Kirche vor Ort

Ein Dorf feiert gemeinsam

BAY am 11.10.2019

DSC2776 Foto: Tine Limmer

Dörfer und kleine Gemeinden wie Heiligkreuz leben vom Miteinander und der Gemeinschaft. In den meisten Orten bildet der Sportverein mit zahlreichen Mitgliedern das Herzstück, nicht nur um sich der Volksgesundheit mit Sport in verschiedenen Sparten, sondern auch um das kulturell-sportliche Leben am Laufen zu halten.

Wenn in Hei­lig­kreuz eine grö­ße­re Maß­nah­me ansteht, wie die Reno­vie­rung der Pfarr­kir­che, des Kin­der­gar­tens oder des Kirch­tur­mes, dann packen vie­le mit an. Noch bes­ser ist es aber, wenn das gan­ze Dorf an einem Strang zieht und zusam­men­rückt, vor allem wenn es um die Sanie­rung der Turn­hal­le geht. Die­se wird von der Dorf­be­völ­ke­rung aller Alters­klas­sen genutzt. An den Kos­ten, die noch nicht end­gül­tig abzu­schät­zen sind, muss sich der TSV mit einem erheb­li­chen Eigen­an­teil beteiligen. 

Auf die­ses Mit­ein­an­der wie es am Wochen­en­de in Hei­lig­kreuz statt fand, kön­nen nicht nur der TSV Hei­lig­kreuz als Haupt­aus­rich­ter des Dorf­fes­tes, son­dern alle Betei­lig­ten stolz sein. Ein rund­um gelun­ge­nes und viel­fäl­ti­ges Pro­gramm wur­de für Besu­cher, die von TSV-Vor­stand Man­fred Wall­ner auf an die 500 geschätzt wird ange­bo­ten. Das so vie­le bei bes­tem Berg­wet­ter im Spät­som­mer kom­men, hät­te ich nie zu hof­fen gewagt.“ so Wall­ner begeistert.

Ein Dorf­fest bei dem alle mit­ma­chen, mit­hel­fen und sich in irgend­ei­ner Form ein­brin­gen und dem bis­he­ri­gen Pfarr­fest neu­en Schwung geben: das war die Visi­on des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes, die zu 100 Pro­zent auf­ging. Schon bei den Bespre­chun­gen im Vor­feld war schnell klar, dass der größ­te Ver­ein des Dor­fes mit über 800 Mit­glie­dern mit ins Boot geholt wer­den soll. Auf die­ses Boot spran­gen dann auch noch der Thea­ter­ver­ein, die Kol­pings­fa­mi­lie, die Dirndl­schaft, der Frau­en- und Müt­ter­ver­ein, der Gar­ten­bau­ver­ein, der Ver­ein der Hei­lig­kreu­zer Bau­ern, der Schüt­zen­ver­ein, das Team der Pfarr­bü­che­rei, die Minis­tran­ten, die Grund­schu­le und der Kin­der­gar­ten St. Rupert mit auf. Auf die Bei­ne wur­de ein Fest gestellt, dass sich sehen las­sen konn­te. Der Tag begann mit einem Turn­hal­len­fa­mi­li­en­got­tes­dienst, der fest­lich und schwung­voll vom Aste­ner Sing­kreis umrahmt wur­de. Schee is, dass ihr alle da sei zu dem Fest das zeigt was mög­lich ist, wenn man z’samm­hilft und z’samm­hält. Da pas­siert viel mehr, dass mit Geld nicht auf­zu­wie­gen ist: dass Men­schen für­ein­an­der ein­ste­hen, für­ein­an­der da sind und mit­ein­an­der Din­ge anpa­cken.“ lobt Pfar­rer Micha­el Witti. 

Jeder Ver­ein oder Gemein­schaft hat sich nach sei­nen Kräf­ten am Rah­men­pro­gramm betei­ligt. Der Gar­ten­bau­ver­ein hat den Ein­gang herbst­lich deko­riert. Der Thea­ter­ver­ein hat für die Kleins­ten ein klei­nes Thea­ter mit der Geschich­te vom Grüf­felo“ gespielt, die Dirndl­schaft mit den Minis­tran­ten schmink­ten die Kin­der und ver­schö­ner­ten vor allem die Mäd­chen mit kunst­vol­len Fri­su­ren. Bei den Holz­klöt­zen des Emplho­fes wur­den gro­ße Tür­me gebaut und bei der Jugend der Kol­pings­fa­mi­lie stand die Foto­box für lus­ti­ge Fotos bereit. Bei der gro­ßen Tom­bo­la des Büche­rei­teams war die Aus­wahl an Prei­sen groß. Ruhi­ger ging es auf dem Hart­platz vor der Turn­hal­le zu. Hier hat­te der Schüt­zen­ver­ein sei­nen Stand mit dem Laser­ge­wehr auf­ge­baut bei dem alle ihre Ziel­ge­nau­ig­keit unter Beweis stel­len konn­ten. Beim Bücher­floh­markt konn­te man sich mit Lese­stoff für die küh­le­ren Tage eindecken. 

Hun­gern muss­te am Sonn­tag­mit­tag kei­ner der Fest­be­su­cher. Reich­lich Bra­ten, Leber­käs, Käse­spätz­le, Bau­ern­hof­eis, Kuchen und Tor­ten sorg­ten für eine viel­fäl­ti­ge Aus­wahl. Auch hin­ter den Kulis­sen wur­den kräf­tig mit ange­packt. Der Pfarr­ge­mein­de­rat küm­mer­te sich um die Essens­aus­ga­be, der Frau­en- und Müt­ter­ver­ein, sowie die Bäue­rin­nen für die Kuchen­ver­kauf, der TSV selbst für den Geträn­ke­aus­schank, die Minis­tran­ten für sau­be­rer Tische und die Tur­ne­rin­nen für sau­be­re Tel­ler. Wei­te­re flei­ßi­ge Hel­fer für den rei­bungs­lo­sen Ablauf, der Hand in Hand lief. 

Für Abwechs­lung auf der Büh­ne sorg­te die Hei­lig­kreu­zer Dorf­mu­sik, die immer wie­der zu Auf­füh­run­gen unter­bro­chen wur­de. Die Kin­der­gar­ten­kin­der tanz­ten, die Kin­der- und Jugend­grup­pe des Trach­ten­ver­eins D’Alz­viert­ler zeig­ten Volks­tän­ze und die zwei­te Klas­se der Grund­schu­le habt ihre Orf­fin­stru­men­te mit­ge­bracht auf denen sie leb­haft spiel­ten und dazu san­gen. Furi­os war das Ende des Nach­mit­tags mit dem Auf­tritt der Jugend­tanz­grup­pe und ihrem letzt­jäh­ri­gen Showtanz. 

Wie­viel Geld vom Fest beim TSV hän­gen geblie­ben ist und zur Reno­vie­rung der Turn­hal­le bei­trägt, die­se Zah­len kann Vor­stand Man­fred Wall­ner kurz nach dem Fest noch nicht über­bli­cken. Sicher ist er sich jedoch, dass die Dorf­ge­mein­schaft wie­der ein­mal gestärkt wur­de. Das zählt für mich mehr als jeder finan­zi­el­le Erfolg.“ so Man­fred Wallner.

Fotos und Text: Tine Limmer

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