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Er will auch dein Auferstandener werden!

Stefanie Hintermayr am 05.04.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Zahlreiche Gläubige haben mit dem Pontifikalamt zum Ostersonntag und zuvor in der Osternacht mit Bischof Stefan Oster SDB im Passauer Stephansdom das Hochfest der Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Der Gottesdienst schloss traditionell mit der Speisenweihe und mit dem Risus Paschalis, dem Osterlachen, ab.

Das Hoch­fest der Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti ist der Höhe­punkt des Kir­chen­jah­res. Welt­weit wird der Sieg des Lebens über den Tod von Chris­ten gefei­ert. Im Pas­sau­er Ste­phans­dom hat Bischof Ste­fan Oster nach der Fei­er der Oster­nacht tags dar­auf tra­di­tio­nell das Hoch­amt zele­briert, das zahl­rei­che Gläu­bi­ge mit­ge­fei­ert haben. Sehr zur Freu­de des Bischofs, der sie alle zu Beginn begrüß­te: Wir glau­ben, dass am his­to­ri­schen Oster­mor­gen alles neu gewor­den ist.“ In die­ser beson­de­ren Oster­lit­ur­gie wer­de die Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti jedes Jahr gefei­ert. Der Tod hat nicht das letz­te Wort. Und dafür wol­len wir Gott danken.“

Er will auch dein Auferstandener werden!

In sei­ner Pre­digt zum Oster­sonn­tag 2026 im Pas­sau­er Ste­phans­dom ging Bischof Ste­fan Oster SDB zuerst auf das viel bekann­te Grab­tuch von Turin ein, in dem das Ant­litz Jesu Chris­ti ein­ge­prägt sei. Ich per­sön­lich glau­be, dass es ein authen­ti­sches Zeug­nis des Auf­er­stan­de­nen ist, der in einem Moment gewal­ti­ger Lebens­en­er­gie die­ses Bild in die­ses Tuch ein­ge­prägt hat.“ Das Grab­tuch sei aber weit mehr als Wis­sen­schaft, so der Bischof. Das ande­re ist es, sich per­sön­lich nahe gehen zu las­sen und es wahr­zu­neh­men als eine ech­te Iko­ne der Chris­ten­heit – viel­leicht, wenn es echt ist. Die wich­tigs­te Iko­ne der Chris­ten­heit als Zeug­nis des Auferstandenen!“

Es sei wich­tig, sich als gläu­bi­ger Mensch von Chris­tus berüh­ren zu las­sen und ein gläu­bi­ges Leben zu ent­fal­ten. Es geht dar­um, dass es eine per­sön­li­che Aneig­nung wird: Mein Auf­er­stan­de­ner und unser gemein­schaft­li­cher Auf­er­stan­de­ner als Gemein­schaft.“ Bes­tes Bei­spiel, so Bischof Oster, sei Maria von Mag­da­la, die dem auf­er­stan­de­nen Chris­tus im lee­ren Grab zuerst begeg­net war und den sie, nach­dem er sie ange­spro­chen hat­te, erkannt hat­te. So wie sie soll­ten auch wir uns von ihm ange­spro­chen füh­len und ihn erkennen.

Also der ers­te Schritt: Das Licht aus der Höh­le, aus dem Dunk­len, aus dem Tod. Der zwei­te Schritt: Die Suche, die Hin­wen­dung (…). Las­se ich mich dar­auf ein, glau­be ich? Der drit­te Schritt: Ich wer­de wirk­lich berührt und spü­re, ich bin gemeint.“ Mit die­sem Sich-berüh­ren-las­sen sei aber kein Fest­hal­ten an Chris­tus gemeint, beton­te er. Sein Geschenk an uns las­se sich nicht wie ein Gegen­stand oder eine Iko­ne kon­ser­vie­ren. Es will in uns Leben wer­den. Es will in uns Zeug­nis wer­den. Des­we­gen der vier­te Schritt: Sie (Maria von Mag­da­la, Anm. d. Red.) läuft zu den Brü­dern und erzählt ihnen, was ihr pas­siert ist: Er lebt, er lebt!“

Die Gaben Got­tes wür­den stets mehr, wenn wir sie tei­len und Zeug­nis able­gen wür­den – und wenn wir uns mit ihnen zur Ver­fü­gung stel­len wür­den. Unser Zeug­nis sei das neue Leben der Chris­ten, so der Bischof. Dann kommt auch durch unser eige­nes Zeug­nis das Licht, selbst wenn wir alt wer­den und dem Ster­ben ent­ge­gen­ge­hen.“ Wenn man das Licht des Auf­er­stan­de­nen in sich tra­ge, gehe es auch von einem selbst aus, beton­te er. Wesent­lich sei die Fra­ge, wie uns der Herr in der Welt begeg­ne. Immer wie­der lässt er uns Momen­te erle­ben, wo wir uns direkt und per­sön­lich ange­spro­chen füh­len. Und dann, lie­be Schwes­tern und Brü­der, erzäh­len wir ein­an­der! Und erzäh­len wir denen, die nicht da sind: Jesus lebt! Halleluja!“

Die Predigt als Video auf YouTube

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Speisenweihe und Risus Paschalis

Musi­ka­lisch wur­de das Hoch­amt zum Oster­sonn­tag von Dom­chor, Solis­ten und Domor­ches­ter unter der Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger mit der Mes­se in C‑Dur D 452 von Johann Fried­rich Schu­bert und Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel an der Orgel umrahmt. Ihnen sowie allen, die zum Gelin­gen des Got­tes­diens­tes bei­getra­gen hat­ten, galt schließ­lich der Dank des Bischofs.

Tra­di­tio­nel­ler Abschluss war die Spei­sen­wei­he und der Risus Pascha­lis“. Mit sei­nem Oster­witz bzw. Oster­la­chen hat der Bischof auch heu­er wie­der für Erhei­te­rung gesorgt — sowohl in der Oster­nacht als auch am Oster­sonn­tag -, bevor er den Gläu­bi­gen den Segen erteilte.

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Osternacht: Was will der Auferstandene von uns?

In sei­ner Pre­digt in der Oster­nacht 2026 im Pas­sau­er Ste­phans­dom ging Bischof Ste­fan Oster SDB der Fra­ge nach, was der auf­er­stan­de­ne Jesus Chris­tus von uns Gläu­bi­gen erwar­tet. Alles hängt an ihm. Aber er hat alles getan. An uns ist es, Ant­wort zu geben. Das neue Leben, das in uns schon da ist, mit sei­ner Hil­fe, mit sei­nem Geist wirk­sam wer­den zu las­sen.“ Die gan­ze Heils­ge­schich­te lau­fe auf die Auf­er­ste­hung zu und das, was danach kom­me, so der Bischof. Durch den Glau­ben an ihn wür­den wir zum Got­tes Volk und zu Chris­tus gehö­ren, die fei­ern und glau­ben, dass er lebt. Ich hof­fe, Sie kön­nen gestärkt hin­aus­ge­hen und sagen: Er lebt!“

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