Weltkirche

Krieg im Heiligen Land

Redaktion am 11.10.2023

I Stock 1124348416 Bild: Veronaa/istockphoto.com

Die deutschen Bischöfe verurteilen die Angriffe der Hamas auf Israel aufs Schärfste. Passaus Bischof Stefan Oster SDB spricht von einem "unerträglichen Ausmaß an Terror und Schrecken" und ruft zum Gebet und Unterstützung für Israel auf.

In einem Bei­trag auf sei­nem Face­book — Kanal schreibt Bischof Ste­fan Oster, es sei unfass­bar, was im Hei­li­gen Land gera­de pas­siert. Wir ste­hen hilf­los dane­ben und fra­gen, wie es zu die­sem uner­träg­li­chen Aus­maß an Ter­ror und Schre­cken kom­men kann?” Oster, der gera­de in Rom an der Welt­syn­ode teil­nimmt, zitiert Papst Fran­zis­kus, der beto­ne, dass Krieg immer, immer eine Nie­der­la­ge der Mensch­heit ist”. Er bedau­ert: Wir sehen, wie Unschul­di­ge ster­ben, wie Gei­seln genom­men, wie Mas­sa­ker ver­übt wer­den. Wir sehen, wie sich Isra­el wehrt — und hof­fen doch, dass es kei­ne sich immer wei­ter aus­wei­ten­de Spi­ra­le der Gewalt gibt.” 

Lasst uns beten und lasst uns dort hel­fen und unter­stüt­zen, wo es in unse­ren Mög­lich­kei­ten liegt.”

Bischof Dr. Stefan Oster SDB

Der Pas­sau­er Bischof ruft auf zum Gebet um Frie­den: Wir beten für Isra­el und für alle Men­schen, die Opfer die­ses Gewalt­aus­bruchs sind. Wir beten auch für die Aggres­so­ren in der Hoff­nung, dass die Gewalt ein Ende nimmt und hof­fen trotz aller Pro­gno­sen, dass es irgend­wann Ver­söh­nung geben wird und Ruhe in die­ser so oft geschun­de­nen Regi­on. Wir hof­fen und fle­hen, dass der Krieg nicht zum Flä­chen­brand wird. Lasst uns beten und lasst uns dort hel­fen und unter­stüt­zen, wo es in unse­ren Mög­lich­kei­ten liegt. Möge Got­tes Geist die Her­zen der Men­schen berüh­ren, gera­de in die­sem Land, das die Bibel so sehr als Sein Land bezeugt. Und möge Maria, die Köni­gin des Frie­dens, das Ende der Gewalt her­ab­fle­hen auf das Land. Gleich­zei­tig schau­en wir im Gebet auch auf die Ukrai­ne, auf die Erd­be­ben­op­fer in Afgha­ni­stan und auf so vie­le Regio­nen der Welt, die Krieg, Ver­fol­gung und Zer­stö­rung erle­ben. Komm Hei­li­ger Geist — und erneue­re das Ant­litz der Erde.”

Auch der Vor­sit­zen­de der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, Bischof Dr. Georg Bät­zing, hat die Angrif­fe der Hamas auf Isra­el am Sonn­tag, 8. Okto­ber 2023, verurteilt:

Die fei­gen Atta­cken der Hamas auf Isra­el sind inak­zep­ta­bel. Ich ver­ur­tei­le sie aufs Schärfs­te. Ein­mal mehr wur­de die häss­li­che Schrau­be der Gewalt wei­ter­ge­dreht und eine neue gefähr­li­che Eska­la­ti­on in Gang gesetzt. Der Nahe Osten braucht end­lich einen ech­ten Frie­dens­pro­zess, der die Inter­es­sen von Israe­lis und Paläs­ti­nen­sern berück­sich­tigt. Dabei gibt es für uns kei­ner­lei Zwei­fel am Exis­tenz­recht Isra­els und eines paläs­ti­nen­si­schen Staa­tes. Die Alter­na­ti­ve heißt Gewalt, Not und Hoff­nungs­lo­sig­keit ohne Ende. In die­sen Stun­den sind mei­ne Gedan­ken und Gebe­te bei allen Opfern der Gewalt. Ich traue­re um die Toten.“
(Quel­le: dbk)

Die Deut­sche Kom­mis­si­on Jus­ti­tia et Pax hat sich im Rah­men ihrer Herbst­sit­zung mit dem ter­ro­ris­ti­schen Angriff der Hamas auf Isra­el befasst und die­sen aufs Schärfs­te ver­ur­teilt. Der Vor­sit­zen­de, Bischof Dr. Hei­ner Wil­mer SCJ, erklärt dazu:

Der ter­ro­ris­ti­sche Angriff der Hamas auf Isra­el ist eine wei­te­re Eska­la­ti­on die­ses seit Jahr­zehn­ten andau­ern­den Kon­flikts. Die Gewalt­spi­ra­le der letz­ten Wochen hat heu­te eine neue trau­ri­ge Qua­li­tät erreicht. Wir ver­ur­tei­len auf Schärfs­te das Vor­ge­hen der Hamas. Es trifft Unschul­di­ge, ver­brei­tet Angst und Schre­cken und stellt die Exis­tenz Isra­els in Fra­ge. So ist die kom­ple­xe Kon­flikt­kon­stel­la­ti­on zwi­schen Isra­el und Paläs­ti­na nicht zu lösen. Statt­des­sen gewinnt die Gewalt wei­te­ren Raum und unter­gräbt die Per­spek­ti­ven auf Frie­den. Die Men­schen in Isra­el und Paläs­ti­na lei­den unter die­ser Ent­schei­dung. Daher sind unse­re Soli­da­ri­tät, Gedan­ken und Gebe­te mit all denen, die unter die­sen Akten der Gewalt lei­den und denen die trotz­dem an der Hoff­nung eines fried­li­chen Zusam­men­le­bens von Israe­lis und Paläs­ti­nen­sern festhalten.“

Quel­le: Deut­sche Kom­mis­si­on Jus­ti­tia et Pax

Informationen für Pilger im Heiligen Land

Die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz appel­liert ange­sichts der erschüt­tern­den Ereig­nis­se im Hei­li­gen Land an alle, die sich aktu­ell auf einer Pil­ger­rei­se befin­den oder die­se pla­nen sowie an alle Mit­ar­bei­ten­den im kirch­li­chen Dienst und in kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen, die vor Ort sind, äußers­te Vor­sicht wal­ten zu las­sen und die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen genau zu ver­fol­gen.” Für Pil­ger vor Ort hat das Sekre­ta­ri­at der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz ein Infor­ma­ti­ons­blatt erstellt, das hier zum Down­load bereit gestellt ist:

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