Bistum

Lange Nacht der Kirchenmusik

Stefanie Hintermayr am 22.07.2019

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Rund 1.000 Zuhörer haben den musikalischen Darbietungen am Freitag im Stephansdom gelauscht. Die Lange Nacht der Kirchenmusik hatte viele Hör- und Klangerlebnisse zu bieten.

Am Frei­tag, den 19. Juli lud die Pas­sau­er Dom­mu­sik zu einer Lan­gen Nacht der Kir­chen­mu­sik“ in den Dom St. Ste­phan ein. Von halb acht bis Mit­ter­nacht fan­den fünf ver­schie­de­ne Ange­bo­te statt. Den Abend eröff­ne­ten die jun­gen Sän­ge­rin­nen und Sän­ger der Dom­sing­schu­le mit einem Kin­der­chor­kon­zert. Beglei­tet von Clau­dia Sei­bold am Kla­vier san­gen die Buben und Mäd­chen geist­li­che Musik aus ver­schie­de­nen Jahr­hun­der­ten. Den Abschluss bil­de­ten ein rhyth­mi­sches und schwung­vol­les Jubi­la­te Deo“ von Jay Alt­house und das Lau­da­te eum-Sin­get Lob unserm Gott“ von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger, der auch die Lei­tung innehatte.

Das Magnifikat der Domsingschule

Zen­trum des Abends war ein musi­ka­li­sches Abend­lob um 20:30 Uhr, dem Dom­propst Dr. Micha­el Bär vor­stand. Der Dom­chor sang Wer­ke von Tho­mas Tal­lis, Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy, Anton Bruck­ner und Joseph Rhein­ber­ger. Um 21:30 Uhr, bei Gre­go­ria­nik und Orgel­im­pro­vi­sa­ti­on“ erklang dann zum ers­ten Mal an die­sem Abend die welt­be­rühm­te Pas­sau­er Dom­or­gel. Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel impro­vi­sier­te über Gre­go­ria­ni­sche Cho­rä­le, die von der scho­la can­torum, einer Män­ner­scho­la des Dom­cho­res, vor­ge­tra­gen wur­den. Hoch­vir­tu­os ging es dann ab 22:15 Uhr, beim Orgel­kon­zert Toc­ca­ta – best of“ zu. Der Dom­or­ga­nist spiel­te bekann­te Orgel­toc­ca­ten ver­schie­de­ner Kom­po­nis­ten. Die bekann­tes­ten, Bach und Widor, durf­ten natür­lich nicht fehlen.

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Den Schluss­punkt des Abends setz­te ein Chor­kon­zert mit dem Vokal­ensem­ble cap­pel­la cathe­dra­lis unter der Lei­tung des Dom­ka­pell­meis­ters. Es erklan­gen vier- bis acht­stim­mi­ge Motet­ten von der Renais­sance bis zur Moder­ne. Am Ende des Kon­zer­tes lud Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger die Besu­cher ein, bei tra­di­tio­nel­len Gute-Nacht-Lie­dern mit­zu­sin­gen und so erklang zum Schluss Der Mond ist auf­ge­gan­gen“ und Gute Abend, gut‘ Nacht“. 

Es waren alle Ver­an­stal­tun­gen des Abends sehr gut besucht, so dass man durch­aus sagen kann, dass über 1000 Men­schen den Weg in den Dom gefun­den haben. Und zwar ein breit gefä­cher­tes Publi­kum, von jung bis alt. Im Domin­nen­hof gab es Bewir­tung, Hier tra­fen sich die Besu­cher zwi­schen den Kon­zer­ten zum Gespräch und Aus­tausch, ande­re nutz­ten die Zeit zwi­schen den Kon­zer­ten im Dom zu Stil­le und Gebet. Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger und sein Kol­le­ge Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel waren am Ende des Abends sicht­lich froh, dass die­ses Ange­bot aus Musik, spi­ri­tu­el­ler Akzen­te und Kon­zert so gut ange­nom­men wurde.

Text: Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger, Domkapellmeister