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Bischof

Christi Himmelfahrt: Heimkehr zum Vater

Stefanie Hintermayr am 21.05.2020

200521 Christi Himmelfahrt foto6 Unterguggenberger info-icon-20px Foto: Andreas Unterguggenberger

Mit einem Pontifikalamt hat Bischof Stefan Oster SDB am 21. Mai in der Andreaskapelle Christi Himmelfahrt gefeiert. Die Gläubigen konnten den Gottesdienst via Livestream in TV und Web mitfeiern. Christus geht in eine andere Wirklichkeit, zum Vater zurück - lautete die zentrale Botschaft des Bischofs.

Ein wei­ßer Schlei­er umhüllt die Chris­tus­fi­gur in der Andre­as­ka­pel­le. Es ist das Sym­bol für Chris­ti Him­mel­fahrt, die Auf­nah­me Jesu in den Him­mel. Chris­tus geht aber nicht weg. Chris­ti Him­mel­fahrt bedeu­tet, er geht nur in eine ande­re Wirk­lich­keit, zurück zum Vater. Und des­we­gen ste­hen heu­te auch die Väter im Mit­tel­punkt.“ So begrüß­te Bischof Ste­fan Oster SDB die Gläu­bi­gen zum Pon­ti­fi­kal­amt Chris­ti Him­mel­fahrt am 21. Mai ein­gangs. Der Got­tes­dienst wur­de via Live­stream in TV und Web übertragen.

Ich bin mit euch alle Tage bis ans Ende der Welt.”

Matthäusevangelium

Heimkehr zum Vater - Predigt zu Christi Himmelfahrt

Die Qua­li­tät und Inten­si­tät unse­rer Bezie­hun­gen mach­ten unser Leben am meis­ten aus. Frisch Ver­lieb­te oder eine Mut­ter und ihr Neu­ge­bo­re­nes führ­te Bischof Ste­fan Oster SDB ein­gangs als Bei­spie­le an. Das sei Wirk­lich­keit, hier in die­ser Welt. Wenn Chris­tus am heu­ti­gen Tag, an Chris­ti Him­mel­fahrt, in den Him­mel auf­ge­nom­men wird, bedeu­te das nicht, dass er weg­geht. Er gehe nur in eine ande­re Wirk­lich­keit. Die Wirk­lich­keit des Him­mels bedeu­tet, dass alle Wesen von Gott erfüllt sind“, erklär­te der Bischof. Als Chris­ten könn­ten wir das schon in die­ser Welt erfahren.

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Drei bibli­sche Bil­der bzw. Sät­ze kehr­te Bischof Ste­fan Oster in der Pre­digt beson­ders heraus:

  • Jesus sitzt zur rech­ten des Vaters: die­ses Bild bedeu­te einen König, der zu sei­ner rech­ten den Regie­rungs­chef sit­zen habe, Chris­tus. Und der wir­ke operativ.
  • Jesus wird wie­der­kom­men: Chris­tus stif­te durch sei­ne Heim­kehr zum Vater die neue Wirk­lich­keit, an der wir teil­ha­ben könnten.
  • Hei­lig, hei­lig, hei­lig: durch die­sen lit­ur­gi­schen Hoch­ge­sang zur Ver­eh­rung des Vaters tre­ten wir ein in die­se neue Wirklichkeit.

Die Qua­li­tät unse­rer Bezie­hun­gen bestimm­ten unser Leben und unser Wir­ken in die­ser Welt, beton­te der Bischof schließ­lich. Die Sehn­sucht Got­tes ist, dass wir hin­aus­ge­hen kön­nen, um die Welt zu ver­wan­deln im Geis­te und in der Kraft Jesu Chris­ti. Das ist unse­re Bestim­mung und unse­re Auf­ga­be als Chris­ten.“ Ite mis­sa est, so schloss die alte Lit­ur­gie jeden Got­tes­dienst. Das bedeu­te soviel wie: Geht hin­aus, jetzt ist Sen­dung, so der Bischof. Das, was ihr hier emp­fang, das eröff­net sich euch drau­ßen, indem ihr dient, liebt und mit dem Herrn ver­bun­den seid. Das ist Chris­ti Himmelfahrt.“

Zum Schluss beton­te der Bischof, dass unser Glau­be ein inkar­na­to­ri­scher sei: Unser Herr ist in Fleisch und Blut gegen­wär­tig.” Die Live­stream­got­tes­diens­te sei­en daher ein (guter) Ersatz für die Hei­li­gen Mes­sen in den Pfar­rei­en. Er hat dazu ein­ge­la­den, wenn mög­lich die Hei­li­ge Mes­se vor Ort zu fei­ern. Und schließ­lich hat Bischof Ste­fan Oster noch für den 24. Mai ein­ge­la­den, den 7. Sonn­tag der Oster­zeit, und im Bis­tum Pas­sau ein ganz beson­de­rer Tag: das Hoch­fest Maria, Hil­fe der Chris­ten”. Der Got­tes­dienst in der Wall­fahrts­kir­che Maria­hilf ob Pas­sau wird wie­der via Live­stream in TV und Web übertragen.

Das Hochfest Christi Himmelfahrt

Genau 39 Tage nach dem Oster­sonn­tag fei­ern die Katho­li­ken die Rück­kehr Jesu Chris­ti zu sei­nem Vater: Chris­ti Him­mel­fahrt. Im Lukas­evan­ge­li­um steht geschrie­ben, dass Jesus nach sei­ner Auf­er­ste­hung noch 40 Tage mit sei­nen Jün­gern gespro­chen habe (Apos­tel­ge­schich­te 1,3) und dann auf­ge­ho­ben“ wur­de. Eine Wol­ke nahm ihn vor ihren Augen weg“ (Apos­tel­ge­schich­te 1,9). Vie­len ist Chris­ti Him­mel­fahrt auch bekannt als Vater­tag. Der freie Tag zu Ehren der Män­ner“ wird in Deutsch­land seit den 30er-Jah­ren gefeiert.