­kun­gen (5,8 Mil­lio­nen Euro) und aus Mit­teln des Dia­spo­ra-Kom­mis­sa­ri­ats. Die Kol­lek­ten sind im Ver­gleich zum Vor­jahr um 63.680 Euro (+ 1,3 Pro­zent) gestie­gen. Die Kol­lek­te zum Dia­spo­ra-Sonn­tag erbrach­te 2,2 Mil­lio­nen Euro. Die Erst­kom­mu­ni­on­kin­der gaben 1,86 Mil­lio­nen Euro und die Firm­be­wer­ber 804.000 Euro für Kin­der- und Jugendhilfe-Projekte.

Bedingt durch die Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie, gehen wir natür­lich mit Sor­gen, aber auch mit Hoff­nung in die Zukunft, da wir auf die Soli­dar­ge­mein­schaft unser Spen­der bau­en. Nega­ti­ve Schwan­kun­gen kön­nen wir auf­grund einer sta­bi­len Ver­mö­gens- und Liqui­di­täts­la­ge in einem begrenz­ten Zeit­raum abfe­dern. Daher ist es der­zeit not­wen­dig die gan­ze Stra­ße im Blick zu haben und ver­ant­wor­tungs­voll auf Sicht zu fah­ren. Damit steht und fällt auch die Mög­lich­keit der För­de­rung von wert­vol­len Pro­jek­ten“, sag­te Geschäfts­füh­rer Ingo Imenkämper. 

Vali­de Pro­gno­sen sei­en jedoch nur sehr schwer zu tref­fen, füg­te der Prä­si­dent des Boni­fa­ti­us­wer­kes, Heinz Paus hin­zu und dank­te allen Spen­de­rin­nen und Spen­dern für das geschenk­te Ver­trau­en und die kon­kre­te finan­zi­el­le Unter­stüt­zung der Katho­li­ken in der Diaspora.

Den Jah­res­be­richt 2019 fin­den Sie auf der Inter­net­sei­te des Boni­fa­ti­us­wer­kes im Down­load­be­reich unter: https://​www​.boni​fa​ti​us​werk​.de/​d​o​w​nload

Text: Boni­fa­ti­us­werk der deut­schen Katho­li­ken e. V.