Das glauben wir

Jesus heilt das Herz

Redaktion am 30.08.2024

Info Icon Foto: Bayer / pbp

Reinlichkeit kommt gleich nach Gottseligkeit, so heißt ein englisches Sprichwort, welches auf die Wichtigkeit von Ordnung und Sauberkeit im Leben verweist. Allerdings sollte dieser sinnvolle Fingerzeig nie zu einem Selbstzweck werden und in eine zwanghafte Befolgung von Reinlichkeitsritualen ausarten. Mehr dazu von Domdekan Dr. Hans Bauernfeind in seiner Predigt zum 22. Sonntag im Jahreskreis.

Hast du dir auch die Hän­de gewa­schen?“ – Ken­nen sie die­se Fra­ge auch aus ihrer Kind­heit, die die Eltern vor dem Essen gestellt haben? – Es gab sie schon zur Zeit Jesu – auch für Erwach­se­ne. Sie war hygie­nisch wich­tig, um Krank­hei­ten zu ver­mei­den. – Nun fra­gen Schrift­ge­lehr­te und Pha­ri­sä­er Jesus, war­um sei­ne Jün­ger mit unge­wa­sche­nen Hän­den essen. Das sei doch skan­da­lös. Jesus durch­schaut die Fra­ge. Sie möch­ten ihn kom­pro­mit­tie­ren und sei­ne Rede von Gott als unglaub­wür­dig hinstellen.

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Jesus recht­fer­tigt nicht das Tun der Jün­ger. Aber er über­führt die Kri­ti­ker ihrer Unlau­ter­keit. Er ant­wor­tet: Mit den Lip­pen ehrt ihr Gott, aber nicht mit dem Her­zen. Ihr ver­sucht mei­ner Rede von Gott zu scha­den. Euer Spre­chen selbst ist schon unrein. Wer von Gott spricht und sich nach ihm aus­rich­tet, ver­sucht Mund und Herz in Über­ein­stim­mung zu brin­gen. Das Herz muss rein sein. Denn aus dem Inne­ren kom­men die bösen Gedan­ken wie Unzucht, Dieb­stahl, Mord, Ehe­bruch, Hab­gier, Bos­heit, Hin­ter­list, Aus­schwei­fung, Neid, Läs­te­rung, Hoch­mut und Unver­nunft“ – so Jesus. Dar­um sei es neben der Rei­ni­gung der Hän­de genau­so not­wen­dig, das eige­ne Herz, das Inne­re zu reinigen. 

Für Jesus kommt alles Böse von innen und das macht den Men­schen unrein. Ein rei­nes Herz über­win­det das Böse. Got­tes Geist wird dort Woh­nung nehmen. 

Was heißt das für mich heu­te: Dann wir­ken in mei­nem Inne­ren die Gedan­ken Got­tes auf mich. Ich kann mit Gott spre­chen, mir Wege auf­zei­gen las­sen, wie ich respekt­voll mit Men­schen umge­he, wie ich böse Gedan­ken über­win­de und dem Frie­den und einem gerech­ten Mit­ein­an­der die­ne. Dann wird es gelin­gen, dass mein Herz und mei­ne Lip­pen über­ein­stim­men – so zusam­men­pas­sen, wie es dem Hei­li­gen Geist Got­tes entspricht.

Jesus ruft mich also zu einer Herz­the­ra­pie auf. Er meint nicht das bio­lo­gisch-schla­gen­de Herz, son­dern mei­ne inne­re Lebens­welt, das, was mich im Inners­ten antreibt und bewegt. Jesus heilt das Herz. Die Lie­be zu Gott und zum Nächs­ten kann von da an wie­der das Leben erfüllen. 

Dom­de­kan Hans Bauernfeind

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